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Recycling in China: Ein Dorf lebt vom Elektroschrott

Recycling in China: Eine Welt aus Schrott Fotos
REUTERS

Kaputte Fernseher, alte Klimaanlagen und ausrangierte Kühlschränke: In der Siedlung Dongxiaokou am Rande Pekings leben die Menschen zwischen Bergen von Elektroschrott - der zugleich ihre wichtigste Einnahmequelle ist.

Dongxiaokou ist ein kleines Dorf abseits der chinesischen Hauptstadt Peking. Nach und nach hat sich hier eines der größten Zentren zum Recyceln von weggeworfenen Elektrogeräten oder Elektroschrott entwickelt. Die Menschen leben und arbeiten unter widrigen Bedingungen im Müll der Wohlstandsgesellschaft. Während sie die Fernseher, Klimaanlagen oder Kühlschränke ausschlachten, haben sie selbst noch nicht einmal fließend Wasser oder eine ausreichende Stromversorgung.

Wie viele Bewohner im Dorf leben, ist unklar. Die meisten von ihnen sind Migranten oder Zuwanderer aus den umliegenden Dörfern. Sie arbeiten meist schwarz und haben keine Lizenz für ihr Recycling-Unternehmen. Die Fernseher und Klimaanlagen werden überarbeitet oder auch verschrottet, Hauptsache der Müll bringt ein bisschen Geld ein.

Doch die Bewohner des Dorfes schauen einer ungewissen Zukunft entgegen: Bald schon könnten Bulldozer die Schrott-Siedlung zerstören. Neue Hochhäuser sollen gebaut werden. Doch genug Geld für die Mieten dort haben die wenigsten Bewohner von Dongxiaokou. Viele Arbeiter und deren Familien fürchten um ihren Arbeitsplatz und ihr Zuhause. Um mehr von ihrem Schicksal zu erfahren, klicken Sie sich durch die Bilder.

jos/Reuters

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insgesamt 36 Beiträge
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1.
rasta123 22.06.2014
Ein "kleines Dorf" soll ein Zentrum der chinesischen Recyclingindustrie sein? Kaum zu glauben. Vermutlich handelt es sich um diesen Ort: http://www.citypopulation.de/php/china-township-beijing-admin.php?adm2id=110114007 demnach hatte Dongxiaokou 2010 rund 360.000 Einwohner, rund achtmal soviele wie zehn Jahre zuvor. Für chinesische Verhältnisse vermutlich wirklich nur ein "kleines Dorf" ;-)
2. Naja
Flying Rain 22.06.2014
Wenigstens tun sie auch wieder aufbereiten, und besser als irgendwelche Jobs auf dem Bau....die Frage ist wie schwer es für sie ist eventuell Lizenzen zu bekommen und sie such umzusetzen...
3.
schreiberausthür.89 22.06.2014
Bilder und Berichte wie aus einem Land der Dritten Welt. Anstatt Unsummen für ihr ohnehin schon starkes Militär und für irgendwelche Prestigebauten auszugeben, sollte die chinesische Führung lieber die Lebensbedingungen der einfachen Bevölkerung verbessern. Ansonsten wird die KP irgendwann soziale Probleme, im schlimmsten Fall Unruhen, bekommen. Insbesondere wenn die Wachstumsraten in den nächsten Jahren weiter sinken.
4. An Artikel wie diese denke ich...
sman1983 22.06.2014
... wenn man mir erzählen will, China würde uns wirtschaftlich gefährlich werden. Alles auf Wachstum auszulegen ist einfach, wenn einem die eigene Bevölkerung egal ist. Ich habe erst dann Respekt vor der Leistung der oberen, wenn die unteren auch davon partizipieren.
5. lückenhaft
Kiste 22.06.2014
Mir fehlt der Hinweis, dass das alles furchtbar giftig ist und dass die Menschen dort sich und ihre Umwelt verseuchen und früh an Vergiftung sterben. Und dass wir hier schuld sind, entweder weil wir unseren Müll dort hinliefern oder weil wir dieses Teufelszeugs erfunden haben.
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Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

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