Euro-Krise: Ackermann fordert Rettungsschirm von bis zu 1,5 Billionen Euro
Die Euro-Staaten wollen den Rettungsschirm mit einer Schlagkraft von rund einer Billion Euro ausstatten - doch das könnte nach Ansicht von Josef Ackermann zu wenig sein: Öffentlich sprach der Deutsche-Bank-Chef von einem erforderlichen Volumen von bis zu 1,5 Billionen Euro.
Hamburg - Darf's noch ein bisschen mehr sein? Auf mehr als eine Billion Euro soll der Rettungsschirm EFSF ausgeweitet werden, beschlossen die Regierungschefs der Euro-Staaten auf dem bislang letzten Krisengipfel Ende Oktober. Nun hat sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann für einen noch größeren Rettungsschirm ausgesprochen: Das Volumen müsse zwischen 1,0 und 1,5 Billionen Euro betragen, sagte Ackermann am Dienstagabend bei einer Rede in der Hamburger Handelskammer.
"Wir sind in einer ganz, ganz schwierigen Situation", sagte Ackermann mit Blick auf die Staatsschuldenkrise. Das hohe Volumen des Rettungsschirms sei zur Zwischenfinanzierung notwendig. Es müsse gelingen, Griechenland so zu strukturieren, dass es seine Schulden wieder alleine tragen könne. Andere europäische Länder wie Italien müssten ihre Haushalte konsolidieren, um die Glaubwürdigkeit an den Märkten zurückzugewinnen. Die angeschlagenen Länder müssten zudem ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Auf der Versammlung "Eines Ehrbaren Kaufmanns" (VEEK) der Handelskammer Hamburg war der Bankmanager am Dienstagabend während seiner Rede von Anhängern der "Occupy"-Bewegung unterbrochen worden.
fdi/dapd/dpa-AFX
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