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13. Dezember 2012, 11:51 Uhr

Migration nach Deutschland

Forscher erwarten Millionen Einwanderer 

Von manager-magazin-Redakteur Henrik Müller

Deutschland steht am Beginn der größten Einwanderungswelle seit Jahrzehnten. Forscher rechnen mit 2,2 Millionen Menschen, die bis 2017 in die Bundesrepublik kommen - vor allem wegen der Krise in Südeuropa. In der Wirtschaft sind die Zuwanderer hochwillkommen.

Hamburg - Deutschlands Bevölkerung wächst. 2012 dürfte die Zahl der Einwohner um 389.000 Bürger zunehmen. In den Jahren bis 2017 werden insgesamt 2,2 Millionen Menschen zusätzlich nach Deutschland kommen. Das geht aus einer Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts Kiel Economics hervor, über die das manager magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet.

Ihren Höhepunkt erreicht die Immigrationswelle den Berechnungen zufolge im Jahr 2014: Dann sollen 506.000 mehr Menschen ein- als auswandern.

Die hohe Zuwanderungsdynamik ist vor allem eine Folge der prekären Lage auf den Arbeitsmärkten in südeuropäischen Ländern wie Griechenland, Spanien und Portugal. Zwar rechnen die Kieler Wirtschaftsforscher mit einer Stabilisierung der südeuropäischen Volkswirtschaften. Aber das weiterhin schwache Wachstum werde in den kommenden fünf Jahren nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken.

In Deutschland hingegen herrscht in vielen Regionen und Branchen Arbeitskräfteknappheit, so dass Zuwanderer der Wirtschaft hochwillkommen sind.

Die neue Migrationsdynamik stellt eine fundamentale Trendwende für die Bundesrepublik dar. Im vergangenen Jahrzehnt war Deutschland immer mehr zu einem Auswanderungsland mit schrumpfender Bevölkerung geworden.

Dieser Trend hat sich nun umgekehrt. Schon 2011 war die Zahl der Zuwanderer laut Statistischem Bundesamt um 20 Prozent gestiegen - auch im ersten Halbjahr 2012 hatte es ein deutliches Plus gegeben.

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