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Euro-Wunder: Griechenland entdeckt Milliardenschatz

Mögen die Zeiten noch so mies sein - die lebensfrohen Griechen sind immer für eine Überraschung gut. Zwar zahlen die Euro-Partner ihre nächsten Hilfen später aus als gedacht. Doch die Pleite kann die Regierung erst mal abwenden. Denn sie hat einen Milliardenschatz entdeckt.

Griechischer Finanzminister Venizelos: "Bis Mitte November gibt es kein Problem" Zur Großansicht
AP

Griechischer Finanzminister Venizelos: "Bis Mitte November gibt es kein Problem"

Athen/Luxemburg - Manchmal müssen sich selbst die Beobachter die Augen reiben, die noch immer glauben, den Überblick in der europäischen Schuldenkrise zu haben: Seit Wochen hieß es, Griechenland laufe die Zeit davon, für lange Diskussionen und Prüfungen sei eigentlich keine Zeit mehr. Wenn bis Mitte Oktober kein Geld nach Athen geflossen sei, dann müsse es endgültig heißen: Insolvenz, die erste!

Doch davon ist plötzlich keine Rede mehr. Als der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, am Dienstag verkündete, die Regierung in Athen könne erst im November mit den nächsten Milliarden aus dem Hilfspaket rechnen, blieb der Aufschrei aus Athen aus. Überraschender noch: Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos verkündete, seine Regierung habe ja eh noch bis Mitte November Geld, um Löhne und Renten zu zahlen. "Bis Mitte November - das ist klar - gibt es kein Problem", sagte er.

Wie bitte?! Wie kann sich in einem Land, das eigentlich pleite ist, plötzlich das Geld so wundersam vermehren? So genau weiß das wohl niemand. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Aus Regierungskreisen in Athen verlautete, es sei eine letzte Geldreserve von 1,5 Milliarden Euro aufgetaucht. Diese stamme aus einem Banken-Stabilisierungsfonds, der im Zuge der Krise 2008 aufgelegt worden war.

Ob die Griechen die Reserve selbst entdeckt haben oder ob die internationalen Prüfer von EU und Internationalem Währungsfonds bei der Schatzsuche halfen, ist nicht überliefert. Zumindest wollen sich die Kontrolleure die Haushaltslage in Griechenland ganz genau anschauen. Die EU hatte erklärt, die Auszahlung weiterer Hilfsgelder werde aufgeschoben, weil mehr Zeit zur Prüfung der Athener Spar- und Reformbemühungen benötigt werde. Vielleicht tauchen ja noch ein paar Milliarden Euro auf.

mmq/dpa

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insgesamt 147 Beiträge
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1. Oh man
Berta, 04.10.2011
nu haben die die deutschen UBoote an die Russen weiter verkloppt.
2. *Kopfschütteln*
Orthoklas 04.10.2011
Unfassbar ist das! Haben die Griechen denn überhaupt keine Ahnung von ihren Finanzen?! Wer weiß, was da noch alles auftaucht...
3. !
unterländer 04.10.2011
Zitat von sysopMögen die Zeiten noch so mies sein -*die lebensfrohen Griechen sind immer für eine Überraschung gut.*Zwar zahlen die Euro-Partner*ihre nächsten*Hilfen später aus als gedacht. Doch die Pleite kann die Regierung erst mal abwenden. Denn sie*hat einen*Milliardenschatz entdeckt.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,789861,00.html
Oh Mann, das ist besser als jede Soap. Da fleht der griechische Premierminister tränenreich auf Knien in den Euro-Ländern um Geld, während seine Bandenmitglieder zuhause feixend das Tafelsilber verstecken. Möglicherweise ist die Troika doch zu etwas nütze, wenn sie nun die Schauspieler und Trickser in Athen etwas genauer unter die Lupe nimmt.
4. Déja Vu ... :-)
Micha_R3 04.10.2011
*lol* - Das erinnert mich an dieses köstliche Bildchen: (Originaltext: Das in Griechenland nach ihrem Geld suchende Europa fand auch seinen Weg in das "humoristische Volksblatt" Kikeriki vom 5.9.1897") http://images.derstandard.at/2011/09/30/1317036706208.jpg Aus dem Artikel des österreichischen "Der Standard" http://derstandard.at/1317018922424/Geschichtsstunde-Griechenland-pleite-Na-und---gabs-schon-oefter
5. aja
DJ Doena 04.10.2011
Bitte bitte gebt uns Geld. Wenn nicht sind wir absolut und unwiederruflich pleite. Wir verhungern. Sorry Auszahlung verzögert sich. Kein Problem, wir haben noch eine Barreserve gefunden. Aber dann sind wir auch ganz bestimmt endgültig pleite und brauchen externes Geld! Und wenn sich die Zahlung nochmals verzögert? "Finden" sie dann wieder Geld?
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