Erwerbsunfähigkeit Psychische Leiden treiben immer mehr Arbeitnehmer in Frührente

Deutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente  - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus dem Beruf. Viele trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr. 

Depressionen: Neurentner mit psychischen Leiden sind im Schnitt 48,3 Jahre alt
DAK / Wigger

Depressionen: Neurentner mit psychischen Leiden sind im Schnitt 48,3 Jahre alt


Berlin - Immer mehr deutsche Arbeitnehmer geben ihren Beruf auf, weil sie unter psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen leiden: Im Vorjahr mussten sich bundesweit fast 71.000 Männer und Frauen wegen seelischer Störungen vor Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand verabschieden. 2009 waren es noch knapp 64.500 gewesen, die deshalb erstmals eine Erwerbsminderungsrente bekamen. Dies geht aus neuen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorlagen.

Psychische Krankheiten haben sich nach Angaben der DRV in den vergangenen zehn Jahren zum Hauptgrund für das unfreiwillige vorzeitige Ausscheiden aus dem Berufsleben entwickelt. Sie hätten 2010 bereits 39,3 Prozent der etwa 181.000 Fälle von verminderter Erwerbsfähigkeit verursacht. An zweiter Stelle stehen demnach Schwierigkeiten mit Skelett und Muskeln, gefolgt von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Arbeitnehmer werden dem Bericht zufolge immer früher so krank, dass sie nicht mehr arbeiten können: 1980 waren alle erwerbs- und berufsunfähigen Neurentner im Durchschnitt 56 Jahre alt. Heute sind sie etwas über 50, diejenigen mit psychischen Störungen sogar noch jünger, nämlich im Schnitt 48,3 Jahre. Gut 43 Prozent aller Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente lehnte die Rentenversicherung jedoch ab, weil die Voraussetzungen dafür fehlten, schreibt die Zeitung.

anr/dpa

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Kashban 17.10.2011
1. Energiehaushalt im Eimer
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente* - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus Beruf. Viele Menschen trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792117,00.html
Das kommt unter anderem davon, dass Menschen immer mehr zu Zahlen in der Statistik verkommen, rein leistungsbezogen und in jeder Sekunde beobachtet und bewertet. Kein Individuum hält das lange aus, ohne Schaden zu nehmen. Es fehlt der Raum, um wieder Energie zu tanken.
Plasmabruzzler 17.10.2011
2. Ursache/Wirkung
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente* - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus Beruf. Viele Menschen trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792117,00.html
Der Artikel geht anschaulich auf die Wirkung psychischer Leiden ein. Leider fehlt die Erläuterung der Ursachen. Wenn sich die Psyche auf den Beruf auswirkt - könnte also auch hier die Ursache liegen?
epigone 17.10.2011
3. Lehrerkrankheit ...
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente* - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus Beruf. Viele Menschen trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792117,00.html
Depression ist ein schweres Krankheitsbild - keine Frage. Aber wenn ich in mein Umfeld schaue, frage ich mich, ob da nicht insbesondere beamtete Arbeitnehmer besonders und unangemessen profitieren: - ein Dorf weiter eine kaum 40-jährige Sportlehrerin, die im Gymnasium (wie die Kinder sagen) den "Psycho" markierte, jetzt frühpensioniert ist, sich drei Pferde gekauft hat und jedem, der es nicht hören will erzählt, wie super es jetzt ihr geht; - oder ein Nachbar im Viertel (auch Lehrer ...) der erzählt, er sei von Orthopäde zu Orthopäde geeilt, um frühpensioniert zu werden ("Ich kenne jeden Orthopäden im Umkreis von 50 km") und am Ende beim Psychiater landete, der dann in die richtige Diagnose für den Ruhestand fand; - oder die Erfahrungen einer psychotherapeutische tätigen befreundeten Ärztin, deren kaum 50-jährige Patientin (Lehrerin) nach einem "Burn-Out" auf ein Gutachten über dauerhafte Dienstunfähigkeit drängt, Begründung auf Nachfrage: "Frau Doktor, ich will von meinem Leben noch mal was haben ..." Da wird m.E. mit einer Diagnose mal wieder Schindluder getrieben, am Ende geraten die wirklich Kranken in Misskredit, weil etlich auf dem gleichen Zug reisen.
calido46 17.10.2011
4. .
Ist aber auch immer wieder schön zu sehen wenn Kollegen, die wegen eines solchen Leidens in den Ruhestand gehen ganz plötzlich von diesem genesen, sobald sie die Firma verlassen haben! Und nachts als Wachleute arbeiten, obwohl sie jahrelang aufgrund ihrer Erkrankung keinen Schichtdienst mehr machen konnten. Na ja, es soll schon Wunderheilungen gegeben haben!
Phoenix2006 17.10.2011
5. Erwerbsunfähigkeit: Psychische Leiden treiben immer mehr Arbeitnehmer in Frührente
Zitat von sysopDeutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente* - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus Beruf. Viele Menschen trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792117,00.html
Ich habe mal eine wissenschaftliche Frage (Fachgebiet Arbeitsmedizin, Soziologie, Pyschologie) Warum werden solchen Erkenntnissen nicht mit itelligenten Gegenstategien entgegen getreten?
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