Dunkin' Donuts Mitarbeiter übergießt Obdachlosen mit Wasser

In einer US-Filiale von Dunkin' Donuts hat ein Angestellter einen obdachlosen Mann mit Wasser überschüttet. Ein Video des Vorfalls sorgte für Aufregung. Nun gibt es Konsequenzen.

Logo von Dunkin' Donuts
AP

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Der knapp 40-sekündige Videoclip wurde inzwischen mehr als vier Millionen Mal angeklickt - und hat zu personellen Konsequenzen geführt. Zu sehen ist eine Szene in einer Filiale von Dunkin' Donuts in der Stadt Syracuse im US-Bundesstaat New York: Ein Mitarbeiter nähert sich von hinten einem Mann, der seinen Kopf auf einen der Tische gelegt hat - dann übergießt er ihn mit Wasser. Dazu ist lautes Lachen zu hören.

"Wie oft muss ich dir noch sagen, dass du aufhören sollst, hier zu schlafen", ist der Mitarbeiter in dem Video zu hören. Er werde nicht die Polizei rufen. Der Mann solle aber die Filiale verlassen.

Das Video hat in den USA für großes Aufsehen gesorgt. Es ist unklar, wer es ursprünglich aufgenommen hat. Sam Breazeale sah es eigenen Angaben zufolge bei Facebook, sicherte eine Kopie und verbreitete diese weiter, wie die "New York Times" berichtete. "Ich wusste, es war nicht richtig, was da geschah. Und ich weiß nicht, warum man das jemandem antun würde." Breazeale startete eine Spendenaktion für den Mann, der im Video mit Wasser übergossen wird. Bis zum frühen Mittwochmorgen kamen bereits rund 16.000 Dollar zusammen.

Bei dem Mann handelt es sich um Jeremy Dufresne. Er sagte gegenüber "Syracuse.com", er sei in das Café gegangen, um sein Handy aufzuladen. Er habe nicht geschlafen, sondern nur seinen Kopf auf dem Tisch ausgeruht. Der Dunkin'-Donuts-Mitarbeiter habe womöglich eigene Probleme gehabt - und diese an ihm ausgelassen, wird Dufresne in dem Artikel zitiert.

Der Mitarbeiter wurde inzwischen entlassen, wie die Firma mitteilte. Auch weitere Angestellte verloren demnach ihre Jobs. Um wen genau es sich handelt, ist aber unklar. Man sei extrem verstört durch das Verhalten der Angestellten, heißt es in der Erklärung. Es verstoße gegen die Standards und Grundsätze des Unternehmens.

Erst im vergangenen Juni wurde ein Mitarbeiter der Kette in Cincinnati entlassen, nachdem er eine herablassende Bemerkung auf den Kaffeebecher einer obdachlosen Frau geschrieben hatte. Und im April sorgte ein Video aus einer Starbucks-Filiale in Philadelphia für Schlagzeilen: Darauf ist zu sehen, wie zwei schwarze Kunden in Handschellen abgeführt werden. Beide einigten sich später mit der Stadt und dem Unternehmen. Starbucks ordnete zudem eine Antirassismus-Fortbildung für seine Mitarbeiter an.

aar



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