Euro-Krisenfonds: Welche Folgen ein Nein von Bratislava hätte
5. Teil: Gibt es eine Alternative, den Krisenfonds aufzustocken?
Es bieten sich zwei Alternativen an: Entweder müssten die anderen Euro-Staaten den ursprünglich eingeplanten Anteil der Slowakei übernehmen. Dieser liegt bei weniger als 0,5 Prozent. In Zahlen heißt das: Zum geplanten aufgestockten Volumen von 780 Milliarden Euro steuert das osteuropäische Land gerade einmal 3,5 Milliarden Euro bei.
Oder die anderen 16 Euro-Länder würden es akzeptieren, dass die Garantiesumme nicht wie geplant von 440 auf 780 Milliarden Euro aufgestockt wird, sondern um einen etwas geringeren Betrag.
yes
- 1. Teil: Welche Folgen ein Nein von Bratislava hätte
- 2. Teil: Wäre der Rettungsschirm bei einer Ablehnung am Ende?
- 3. Teil: Was wird aus der Reform des Rettungsschirms?
- 4. Teil: Welche anderen Folgen hätte ein Nein?
- 5. Teil: Gibt es eine Alternative, den Krisenfonds aufzustocken?
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- Dienstag, 11.10.2011 – 09:02 Uhr
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Umstrittener sind die Folgen für Griechenland: Einige Ökonomen halten eine Pleite für die beste Option. Denn die Schuldenlast des Landes würde vermindert, die Zinsbelastung im Haushalt würde sinken, und die Tilgungsverpflichtungen dürften abnehmen. Als endgültige Lösung für die Schuldenkrise gilt eine Pleite aber keineswegs, denn die Griechen müssten ihre laufenden Ausgaben trotzdem ihren Einnahmen anpassen. Sonst häufen sie weiter Schulden an. Der Teufelskreis wäre nicht durchbrochen. Außerdem blieben griechische Banken bei einer Pleite auf Forderungen sitzen. Das Bankensystem im Land könnte kollabieren.
Für Griechenland könnte es der wirtschaftliche Zusammenbruch sein. Ohne Euro müsste das Land wieder seine alte Währung Drachme einführen, die vermutlich eine drastische Abwertung erfahren würde. Über billigere Produkte würde dies zwar der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Athens zugutekommen. Viel schwerwiegender wäre aber, dass zugleich die in Euro aufgenommenen Altschulden drastisch steigen würden. Das wäre allerdings nicht der Fall, wenn es vorher zu einer Pleite gekommen wäre.
Hinzu kommt, dass das Land seine Staatsausgaben mangels Kreditfähigkeit nur aus seinen Einnahmen finanzieren könnte. Die Folge wäre ein vermutlich noch viel stärkerer Abschwung als bisher.
Auch für die Euro-Zone hätte ein Austritt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verheerende Folgen. An den Finanzmärkten würden wohl schnell andere finanzschwache Länder unter Druck geraten, der sogenannte Domino-Effekt könnte eintreten. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen entsprechender Länder würden drastisch steigen und die jeweiligen Länder ähnlich wie Griechenland an den Rand der Zahlungsunfähigkeit führen. Letztlich könnte so der gesamte Währungsraum ins Wanken geraten.
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Fläche: 49.033 km²
Bevölkerung: 5,379 Mio.
Hauptstadt: Bratislava
Staatsoberhaupt:
Ivan Gasparovic
Regierungschef: Robert Fico
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