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Wettbewerbsbeschränkung: EU verhängt Strafzölle auf chinesische Solarmodule

Chinesische Arbeiter auf einer Solaranlage in  Wuhan:    Unzulässig   niedrige   Preise      Zur Großansicht
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Chinesische Arbeiter auf einer Solaranlage in Wuhan: Unzulässig niedrige Preise

Die EU will gegen Dumping-Preise für importiertes Solarglas aus China vorgehen. Deshalb hat sie nun langfristige Strafzölle auf die Module aus der Volksrepublik beschlossen. Kurzfristige Regelungen hatte es vorher schon gegeben.

Brüssel - Um die heimische Konkurrenz vor Dumping-Importen zu schützen, hat die EU langfristige Strafzölle auf Solarmodule aus China beschlossen. Das haben die EU-Staaten am Montag in Brüssel beschlossen. Die umstrittenen Zölle sollen am 6. Dezember in Kraft treten und zwei Jahre lang erhoben werden.

Betroffen sind chinesische Unternehmen, die sich nicht an Exportbedingungen halten, die die EU und China im Sommer ausgehandelt hatten. Mit den Schutzzöllen geht Europa gegen Unternehmen vor, die ihre Produkte aus EU-Sicht zu unzulässig niedrigen Preisen anbieten oder von staatlichen Subventionen profitieren. Die EU will aber Exporteure, die mit ihr kooperieren, von den Zöllen ausnehmen, teilte die Kommission weiter mit.

Bereits im Juni hatte die EU-Kommission vorläufige Schutzzölle beschlossen. Im August einigten sich Brüssel und Peking auf Preisgrenzen und Importmengen, die straffrei bleiben sollten. Erst vor wenigen Tagen gab es zudem Meldungen, dass vorläufige Strafzölle erhoben würden, die nur ein halbes Jahr lang in Kraft bleiben sollten. Deutschland hat sich in der Frage bislang klar auf die Seite Chinas geschlagen - ebenso wie die Mehrheit der 27 EU-Staaten.

Inzwischen hat sich der Streit über Dumpingpreise zu einem Konflikt in vielen Handelsbereichen zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik ausgeweitet. Die EU prüft unter anderem Ermittlungen gegen chinesische Telekommunikationsausrüster. Die Regierung in Peking untersucht als Reaktion darauf Importe von legierten Stahlrohren und spezielle Chemie-Einfuhren aus der EU. Zudem kündigte die Regierung in Peking im Juni an,unzulässige Subventionen beim Weinanbau in EU-Staaten zu prüfen.

vks/dpa/AFP

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insgesamt 202 Beiträge
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1. Handelskrieg mit China
Pandora0611 02.12.2013
Jetzt will die EU also "Strafzölle" einführen. Aber China schlägt zurück und erhebt ebenfalls "Strafzölle" auf europäische Waren. Damit schaden sich nur beide selbst. Zahlen dürfen das dann die Kunden.
2. Worüber beklagt sich
dentix08 02.12.2013
die EU da eigentlich? Ohne massive staatliche Subventionen wäre der "Solarmarkt" in Europa (ohne chinesische Konkurenz) auch am Ende! Spätestens wenn China für Europa bestimmte Waren und vor allem Rohstoffe (z.B. seltene Erden [für Solarpanele :) ] etc. verteuert, knickt Europa zwangsläufig ein. Mir erscheint das als ein Ablenkungsmanöver um das Scheitern der Energiepolitik - besonders in D - (noch) nicht zugeben zu müssen! Manchmal beschleicht einen das Gefühl, so mancher Kaiser, König, Fürst hat bessere, nachhaltigere und sinnvollere Politik betrieben als unsere Brüsselokraten und Parlamente!
3. als Kunde zahle ich gern mehr
tom.le 02.12.2013
wenn damit den Chinesen die Grenzen aufgezeigt werden
4.
soulbrother 02.12.2013
Zitat von sysopREUTERSDie EU will gegen Dumping-Preise für importiertes Solarglas aus China vorgehen. Deshalb hat sie nun langfristige Strafzölle auf die Module aus der Volksrepublik beschlossen. Kurzfristige Regelungen hatte es vorher schon gegeben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/dumping-importe-eu-verhaengt-strafzoelle-auf-chinesische-solarmodule-a-936737.html
Da sieht man, dass Subventionen i.d.R. Mist sind, da sie den Markt verzerren. Da China die Solarhersteller subventioniert und Deutschland nicht, haben unsere Hersteller einen klaren Nachteil.
5.
moev 02.12.2013
Zitat von soulbrotherDa sieht man, dass Subventionen i.d.R. Mist sind, da sie den Markt verzerren. Da China die Solarhersteller subventioniert und Deutschland nicht, haben unsere Hersteller einen klaren Nachteil.
Sie meinen da China die seinen nochmal extra subventioniert und Deutschland nur beide zusammen subventioniert
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