Eigene Vorgaben nicht erreicht Bund verfehlt Ziele zur Energiesanierung seiner Gebäude

Bislang konnte die Bundesregierung noch keine einzige energetische Sanierung in ihren Liegenschaften abschließen. Damit verfehlt sie ihre Ziele - und liegt weit hinter privaten Eigentümern zurück.

Barbara Hendricks
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Eigentlich wollte sie mit gutem Beispiel vorangehen - doch die Bundesregierung verfehlt ihr erklärtes Ziel bei der energetischen Gebäudesanierung. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.

Demnach kann der Bund bislang noch für keine seiner 2200 relevanten Liegenschaften eine energetische Gebäudesanierung vorweisen. Da Energiekonzepte und Planungen zu viel Zeit beanspruchten, "konnte bisher noch keine Sanierungsmaßnahme abgeschlossen werden", heißt es in der Begründung des Bauministeriums. "Das Ziel zur Reduzierung des Wärmebedarfs um 20 Prozent bis 2020 ist zeitlich nicht zu realisieren."

2015 hatte die damalige Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angekündigt, der Bund werde den Heizenergiebedarf in seinen Gebäuden bis 2020 um ein Fünftel im Vergleich zu 2010 reduzieren.

Insgesamt möchte die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland realisieren. Mit dem Motto "Wo viel verbraucht wird, lässt sich auch viel einsparen" wirbt sie dafür bei Privathaushalten. Seit dem Jahr 2000 haben nach Angaben des Wirtschaftsministeriums etwa fünf Millionen Eigentümer eine energetische Gebäudesanierung durchgeführt und dabei von staatlichen Fördergeldern profitiert. Nun muss die Bundesregierung selbst noch nachziehen.

ire/dpa-AFXP



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