Brüssel - Die Steuer hat einen komplizierten Namen - und soll eine Hauptursache der Finanzkrise von 2007 bekämpfen: Finanztransaktionssteuer wird die Abgabe genannt, sie ist sehr gering, wird aber bei jedem Finanzgeschäft fällig. Das schnelle Hin- und Herschieben von Wertpapieren soll so weniger rentabel werden. Wie die Steuer genau funktioniert, erfahren Sie hier.
Der Weg zur Finanztransaktionssteuer in Europa ist nun frei: Die 27 EU-Finanzminister gaben am Dienstag ihren Segen für die Einführung der Abgabe. Deutschland und zehn weitere EU-Länder hatten sich darauf geeinigt, sie einzuführen. Eine EU-weite Finanzsteuer war unter anderem am Widerstand von Ländern wie Großbritannien und Schweden gescheitert.
Immerhin billigten diese Länder nun die Initiative im kleinen Kreis von zunächst elf Ländern: Man habe eine qualifizierte Mehrheit für die Abgabe erreicht, hieß es in Diplomatenkreisen.
Wie die Finanzsteuer genau gestaltet wird, ist noch nicht klar. Dazu muss die EU-Kommission einen Vorschlag machen. Über den müssen dann aber nur noch die Staaten abstimmen, die die Steuer auf Börsengeschäfte auch tatsächlich einführen wollen.
ssu/AFP/dapd/dpa
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