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DIW-Studie: Deutsche vererben nur 62 Milliarden Euro pro Jahr

In Deutschland wird laut einer DIW-Studie nur ein Bruchteil dessen vererbt, was bisher angenommen wurde. Die Experten glauben: Selbst eine massive Erhöhung der Erbschaftsteuer brächte dem Staat kaum mehr Geld.

Testament: Vererbte Summe offenbar nur Bruchteil des bislang Angenommenen Zur Großansicht
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Testament: Vererbte Summe offenbar nur Bruchteil des bislang Angenommenen

Berlin - In Deutschland wird offenbar doch nicht so viel vererbt wie bisher gedacht: Pro Jahr würden in Deutschland laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nur rund 62 Milliarden Euro vererbt. Das berichtet das "Handelsblatt", dem das DIW-Papier vorliegt. Bislang waren Ökonomen davon ausgegangen, dass das Volumen der vererbten Vermögen bei bis zu 250 Milliarden Euro pro Jahr liege - also viermal so hoch.

Am Dienstag verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Erbschaftsteuer. Dabei geht es um die Frage, ob die bislang geltende Ausnahme von Betriebsvermögen der Verfassung widerspricht. Selbst wenn alle Erben gleich hohe Erbschaftssteuersätze zahlen müssten und Betriebsvermögen nicht mehr ausgenommen wären, würde dies dem Staat kaum Mehreinnahmen bringen, argumentierte der DIW-Steuerexperte Stefan Bach.

Das DIW hatte die Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen angefertigt. Die Oppositionspartei rückt deswegen bereits von ihrem Steuerkonzept aus dem vergangenen Bundestagswahlkampf ab, das eine höhere Erbschaftsteuer vorsah: "Die Vorstellung, wir könnten das Erbschaftsteueraufkommen verdoppeln und so mehr Gerechtigkeit schaffen, trägt so nicht", sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dem "Handelsblatt".

ade/dpa

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insgesamt 118 Beiträge
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1. erbschaftssteuer ist wegelagerei
sick.puppet, 07.07.2014
da rackert man sich ab und zahlt ohnehin schon steuern dafür und wenn man das an die kinder vererbt kassiert der staat nochmal ... frechheit!
2. Woher kommt der Unterschied in der Schätzung?
samorr 07.07.2014
Zu hoch bewertete Immobilien? Firmenwerte? etc. Die Steuer muss doch an jedes Erbe ran, um es zu schätzen.
3.
krautrockfreak 07.07.2014
Das ist ja kaum der Rede wert! Natürlich würde das eine Menge Geld in unsere klammen Kassen spülen und wenn es überhaupt eine Steuer gibt, die wirklich gerechtfertigt ist, dann wohl die Erbschaftssteuer. Mit welchem Recht kann jemand ohne eigenes Zutun Millionen oder Milliarden erben? Geld, das immer die Gesellschaft gegeben hat, in welcher Form auch immer. Also, jeder hat einen ausreichenden Freibetrag (z. B. 500.000 Euro) und natürlich bleibt das Haus auch im Familienbesitz. Aber alles, was darüber hinaus geht, könnte man locker mit 50 % besteuern. Selbst wer "nur" eine Million erbt, hat immer noch genug. Und von den Milliardeneinnahmen könnte man so viel sinnvolles machen... Aber wetten, dass diese logische Lösung in unseren Land niemals auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen wird. Menschen sind nun mal geizig und wollen immer mehr Kohle raffen, zumindest viele und vor allem die vermögenden.
4. wer klug ist
mischamai 07.07.2014
Wer klug ist verteilt sein Geld schon vorher und wartet nicht auf die Krallen von der Erbschaftssteuer.
5. Ein Glück ...
mina2010, 07.07.2014
dass es hoch dotierte Gutachter gibt. Solange wir hin und her gutachten, hat unsere Politk immer eine Ausrede. Jedes Vermögen entsteht letztlich aus mehrfach versteuertem Geld. Angeblich sind Doppelbesteuerungen eh unzulässig ... bei mehrfach hebt sich das wieder auf. Besonders charmant ist es aber, wir die Vermögensansammlung noch mit Steuergeldern fördern. Förderung strukturschwacher Gebiete, Förderungen von Umsiedelungen ... zahlt nicht der Bund ... dann das Land oder die Gemeinde. Zuschüsse für Energiekosten oder Befreiung von Steuern .... egal wie ... der kleine Mann zahlt die Zeche ... naja, dann isst Otto-Normalverbraucher eben etwas weniger Kaviar.
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