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Gesetzentwurf: EU will Grundrecht auf Girokonto

Ohne Girokonto kommt man kaum an einen Handyvertrag oder eine Wohnung, rund 30 Millionen europäische Bürger sind dadurch benachteiligt. Laut "Süddeutscher Zeitung" will die EU-Kommission nun Banken per Gesetz verpflichten, jedem Kunden ein Konto anzubieten.

Geldautomat: 30 Millionen volljährige EU-Bürger haben kein Konto Zur Großansicht
DPA

Geldautomat: 30 Millionen volljährige EU-Bürger haben kein Konto

Hamburg - Jeder EU-Bürger soll künftig ein Recht auf ein Bankkonto haben. Das geht aus einem Gesetzentwurf vor, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") am Dienstag zitiert.

Vorgelegt habe den Entwurf Michel Barnier, EU-Kommissar für den europäischen Binnenmarkt, heißt es in dem Bericht. Ziel sei es, dass alle Bürger gleichermaßen von den Vorteilen des europäischen Binnenmarkts profitieren.

Derzeit haben 30 Millionen volljährige EU-Bürger kein Bankkonto - und sind dadurch in vieler Hinsicht benachteiligt. So ist ein Girokonto meist die Voraussetzung, um eine Wohnung zu mieten oder einen Handy- oder Internetvertrag abzuschließen. Auch günstige Einkäufe im Internet sind ohne Konto kaum möglich.

Laut dem "SZ"-Bericht soll das Konto für jedermann lediglich "grundsätzlich nötige Buchungen" ermöglichen. Sprich: Zahlungseingänge und Abbuchungen, und das auch nur solange das Konto im Plus bleibe. Die Kontoführung solle möglichst gebührenfrei angeboten werden - oder zu einem sehr geringen Preis.

In Deutschland gibt es einen entsprechenden Vorstoß bereits. Dort haben sich die Banken selbst verpflichtet, ein Konto für jedermann anzubieten. Auf Guthabenbasis.

ssu

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insgesamt 45 Beiträge
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1. Vorbild Deutschland?
Grossbong 05.03.2013
"Dort haben sich die Banken selbst verpflichtet, ein Konto für jedermann anzubieten." Das ist die Theorie. Die Realität sieht leider anders aus, wie jeder Verbraucherschützer oder Schuldnerberater weiß. Großbanken, aber aich viele große Sparkassen wollen mit diesen Klientel nichts zu tun haben. Soziale Diskriminierung nennt man das. Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Selbstverpflichtung mit der Verbände verbindliche Gesetze verhindern wollen, häufig nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. die ganze Diskussion ist sowieso kaum verständlich. Wenn ein Konto auf Guthabenbasis geführt wird, worin besteht dann das Risiko?
2. Das
steinaug 05.03.2013
werden die Kunden bezahlen müssen, die bereits ein Konto haben.
3.
Scorpio2002 05.03.2013
Zitat: "In Deutschland gibt es einen entsprechenden Vorstoß bereits. Dort haben sich die Banken selbst verpflichtet, ein Konto für jedermann anzubieten" Und was soll sich dann an der jetzigen Situation ändern? Brauchen wir jetzt umbedingt noch ein Gesetz, das den status quo festschreibt? Und nur am Rande erwähnt gab es das auch schon vor der Selbstverpflichtung zur Führung eines "Jedermanns-Kontos", nannte sich davor einfach nur "Bürgerkonto";darüber hinuas gibt es in den meisten Bundesländern bereits einen gesetzlich normierten Kontrahierungszwang für Sparkassen. Aber wie heißt es so schön doppelt hält besser - also her mit dem Gesetzentwurf.
4. hahaha
trevorcolby 05.03.2013
Es gibt Leute, die nicht mit einem Konto umgehen können. Ferner erschließt sich mir der Kontraktionszwang nicht.
5. optional
ocdc 05.03.2013
grundrecht auf bargeldzahlung wäre auch nicht schlecht!
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