Luxemburg - Der Gouverneursrat des Euro-Rettungsschirms ESM hat die Hilfen für den kriselnden Inselstaat Zypern abgesegnet. Zypern erhalte insgesamt eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro, teilte der ESM am Mittwoch in Luxemburg mit. Davon kämen rund neun Milliarden Euro aus dem ESM und eine Milliarde Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Dies hatten die Euro-Finanzminister bereits Ende März beschlossen, das ESM-Gremium musste den Beschluss noch formal bestätigen.
Das Hilfspaket soll Zypern vor der Staatspleite bewahren; im Gegenzug dafür muss Zypern strikte Sparauflagen einhalten. Die erste ESM-Tranche soll im Mai ausgezahlt werden.
Nach den bisherigen Plänen soll etwa ein Viertel der Summe genutzt werden, um mittlere und kleinere Banken mit frischem Kapital auszustatten. Der Rest ist für den finanziellen Bedarf und die Tilgung von mittel- und langfristigen Staatsschulden vorgesehen. Die Gelder werden laut ESM ausdrücklich nicht für die beiden größten Geldhäuser des Landes (Bank of Cyprus und Laiki Bank) verwendet, die abgewickelt oder restrukturiert werden.
ssu/dpa-AFX
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