Gegen Protektionismus EU beginnt Gespräche über Freihandelsabkommen mit Australien

Australien will seine Grenzen "für die größten Märkte der Welt öffnen": Die EU - bislang zweitgrößter Handelspartner des Landes - hat großes Interesse an einem Handelsabkommen.

Frachter vor der Skyline von Sidney (Archiv)
REUTERS

Frachter vor der Skyline von Sidney (Archiv)


Autralien und die Europäische Union nehmen ein Freihandelsabkommen ins Visier. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström traf am Montag zu entsprechenden Verhandlungen in Australien ein. Bei ihrem Besuch wollte sie unter anderem mit Premierminister Malcolm Turnbull und Mitgliedern der australischen Regierung zusammenkommen.

Handelsminister Steven Ciobo unterstrich die Bedeutung des Abkommens. "Wir öffnen die Tür für die größten Märkte der Welt", sagte er. Die EU ist mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar (64,5 Milliarden Euro) Australiens zweitgrößter Handelspartner nach China.

Umgekehrt ist Australien zwar ein interessanter Exportmarkt für EU-Unternehmen, hat allerdings auch aufgrund der enormen geografischen Entfernung bislang nur geringe Bedeutung. So lag Australien unter allen Zielländern deutscher Exporte im vergangenen Jahr mit Ausfuhren in Höhe von 9,5 Milliarden Euro auf Rang 28. Zum Vergleich: Deutschlands Exporte in die USA belaufen sich auf 111,5 Milliarden Euro.

Der US-Handel ist allerdings bedroht, seit Präsident Donald Trump mit Zöllen auf EU-Produkte droht, allen voran importierte Autos.



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