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Einkommenskluft: Fast jedem sechsten Deutschen droht Armut

Es sind bedenkliche Zahlen: Laut neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamts sind mehr als 15 Prozent der Deutschen armutsgefährdet. Im Vergleich zur gesamten EU ist die Quote in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Obdachloser in Berlin: Bedrohliche Armutsgefährung Zur Großansicht
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Obdachloser in Berlin: Bedrohliche Armutsgefährung

Wiesbaden - In Europa waren 2008 durchschnittlich 16,3 Prozent der Menschen armutsgefährdet. Das geht aus neuen Erhebungen hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag veröffentlicht hat. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Quote allerdings leicht gesunken: 2006 lag sie noch bei 16,7 Prozent.

In Deutschland sieht die Lage kaum besser aus. Hier sind demnach 15,5 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht. Der Wert ist im Vergleich zu den Vorjahren stark gewachsen: Im Jahr 2005 lag die Quote noch bei 12,5 Prozent. In Deutschland ist die Quote im Vergleich zur Gesamt-EU stärker gestiegen, weil die Einkommen in anderen Mitgliedstaaten allmählich steigen.

Eine Person ist nach EU-Definition armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens ihres Landes beträgt. Für einen allein lebenden Deutschen belief sich dieser Schwellenwert 2008 auf 11.151 Euro im Jahr.

Arbeitslose waren in Deutschland am stärksten armutsgefährdet (62 Prozent). Aber auch rund jeder fünfzehnte Erwerbstätige war betroffen. Ruheständler lagen mit 14,9 Prozent knapp unter dem deutschen Durchschnittswert.

In den neueren EU-Mitgliedstaaten liegt die Quote für die Armutsgefährdung sogar noch höher. Besonders hoch ist sie in Lettland (25,7 Prozent), Litauen (20,6 Prozent) und Estland (19,7 Prozent), in den Balkanländern Rumänien (22,4 Prozent) und Bulgarien (21,8 Prozent) sowie in Griechenland (19,7 Prozent) und Spanien (19,5 Prozent).

Die niedrigsten Quoten wiesen die Tschechische Republik (8,6 Prozent), die Slowakei (11,0 Prozent), die Niederlande (11,1 Prozent) und Slowenien (11,3 Prozent) auf.

ssu

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insgesamt 154 Beiträge
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1. Spon warum immer so negativ?
Katzenfreund, 25.01.2011
Warum wird eigentlich immer in negativer Form geschrieben? Warum schreiben Sie nicht, 85% der deutschen nicht von Armut bedroht? Klingt doch viel positiver. Und ist nicht gelogen oder schön geschrieben. Es ist die Wahrheit.
2. Und der Rest ist im Kaufrausch
dab 25.01.2011
Hat SPON um 08:37 geschrieben. Na dann geht's uns gut...
3. Genau!
Ahab, 25.01.2011
Zitat von KatzenfreundWarum wird eigentlich immer in negativer Form geschrieben? Warum schreiben Sie nicht, 85% der deutschen nicht von Armut bedroht? Klingt doch viel positiver. Und ist nicht gelogen oder schön geschrieben. Es ist die Wahrheit.
Das lässt sich auch übertragen: Schreiben wir doch künftig auch lieber, wieviel Menschen jährlich nicht durchs Rauchen ums Leben kommen. Und wenn man bedenkt, dass jährlich der Großteil der Erdbevölkerung nicht in Kriegen stirbt, wirds richtig friedlich hier. Super Idee!!!
4. weiter so
zynik 25.01.2011
Zitat von sysopEs sind bedenkliche Zahlen: Laut neusten Berechnungen des Statistischen Bundesamts sind mehr als 15 Prozent der Deutschen armutsgefährdet. Im Vergleich zur gesamten EU ist die Quote in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741442,00.html
Was soll man dazu noch sagen? Die Fakten liegen auf dem Tisch und jeder weiß, dass diese Entwicklung kein Zufall ist, sondern bewusst herbeigeführt wurde. Die Gesellschaft bricht endgültig auseinander und die Politik steht daneben und klatscht Beifall. Hurra, vorwärts, weiter so...
5. Statistisches Bundesamt
herberger 25.01.2011
Und jedem Deutschen droht der Tod! Aus Angst davor werde ich Selbstmord begehen. Oder besser, ich gucke mir diesen Mist in SPON nicht mehr an.
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