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Tiefster Wert seit 2011: In der Eurozone sinkt die Arbeitslosigkeit

Ford-Produktion im spanischen Valencia Zur Großansicht
Getty Images

Ford-Produktion im spanischen Valencia

Nicht nur Deutschland meldet gute Zahlen vom Arbeitsmarkt. In der gesamten Eurozone gab es so wenige Menschen ohne Job wie seit 2011 nicht mehr.

Der europäische Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Im Januar waren 16,65 Millionen Menschen in den 19 Staaten der Eurozone ohne Job. Das waren 105.000 weniger als noch im Monat zuvor, die Arbeitslosenquote liegt nun bei 10,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gar um 1,445 Millionen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Damit liegt die Arbeitslosenquote in der Eurozone so niedrig wie seit August 2011 nicht mehr. In der Europäischen Union insgesamt sank die Quote um 0,1 Punkte auf 8,9 Prozent, das entspricht 21,79 Millionen Menschen ohne Arbeitsplatz.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU verzeichnete Deutschland mit 4,3 Prozent - obwohl die Zahl der Menschen ohne Job in der Bundesrepublik wie üblich im Januar gestiegen war. Im Februar hingegen - in Deutschland traditionell der Monat mit den höchsten Arbeitslosenzahlen - sank die Arbeitslosigkeit in Deutschland leicht auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren, wie am Vormittag bekannt wurde. Die Bundesagentur für Arbeit gibt die Arbeitslosenquote mit 6,6 Prozent erheblich höher an, weil die deutschen Statistiker andere Methoden nutzen als die EU-Kollegen, die eine internationale Definition verwenden.

Jugendarbeitslosigkeit weiter sehr hoch

Nach internationalem Standard haben nach Deutschland Tschechien mit 4,5 Prozent und Großbritannien mit 5,1 Prozent im Januar mit die niedrigsten Arbeitslosenquoten.

Trotz der positiven Entwicklung ist die Lage in den von der Eurokrise schwer getroffenen Staaten Südeuropas weiterhin schwierig. In Griechenland betrug die Arbeitslosenquote laut den aktuell verfügbaren Zahlen aus dem November 24,6 Prozent. Mit 20,5 Prozent war die Quote im Januar auch in Spanien noch auf eine sehr hohen Niveau.

Besonders betroffen von der hohen Arbeitslosigkeit im Süden der Eurozone sind die Jugendlichen. Im gesamten Währungsraum lag die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit im Januar bei 22 Prozent, das entspricht 3,04 Millionen Menschen unter 25 Jahren. Auch hier sind Griechenland und Spanien mit Quoten von zuletzt 48 und 45 Prozent am stärksten betroffen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist allerdings nicht unmittelbar vergleichbar mit der Gesamtquote - die Statistiker klammern zum Beispiel Studenten aus der Gruppe der berücksichtigten Personen aus.

fdi/dpa

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