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Euro-Krise Stunde der Wahrheit für Europas Wunderwährung

EZB-Zentrale in Frankfurt: Europa ringt um eine robuste FinanzverfassungZur Großansicht
dpa

EZB-Zentrale in Frankfurt: Europa ringt um eine robuste Finanzverfassung

6. Teil: Wie wahrscheinlich ist ein EWF?

Die Skepsis gegenüber der Idee eines EWF ist groß. "Ich glaube nicht, dass man mit dieser Form technokratischer Regulierung weit kommt", sagt etwa Kai Konrad, Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht. Auch Klaus Zimmermann, Chef des Wirtschaftsinstituts DIW, hält es für wenig sinnvoll, "eine weitere Organisation einzurichten, die vor sich hin funktioniert".

Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank, fürchtet gar, dass ein EWF den Stabilitätspakt weiter aushöhlen könnte. Weil auf der einen Seite Regeln für solide Staatsfinanzen etabliert und auf der anderen mit dem EWF Mechanismen geschaffen würden für den Fall des Regelbruchs. "Das macht das System von vorneherein weniger glaubwürdig."

Hinzu kommt ein ganz anderes Problem: Der Aufbau eines EWF wird Jahre dauern. Will man wirklich ein Pendant zum IWF schaffen, müsste dafür wohl sogar der Vertrag von Lissabon nochmals aufgeschnürt werden. Jede Veränderung an dem Kontrakt, der die Grundlage der EU darstellt, erfordert aber Einstimmigkeit, entsprechende Parlamentsbeschlüsse in allen Mitgliedstaaten - in Irland würde sogar eine Volksabstimmung fällig.

Will man diese Hürde umgehen und etwa einen Vertrag nach dem Beispiel des Schengener Abkommens zur Beseitigung von Grenzkontrollen schließen, müssten die Euro-Länder bei der Schlagkraft des EWF Abstriche machen. Aus Deutschland würde dann trotzdem noch Ärger drohen: Denn das Bundesverfassungsgericht hat bereits klar gemacht, dass die Übertragung weiterer Kompetenzen an die EU Probleme aufwerfen dürfte.

Allen Hindernissen zum Trotz will EU-Währungskommissar Olli Rehn bis Juni ein Konzept für einen EWF ausarbeiten. Allerdings sei dies nur ein denkbares Instrument von vielen, ließ der Kommissar bereits mitteilen. Auch in anderen Euro-Ländern gibt man sich verhalten. "Ich sehe keine Notwendigkeit, dass die Mitgliedsländer wirtschaftspolitische Kompetenzen an eine europäische Institution abgeben", sagte etwa die irische Vizepräsidentin und Wirtschaftsministerin Mary Coughlan dem "Handelsblatt". Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde erklärte, der Vorschlag habe für die Euro-Länder keine Priorität.

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insgesamt 864 Beiträge
mitwisser 18.03.2010
Europa demokratisieren ! Weniger Beamte, mehr Transparenz. weniger Klüngel und "Weglobungen". Solange die EU den Bürger als Gegner und Zahler sieht, wird der Wunsch der Bevölkerung nach Nationalstaaten und eigener [...]
Zitat von sysopNach dem Drama in Griechenland fragen sich EU und Euro-Zone, wie man ähnliche Desaster künftig verhindern kann. Ideen dafür gibt es reichlich. Viele allerdings sind Schaumschlägerei. Und nur wenige können das grundlegende europäische Dilemma wirklich lösen. Was also tun in Europa?
Europa demokratisieren ! Weniger Beamte, mehr Transparenz. weniger Klüngel und "Weglobungen". Solange die EU den Bürger als Gegner und Zahler sieht, wird der Wunsch der Bevölkerung nach Nationalstaaten und eigener Währung zunehmen. Die aktuellen protektionistischen Handlungen und Vorschläge lassen ja ahnen, wohin die Reise gehen kann - trotz des Europäischen Gedankens! Die Menschen haben den Euro fast überall abgelehnt, Kohl und Konsorten haben ihn dennoch eingeführt. In Deutschland hat er die Kaufkraft der Menschen halbiert und die Skepsis bzgl. EU und der versammelten Abzocker-Inkompetenz wurde bestätigt. Solange die EU ein großes Versorgungswerk für mittelmäßige Politiker ist, wird kaum ein EU-Bürger für diesen Moloch sein. In der UDSSR schaffte man solch einen Moloch ab und wir lassen zu, daß eine kleine Clique diesen seit Jahren erweitert - auf Kosten unserer Bürgerrechte! Jetzt müssen wir auch noch feststellen, daß diese Tagträumer keinen Plan B für den Euro haben. Das ist kriminell. M.M. wird der Euro crashen und der Europäische Gedanke wird in die 50 er Jahre zurückkatapultiert. Hoffe mal. daß wenigstens kein Blut fließt.
rolli 18.03.2010
Es gab mal das Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Damals eine bich praktikable Version, aber unter den heutigen Gesichtspunken vielleicht hoffähig geworden. Allerdings würde dann D. in keine der Geschwindigkeiten [...]
Zitat von sysopNach dem Drama in Griechenland fragen sich EU und Euro-Zone, wie man ähnliche Desaster künftig verhindern kann. Ideen dafür gibt es reichlich. Viele allerdings sind Schaumschlägerei. Und nur wenige können das grundlegende europäische Dilemma wirklich lösen. Was also tun in Europa?
Es gab mal das Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Damals eine bich praktikable Version, aber unter den heutigen Gesichtspunken vielleicht hoffähig geworden. Allerdings würde dann D. in keine der Geschwindigkeiten passen. Wir haben den Turo-Kapitalismus unter der Motorhaube, und keiner in Europa will seine Bürger so ausnehmen und abzocken wie es in D. möglich ist.
frubi 18.03.2010
Die EU auflösen und jeder kriegt seine Währung wieder. Das mit der EU können wir dann in 30-50 Jahren nochmal in einer anderen, weniger bürokratischen und mehr demokratischen Form, nochmal versuchen.
Zitat von sysopNach dem Drama in Griechenland fragen sich EU und Euro-Zone, wie man ähnliche Desaster künftig verhindern kann. Ideen dafür gibt es reichlich. Viele allerdings sind Schaumschlägerei. Und nur wenige können das grundlegende europäische Dilemma wirklich lösen. Was also tun in Europa?
Die EU auflösen und jeder kriegt seine Währung wieder. Das mit der EU können wir dann in 30-50 Jahren nochmal in einer anderen, weniger bürokratischen und mehr demokratischen Form, nochmal versuchen.
Robert B. 18.03.2010
Das was ich schon die ganze Zeit schreibe. Reset. Die jetzige EU auflösen. Neustart mit nur wenigen Mitgliedern. D,A,F, Benelux und die Skandinavier in eine Union. Und Ende.
Zitat von sysopNach dem Drama in Griechenland fragen sich EU und Euro-Zone, wie man ähnliche Desaster künftig verhindern kann. Ideen dafür gibt es reichlich. Viele allerdings sind Schaumschlägerei. Und nur wenige können das grundlegende europäische Dilemma wirklich lösen. Was also tun in Europa?
Das was ich schon die ganze Zeit schreibe. Reset. Die jetzige EU auflösen. Neustart mit nur wenigen Mitgliedern. D,A,F, Benelux und die Skandinavier in eine Union. Und Ende.
pl-pitt 18.03.2010
In der Tat eine schicksalsträchtige Frage, die eigentlich nach dem gesunden Menschenverstand beantwortet werden muss. Die EU ist ein geldverschlingendes und unberechenbares Monster!!! Deshalb sollte die EU auf die ursprünglichen [...]
In der Tat eine schicksalsträchtige Frage, die eigentlich nach dem gesunden Menschenverstand beantwortet werden muss. Die EU ist ein geldverschlingendes und unberechenbares Monster!!! Deshalb sollte die EU auf die ursprünglichen 16 Staaten wieder reduziert werden. Die einfachste Lösung ist aber, die Wahnidee von einem vereinigten Europa endlich aufzugeben. Auch aus diesem Grund sollte der Euro zerschlagen werden, er ist der grösste Volksbetrug, eine reine Abzocke-Währung. Jedes einzelne Land der ursprünglichen 16 Staaten stand ohne die EU und ohne den Euro finanziell wesentlich besser da. Aber die EU Bürokraten sehen das natürlich nicht ein, denn sie sind ausrangierte und in die EU abgeschobene Parlamentarier der einzelnen Länder mit sehr fetten Löhnen für "Nichtstuer". In meinem Fall habe ich mit dem Euro pro Monat ca. 150 Euro (umgerechnet) weniger Rente, für die Lebenshaltungskosten muss ich heute aber ca. 40% mehr zahlen! Gerade das ist der Betrug mit dem Euro. Warum machen die Politiker in Deutschland nicht eine Vergleichsrechnung DM zu Euro? Dann käme sehr schnell an das Tageslicht, dass sich auch mit dem Euro die finanzielle Situation in Deutschland wesentlich verschlechtert hat. Nur, dazu fehlt der Mut oder der Sachverstand.
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Vertrag von Lissabon
EC
Um mehr Kontinuität in die Arbeit der EU zu bringen, wird die Europäische Union künftig einen ständigen Ratspräsidenten haben. Er soll zweieinhalb Jahre den Europäischen Rat leiten. Zusätzlich gibt es weiterhin eine alle sechs Monate unter den Staaten rotierende Präsidentschaft.

Der IWF
Gegründet wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) zusammen mit seiner Schwesterinstitution Weltbank im Juli 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods. Der in Washington ansässige Fonds wacht als Sonderorganisation der Vereinten Nationen über die Währungspolitik seiner 186 Mitgliedsländer. Jedes Land muss entsprechend seinem Anteil an der Weltwirtschaft eine Einlage leisten und verfügt über entsprechende Stimmrechte. Die reichsten Länder haben damit den größten Einfluss.



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