Wirtschaft


Kampf gegen Spekulanten: EU-Finanzminister segnen Anti-Zocker-Steuer ab

Die Strafsteuer gegen Zocker kann kommen: Agenturberichten zufolge hat die Mehrheit der EU-Finanzminister die sogenannte Finanztransaktionssteuer gebilligt. Elf europäische Länder wollen die Abgabe einführen - darunter Deutschland und Frankreich.

Euro-Zeichen: Finanzsteuer kann kommenZur Großansicht
DPA

Euro-Zeichen: Finanzsteuer kann kommen

Brüssel - Die Steuer hat einen komplizierten Namen - und soll eine Hauptursache der Finanzkrise von 2007 bekämpfen: Finanztransaktionssteuer wird die Abgabe genannt, sie ist sehr gering, wird aber bei jedem Finanzgeschäft fällig. Das schnelle Hin- und Herschieben von Wertpapieren soll so weniger rentabel werden. Wie die Steuer genau funktioniert, erfahren Sie hier.

Der Weg zur Finanztransaktionssteuer in Europa ist nun frei: Die 27 EU-Finanzminister gaben am Dienstag ihren Segen für die Einführung der Abgabe. Deutschland und zehn weitere EU-Länder hatten sich darauf geeinigt, sie einzuführen. Eine EU-weite Finanzsteuer war unter anderem am Widerstand von Ländern wie Großbritannien und Schweden gescheitert.

Immerhin billigten diese Länder nun die Initiative im kleinen Kreis von zunächst elf Ländern: Man habe eine qualifizierte Mehrheit für die Abgabe erreicht, hieß es in Diplomatenkreisen.

Wie die Finanzsteuer genau gestaltet wird, ist noch nicht klar. Dazu muss die EU-Kommission einen Vorschlag machen. Über den müssen dann aber nur noch die Staaten abstimmen, die die Steuer auf Börsengeschäfte auch tatsächlich einführen wollen.

ssu/AFP/dapd/dpa

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insgesamt 22 Beiträge
darthmax 22.01.2013
Wie sie genau gestaltet wird ist unklar, Hauptsache man hat eine. In Schweden wurde diese wieder abgeschafft, Spekulation ist alles was nicht gefällt, sonst nennt man es Handel.
Wie sie genau gestaltet wird ist unklar, Hauptsache man hat eine. In Schweden wurde diese wieder abgeschafft, Spekulation ist alles was nicht gefällt, sonst nennt man es Handel.
godfader 22.01.2013
Korrekt, in Schweden wurde die Steuer in den 90er Jahren eingeführt und dann brachte sie nur einen Bruchteil der erwarteten Einnahmen ein, weil das Handelsvolumen an andere Börsenplätze, z.B. London bzw. New York abgewandert ist. [...]
Korrekt, in Schweden wurde die Steuer in den 90er Jahren eingeführt und dann brachte sie nur einen Bruchteil der erwarteten Einnahmen ein, weil das Handelsvolumen an andere Börsenplätze, z.B. London bzw. New York abgewandert ist. Was übrigens der stinknormale Börsenhandel mit "Zockerei" zu tun hat ist mir unklar, die reisserische Schlagzeile hätte man sich auch sparen können.
Mo2 22.01.2013
Sehr geistreich. Wo lernt man so was, wo haben Sie studiert?
Zitat von darthmax... Spekulation ist alles was nicht gefällt, sonst nennt man es Handel.
Sehr geistreich. Wo lernt man so was, wo haben Sie studiert?
Ich bin sicher, die Haendler in London lassen mal wieder die Champagner-Korken knallen... Frankfurt ist als internationaler Finanzplatz gerade einmal wieder etwas unattraktiver geworden. Diese Steuer trifft den armen deutschen [...]
Ich bin sicher, die Haendler in London lassen mal wieder die Champagner-Korken knallen... Frankfurt ist als internationaler Finanzplatz gerade einmal wieder etwas unattraktiver geworden. Diese Steuer trifft den armen deutschen Michel, nicht den internationalen Spekulanten. Aber die Politiker lassen sich feiern, und der dumme Waehler merkt gar nicht, dass er in Wirklichkeit diese Steuer zahlt, wenn er denn seine Belegschaftsaktien verkauft.
FreeEurope 22.01.2013
"Die Steuer hat einen komplizierten Namen - und soll eine Hauptursache der Finanzkrise von 2007 bekämpfen" Die Welt ist so einfach für die LInke: die bösen Banken waren es! Gleichzeitig schimpft die Linke über das [...]
"Die Steuer hat einen komplizierten Namen - und soll eine Hauptursache der Finanzkrise von 2007 bekämpfen" Die Welt ist so einfach für die LInke: die bösen Banken waren es! Gleichzeitig schimpft die Linke über das "Spardiktat" - und meint damit das die Neuverschuldung der Staaten erhöht werden soll. Wenn dann die SChulden nicht wieder zurückgezahlt werden können - dann sind wieder die Banken Schuld.
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  • Dienstag, 22.01.2013 – 13:12 Uhr
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