Von Stefan Schultz
Grundannahmen des Szenarios
Was sind die Folgen?
Schon das Ausscheiden eines Staates wie Griechenland aus dem Euro hätte nach Ansicht von HWWI und PwC katastrophale Folgen. Kredite müssten sofort abgeschrieben werden. Garantien, die andere EU-Länder Griechenland im Rahmen der Rettungspakete gewährt haben, würden fällig. Das würde die Haushalte der Geberländer enorm belasten. Auch Banken müssten hohe Summen abschreiben, manchen würde die Pleite drohen. Spekulationen über den Austritt weitere Krisenstaaten aus der Euro-Zone würden einsetzen - dem Währungsraum droht der komplette Zerfall.
Wie realistisch ist das Szenario?
HWWI und PwC halten einen Zusammenbruch der Währungsunion durchaus für möglich. Nach Griechenland habe die Krise auf immer mehr Länder übergegriffen, das Marktvertrauen sei immer weiter gesunken. Inzwischen müsse die Europäische Zentralbank verstärkt italienische Staatsanleihen kaufen, um das hochverschuldete Land zu stützen, und selbst Frankreich, die zweitgrößte Wirtschaft der Euro-Zone, wurde von Rating-Agenturen herabgestuft. Wenn es aber großen Volkswirtschaften wie Italien nicht mehr gelingt, die eigenen Schulden zu finanzieren, könnte kein Rettungsschirm mehr den Zerfall der Euro-Zone aufhalten.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Staat & Soziales | RSS |
| alles zum Thema Euro-Krise | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH