Währung in Gefahr Juncker warnt wegen des Euro vor Grenzkontrollen

Scheitert Schengen, scheitert auch der Euro: Das befürchtet EU-Kommissionspräsident Juncker. Die Mitgliedstaaten sollten trotz Flüchtlingskrise von Grenzkontrollen untereinander absehen.

Kommissionspräsident Juncker: Schengen immer offener hinterfragt
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Kommissionspräsident Juncker: Schengen immer offener hinterfragt


EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vor einer Gefährdung des Euro durch eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa gewarnt. Juncker sagte vor dem Europäischen Parlament in Straßburg, wenn der passfreie Schengenraum zerfalle, werde das politische Folgen für die gesamte Europäische Union haben, einschließlich der Eurozone.

"Wenn der Geist von Schengen unsere Länder und Herzen verlässt, werden wir mehr als Schengen verlieren", sagte der überzeugte Europapolitiker. "Eine gemeinsame Währung macht keinen Sinn, wenn Schengen scheitert."

Dem Abkommen zum Abbau von Personenkontrollen an den Binnengrenzen sind 22 EU-Länder und vier andere europäische Staaten (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island) beigetreten. Wegen der Flüchtlingskrise wird das Schengener Abkommen in einigen Mitgliedstaaten jedoch immer offener hinterfragt. Unter anderem die Schengenländer Deutschland und Schweden hatten vor wenigen Wochen wieder systematische Grenzkontrollen eingeführt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel knüpfte im Bundestag dagegen den Erhalt des Schengenraums an einen permanenten und verbindlichen Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in Europa. Die EU habe nötige Reformen des Asylrechts noch nicht durchgesetzt, sagte sie. Deshalb sei die Frage einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge und "die Bereitschaft zu einem permanenten Verteilungsmechanismus nicht irgendeine Petitesse, sondern die Frage, ob wir Schengen noch auf Dauer aufrecht erhalten können."

apr/Reuters/AP

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insgesamt 43 Beiträge
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mtk10 25.11.2015
1. Juncker hat Angst,
dass durch vermehrte Kontrollen kaum noch Schwarzgeldkoffer nach Luxemburg und Liechtenstein durchkommen. Juncker hat eine Aussage gemacht. Die Begründung fehlt leider.
spon-facebook-10000216344 25.11.2015
2. Na Prima
mehr wollen wir nicht. NordEuro bleibt, SüdEuro wertet ab wirkt als Abschreckung vor weiterer Zuwanderung da mindestens so schlecht wie die Heimatwährung. Etwas bessseres kann un nicht Passieren. Damit wäre das Griechenproblem für die kleinen Leute egal und und wir müssten nicht für den Süden haften. Zu schön um war zu sein.
lukapp 25.11.2015
3. Er hat schon recht
Bei scharfen Grenzkontrollen kann man nicht mehr so leicht einen Koffer voll Geld nach Lux schaffen. Wäre doch echt übel...
MurkselsOpfer 25.11.2015
4. Scheiter der Euro, scheitert die EU
Und wenn die Eu scheitert, haben eine ganze Menge Abzocker in Brüssel und Strassburg keinen Job mehr, der darin besteht, die Menschen auszubeuten und einzuenegen, ihnen ihre Freiheiten zu nehmen. Millionen von Menschen in Europa könnten ohne EU ihre wiedergewonnene Freiheit und Wohlstand geniessen. Es wird zeit, dass die EU Dikatatur zu Grabe getragen wird. Freiheit und Wohlstnd in einem Europa unter muslimischer Flagge wird es nicht geben.
mightyschneider 25.11.2015
5.
Fakt ist, dass Europa sehr viel mehr islamische Einwanderung benötigt, ich schätze ca. 15 Millionen jährlich. Am besten Menschen aus dem Orient, denn die retten unsere Demographie mit ihren Kindern, sanieren unseren maroden Sozialstaat und bereichern vor allem die verstaubte Kultur- und Wertelandschaft Europas. Europa ist bunt.
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