Düsseldorf/Stuttgart - In Deutschland werden acht Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet. Nach E.on und RWE hat am Freitag auch EnBW angekündigt, seine seit März stillgelegten Anlagen Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 nicht wieder hochzufahren.
Dies wäre rechtlich möglich gewesen, da das Atom-Moratorium der Bundesregierung inzwischen ausgelaufen ist, ein neues Ausstiegsgesetz aber erst im Juli in Kraft tritt. Nach der Reaktorkatastrophe in Japan Mitte März hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die sieben ältesten deutschen Meiler für drei Monate abschalten lassen. Der etwas modernere Reaktor Krümmel war ohnehin wegen langwieriger Wartungsarbeiten seit Jahren vom Netz.
Die Möglichkeit eines kurzfristigen Wiederanfahrens der Alt-Meiler bis zur Gesetzgebung im Juli hatten Politiker als Provokation bezeichnet. Nun sehen die Konzerne davon ab. Die acht Meiler sollen nun für immer stillstehen, die übrigen neun deutschen Atomkraftwerke bis Ende 2022 vom Netz gehen.
ssu/Reuters
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