Kampf gegen Bankenkrise Euro-Rettungsschirm ESM segnet Zypern-Hilfen ab

Die Rettung Zyperns ist einen wichtigen Schritt vorangekommen: Der Euro-Rettungsschirm ESM hat ein zehn Milliarden Euro schweres Rettungspaket für das Land abgesegnet. Schon im Mai soll die erste Tranche der Hilfen fließen.

COOP Bank in Nikosia: Zehn Milliarden Euro Hilfsgeld
DPA

COOP Bank in Nikosia: Zehn Milliarden Euro Hilfsgeld


Luxemburg - Der Gouverneursrat des Euro-Rettungsschirms ESM hat die Hilfen für den kriselnden Inselstaat Zypern abgesegnet. Zypern erhalte insgesamt eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro, teilte der ESM am Mittwoch in Luxemburg mit. Davon kämen rund neun Milliarden Euro aus dem ESM und eine Milliarde Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Dies hatten die Euro-Finanzminister bereits Ende März beschlossen, das ESM-Gremium musste den Beschluss noch formal bestätigen.

Das Hilfspaket soll Zypern vor der Staatspleite bewahren; im Gegenzug dafür muss Zypern strikte Sparauflagen einhalten. Die erste ESM-Tranche soll im Mai ausgezahlt werden.

Nach den bisherigen Plänen soll etwa ein Viertel der Summe genutzt werden, um mittlere und kleinere Banken mit frischem Kapital auszustatten. Der Rest ist für den finanziellen Bedarf und die Tilgung von mittel- und langfristigen Staatsschulden vorgesehen. Die Gelder werden laut ESM ausdrücklich nicht für die beiden größten Geldhäuser des Landes (Bank of Cyprus und Laiki Bank) verwendet, die abgewickelt oder restrukturiert werden.

ssu/dpa-AFX



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fxstangel 24.04.2013
1. Wir brauchen einen Regierungswechsel!
Wir sind das Volk. Wir sind der Souverän und Wir brauchen einen Regierungswechsel. Diese Euro-Rettungspolitik zerstört den Euro. Hubert Aiwanger und seine FREIEN WÄHLER liefern das einzige tragfähige Konzept. vgl. http://www.youtube.com/watch?v=xDk4rlXQCi8 [Teil 1/2] http://www.youtube.com/watch?v=S_cHNGEL5eM [Teil 2/2] Die AfD sind nur Theoretiker oder am rechten Rand. Das ist keine Alternative.
hansjoki 25.04.2013
2. wieder einmal
werden die Rettungsgelder unter die Banken und an den Staatskämmerer "gestreut". In keinem der Sätze dieses Artikel konnte ich auch nur ein einziges Wort von einer möglichen Investition in die Zukunft des Landes erkennen - aber nur ewige Träumer hoffen noch auf positive und ehrliche Absichten der EU-Weihnachtsmänner...
gaviota 25.04.2013
3. Die unendliche Geschichte der Verschuldungs-Union
Der Spaltpilz Euro gehört abgeschafft. Statt Frieden zu schaffen, wie man es den Deutschen immer noch erzählt, schürt die Mißgeburt Gemeinschafts-Währung Hass und Angst. Hoffentlich wird daraus nicht Massenarmut und Krieg. Der geordnete Ausstieg aus dem Pleite-Euro ist unsere Pflicht.
thorsten wulff 25.04.2013
4. Luxemburg, Tranche, ESM
Mir wird Schlecht wenn ich diese Worte höre. Weg mit dem Euro.
zypriotin 25.04.2013
5. objektiver Journalismus
Dieses Foto des Artikels is so was von irrefuehrend. Es gibt den Eindruck dass taeglich die Menschen vor den Banken Schlangen stehen. Das war teilweise nur in den ersten 1-2 Tagen so, die Bankfilialen arbeiten jetzt nicht heftiger als woanders in Europa oder gar sonst in Zypern. Der Spiegel kann nicht vom objektiven Journalismus reden.
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