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Ein-Prozent-Plus Rentner bekommen mehr Geld

Renter am See: "Spürbares Plus"Zur Großansicht
DDP

Renter am See: "Spürbares Plus"

Es ist ein Plus von 0,99 Prozent: Die Altersbezüge von Ruheständlern steigen zum 1. Juli. Ohne Rentengarantie wären die Bezüge in diesem Jahr sogar um zwei Prozent gestiegen.

Berlin - Für Arbeitnehmer gab es 2010 Lohnerhöhungen, jetzt folgen die Renten: Die Altersbezüge der 20 Millionen Ruheständler in Deutschland steigen zum 1. Juli dieses Jahres um knapp ein Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes mit.

Relevant für die Rentenerhöhung war die gute Lohnentwicklung. Im Boomjahr 2010 waren die Gehälter in Westdeutschland um 3,1 Prozent gestiegen, und im Osten um 2,55 Prozent.

Dieses kräftige Plus wurde in der Rentenberechnung jedoch durch mehrere Faktoren - durch demografische Berechnungen und die private Alterssicherung - deutlich gedämpft, so dass unterm Strich rechnerisch ein Plus von gut zwei Prozent bliebe. Doch kommen weitere Abschläge hinzu: 2011 ist das erste Jahr, in dem die Steigerung der Altersbezüge gekappt wird.

Grund ist die im Vorjahr wirksam gewordene Rentengarantie. Sie besagt, dass auf eine Kürzung der Altersbezüge verzichtet wird, auch wenn sich eine solche aus der Lohnentwicklung ergäbe. Zur Kompensation werden anstehende Rentensteigerungen in den Folgejahren halbiert. Hätte die Garantie im vergangenen Jahr also nicht gegriffen, würden die Altersbezüge in diesem Jahr um knapp zwei Prozent steigen.

"Ich freue mich, dass trotz des Ausgleichs für die Rentengarantie bereits in diesem Sommer ein spürbares Plus für die Rentner möglich ist", erklärte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). "Es war gut, dass die Rentengarantie im vergangenen Jahr ein rechnerisch gebotenes Absenken der Rente verhindert hat."

Interessant: Für die Ost-Länder hätte es theoretisch eine geringere Erhöhung geben müssen. Aufgrund einer besonderen Schutzklausel Ost dürfen die Renten in den neuen Ländern jedoch nicht weniger stark steigen als in den alten Ländern.

yes/AFP

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insgesamt 31 Beiträge
Bravofox 15.03.2011
a ja, sind dieses Jahr nicht einige Wahlen !
a ja, sind dieses Jahr nicht einige Wahlen !
deppvomdienst 15.03.2011
Inflation > 2% (aber dabei sich wohl überproportional im Warenkorb der Rentner auswirkend), Brutto-Rentenansteig 1% - ergibt ein reales Minus in der Größenordnung von mindestens 1,x %. ---Zitat--- Interessant: Für die [...]
Zitat von sysopEs ist ein Plus von 0,99 Prozent: Die Altersbezüge von*Ruheständlern steigen zum 1. Juli. Ohne Rentengarantie*wären die Bezüge in diesem Jahr sogar um zwei Prozent gestiegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,751035,00.html
Inflation > 2% (aber dabei sich wohl überproportional im Warenkorb der Rentner auswirkend), Brutto-Rentenansteig 1% - ergibt ein reales Minus in der Größenordnung von mindestens 1,x %. ---Zitat--- Interessant: Für die Ost-Länder hätte es theoretisch eine geringere Erhöhung geben müssen. Aufgrund einer besonderen Schutzklausel Ost dürfen die Renten in den neuen Ländern jedoch nicht weniger stark steigen als in den alten Ländern. ---Zitatende--- Die Lohnschere zwischen Ost und West geht also immer weiter auf, statt sich allmählich zu schießen. Das muss inbesondere vor dem Hintergund gesehen werden, dass es im Osten ja gar nicht möglich war, sich eine private Altersversorgung aufzubauen. Und beim derzeitigen Lohnniveau und seiner Entwicklung wohl auch immer schwerer möglich wird ... ---Zitat--- "Ich freue mich, dass trotz des Ausgleichs für die Rentengarantie bereits in diesem Sommer ein spürbares Plus für die Rentner möglich ist", erklärte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). ---Zitatende--- Ist das Schadenfreude?
naturfreund 15.03.2011
Tatsache ist, dass die Kaufkraft der Rentner abnimmt, weil die Inflation größer ist, als der Rentenzuwachs.
Tatsache ist, dass die Kaufkraft der Rentner abnimmt, weil die Inflation größer ist, als der Rentenzuwachs.
herr-vorragend 15.03.2011
Das sehe ich auch so. Hier wird wieder einmal eine Lobby gestreichelt. Die heutige Rentnergeneration hat den Grundstein für die aktuell total demolierte Bevölkerungspyramide gelegt. Und dafür wird sie jahrein, jahraus mit [...]
Zitat von Bravofoxa ja, sind dieses Jahr nicht einige Wahlen !
Das sehe ich auch so. Hier wird wieder einmal eine Lobby gestreichelt. Die heutige Rentnergeneration hat den Grundstein für die aktuell total demolierte Bevölkerungspyramide gelegt. Und dafür wird sie jahrein, jahraus mit öffentlichen Mitteln belohnt. Der Riss verläuft längst nicht mehr hauptsächlich zwischen Ost und West, sondern zwischen jung und alt.
bmehrens 15.03.2011
Den Grundstein für das jetzige desolate Rentensystem hat ex Bundeskanzler Kohl gelegt, da die OSTRENTEN aus dem Westtopf bezahlt werden zum Urechnungskurs DM/DDR-Währung 1:1. In der DDR hatten ALLE einen ARBEITSPLATZ, aber [...]
Zitat von herr-vorragendDas sehe ich auch so. Hier wird wieder einmal eine Lobby gestreichelt. Die heutige Rentnergeneration hat den Grundstein für die aktuell total demolierte Bevölkerungspyramide gelegt. Und dafür wird sie jahrein, jahraus mit öffentlichen Mitteln belohnt. Der Riss verläuft längst nicht mehr hauptsächlich zwischen Ost und West, sondern zwischen jung und alt.
Den Grundstein für das jetzige desolate Rentensystem hat ex Bundeskanzler Kohl gelegt, da die OSTRENTEN aus dem Westtopf bezahlt werden zum Urechnungskurs DM/DDR-Währung 1:1. In der DDR hatten ALLE einen ARBEITSPLATZ, aber keine Arbeit - ausser der Stasi.
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Rentengarantie
ddp
Die Rentengarantie wurde 2009 von der Großen Koalition beschlossen. Die Schutzklausel sieht vor, dass Rentenkürzungen in wirtschaftlich schwachen Zeiten ausgeschlossen sind. Mit der gesetzlichen Garantie wird sichergestellt, dass die Renten in Deutschland auch dann stabil bleiben, wenn die Löhne sinken sollten. Rentner werden somit vor sinkenden Altersbezügen geschützt.

Die damalige Bundesregierung hatte für 2010 und die Folgejahre keine Lohnsenkungen erwartet. Die Rentengarantie war daher eine reine Vorsichtsmaßnahme. Das Gesetz war eine Reaktion auf eine Debatte über mögliche Rentenkürzungen im Jahr 2010.


Die Berechnung der Rentensteigerung
Das Prinzip der dynamischen Rente besagt, dass die Rentner vom steigenden Wohlstand der Arbeitnehmer proftieren sollen. Deshalb steigen die Bezüge der älteren Generation grundsätzlich um den gleichen Prozentsatz, mit dem sich auch der Durchschnittslohn je Arbeitnehmer im Vorjahr erhöht. Vereinfacht gesagt: Verdient ein durchschnittlicher Arbeitnehmer dank Lohnererhöhungen zwei Prozent mehr, erhöht sich auch die Rente entsprechend. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zwei Faktoren eingeführt, die den Rentenanstieg bremsen.
Die Säulen des Sozialsystems
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.





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