Jahresauftakt Wirtschaft in der Eurozone wächst langsamer

Streiks, die Grippe und schlechtes Wetter haben Forschern zufolge das Wachstum in der Eurozone gebremst. Überdurchschnittlich gut entwickelte sich die Wirtschaft in Spanien.

Passanten mit Einkaufstaschen (Archiv)
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Passanten mit Einkaufstaschen (Archiv)


Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn deutlich verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat laut einer vorläufigen ersten Schätzung mit. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 2,5 Prozent.

In den drei vorangehenden Quartalen war die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent gewachsen. Zuletzt hatte sich eine Reihe von wirtschaftlichen Frühindikatoren abgeschwächt.

Grippewelle und Streiks behindern Wachstum

Gründe für das geringere Wachstumstempo nannte Eurostat noch nicht. Forschungsinstituten zufolge setzten in einigen Ländern Streiks, schlechtes Wetter und ungewöhnlich hohe Krankheitsausfälle wegen der Grippewelle den Unternehmen zu. Zugleich dürfte die Aufwertung des Euro die Exporte gedämpft haben, da dadurch Waren in anderen Währungsräumen teurer werden.

In den einzelnen Ländern fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Spanien schaffte ein überdurchschnittliches Wachstum von 0,7 Prozent, während Frankreich ebenso wie Italien auf 0,3 Prozent kam. Die erste Schätzung für Deutschland wird erst am 15. Mai erwartet. Auch hier rechnen Experten mit einem verlangsamten Wachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent, nachdem es Ende 2017 noch zu 0,6 Prozent gereicht hatte.

brt/dpa/Reuters

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