23 Milliarden Euro Zypern bestätigt erhöhten Finanzbedarf

Zypern braucht deutlich mehr Geld als bislang vorgesehen. Statt 17,5 Milliarden Euro sind nun laut Regierung 23 Milliarden Euro nötig, um das Land vor der Pleite zu bewahren. Den Mehrbedarf muss das Land selbst decken.

Parlament in Nikosia: "Wie sind wir dahin gekommen?"
DPA

Parlament in Nikosia: "Wie sind wir dahin gekommen?"


Nikosia - Der Verbleib in der Euro-Zone wird für Zypern teurer als zunächst gedacht. Statt insgesamt 17,5 Milliarden Euro seien nun 23 Milliarden Euro nötig, um das Land vor der Pleite zu bewahren, teilte die zyprische Regierung am Donnerstag in Nikosia mit. Zypern hatte nach langen Verhandlungen Ende März von den Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zehn Milliarden Euro Hilfe zugesagt bekommen, den Rest sollte das Land selbst aufbringen.

Es stimme, dass Zypern im November den Finanzbedarf mit ungefähr 17,5 Milliarden Euro beziffert habe, sagte Regierungssprecher Christos Stylianides. "Die Zahl liegt fortan bei 23 Milliarden Euro." Schuld sei die Vorgängerregierung, so der Sprecher. "Wie sind wir dahin gekommen? Es war die Angst vor Verantwortung und Entscheidungen der vorherigen Regierung."

Im Zuge seiner Rettung muss Zypern nun eine deutlich größere Summe selbst aufbringen. Insgesamt braucht Zypern den Angaben zufolge zwischen dem zweiten Quartal 2013 und dem ersten Quartal 2016 23 Milliarden Euro. Davon kommen:

  • 9 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds ESM,
  • 1 Milliarde vom Internationalen Währungsfonds und
  • 13 Milliarden von Zypern selbst.

Die Regierung in Nikosia hatte sich vor wenigen Wochen mit seinen internationalen Geldgebern auf die Milliardenhilfen verständigt. Ursprünglich sollte Zypern rund sieben Milliarden Euro an dem Rettungsprogramm aufbringen. Aufgrund des erhöhten Bedarfs verdoppelt sich der Eigenanteil Zyperns nahezu.

cte/AFP

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insgesamt 48 Beiträge
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sinngemäß 11.04.2013
1. Welch Wunder
Auch Zypern bestätigt mal wieder alle Vermutungen und ist mit der "angeblichen" Fehleinschätzung nicht der letzte Staat. Würden die wahren Zahlen immer konkret auf den Tisch gelegt werden dann müsste man damit rechnen weniger Fürsprecher auf seine Seite ziehen zu können. Die ganze EU lebt von dieser Scheibchentaktik, würde alles Bekannte offenbart werden so wären die Menschen, insbesondere Deutsche, wohl kaum bereit weiterhin dem Euro die Stange zu halten. Zypern hätten wir leicht verschmerzen können. Schade
autor 11.04.2013
2. Jetzt geht ein Land also offiziell bankrott
Es wird nicht das letzte Land sein, das in diesen Jahren bankrott geht und nicht nur umschuldet, sondern die Schuldenrückzahlung verweigert. Sogar das so hoch als wirtschaftlich stark gelobte Deutschland wird seine Dauerschulden in Höhe von bald einem Jahressozialprodukt unmöglich jemals korrekt, also anders als über Inflation, zurückzahlen können. Die auch von Journalisten verbreitete Vorstellung, eine Weltwirtschafts- sei nur eine große Konjunkturkrise, die wieder von allein verschwinde, ist Unsinn.
wkoker 11.04.2013
3. Da staunt man.
Woher nehmen - wenn nicht stehlen? Wahrscheinlich wird man Mittel und Wege finden,um nochmal einen Nachschlag vom Rettungsfond zu erhalten.Wetten,dass ?
gliese581c 11.04.2013
4. Zypern bestätigt erhöhten Finanzbedarf
NEIN - wäre hätte das gedacht. Ihr werdet euch noch wundern: 5% plus X für die Alternative für Deutschland.
pewibe 11.04.2013
5. Ha Ha Ha
... hat denn irgendjemand geglaubt, nur 1 Mensch auf dem Planeten das es anders kommt??? Man stelle sich folgende Meldung vor: Zypern bestätigt geringeren Finanzbedarf. Statt 17,5 Milliarden werden "nur" 12 Miliarden benötigt und straft alle Kritiker ab. Wobei, 12 Milliarden wäre auch ein stolzes Sümmchen... 12.000 000 000,00 €
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