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Hohe Arbeitslosigkeit: EU beschließt Jobgarantie für Jugendliche

Binnen vier Monaten sollen Jugendliche künftig ein Jobangebot bekommen. Das sieht ein Beschluss der EU-Arbeitsminister vor. Ende 2012 war fast jeder vierte Bürger unter 25 Jahren arbeitslos.

Demonstranten in Madrid: In Spanien hat jeder zweite Jugendliche keinen Job Zur Großansicht
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Demonstranten in Madrid: In Spanien hat jeder zweite Jugendliche keinen Job

Brüssel - Die arbeitslosen Jugendlichen in der EU sollen künftig schneller Jobs oder Praktikumsplätze vermittelt bekommen. Die Arbeitsminister der EU-Länder beschlossen am Donnerstag eine Jobgarantie. Diese sieht vor, dass arbeitslose Jugendliche binnen vier Monaten ein Angebot bekommen müssen.

Die Jugendarbeitslosigkeit gehört derzeit zu den großen Sorgen der EU: Ende 2012 waren in den 27 Mitgliedstaaten mehr als 5,7 Millionen Menschen im Alter unter 25 Jahren arbeitslos, das sind mehr als 23 Prozent. In Krisenländern wie Griechenland und Spanien ist sogar mehr als jeder zweite Jugendliche ohne Job. In Portugal und Italien ist fast jeder Vierte betroffen. In Deutschland suchen dagegen viele Betriebe dringend Auszubildende. Deutschland hatte Ende des vergangenen Jahres nach EU-Angaben mit acht Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote bei jungen Menschen.

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso rief die Mitgliedstaaten auf, den Beschluss so schnell wie möglich umzusetzen. "Mit der Garantie haben junge Menschen eine wirkliche Chance auf eine bessere Zukunft", sagte der Portugiese. Demnach sollen die Mitgliedstaaten allen EU-Bürgern unter 25 Jahren garantieren, dass sie spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Angebot für eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz erhalten.

Während dies Länder wie Griechenland vor Schwierigkeiten stellen könnte, steht Deutschland vor anderen Problemen. "Wir suchen händeringend junge Menschen, die die offenstehenden Ausbildungsplätze und zum Teil Arbeitsplätze füllen", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). "Deshalb ist es so wichtig, innerhalb von Europa die Freizügigkeit zu nutzen." Die Bundesregierung bemühe sich darum, gut ausgebildete Fachkräfte aus anderen EU-Ländern anzuwerben.

cte/AFP

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