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Excalibur-Deal Bundesbank will Lehman-Papiere an Finanzriesen verkaufen

Ein möglicher Deal der Bundesbank sorgt für Aufsehen: Laut "Financial Times" will das Institut im großen Stil Immobilienpapiere der insolventen US-Bank Lehman Brothers abstoßen, auf denen es noch immer sitzt. Das Geschäft wird als Zeichen gewertet, dass Investoren wieder mehr Risiken eingehen.

London - Der Crash von Lehman Brothers hat viele betroffen - sogar die grundsolide Deutsche Bundesbank. Jetzt aber hat die deutsche Notenbank offenbar eine Möglichkeit gefunden, Altlasten abzustoßen. Laut einem Bericht der "Financial Times" will die Bundesbank Immobiliendarlehen der zusammengebrochenen US-Investmentbank verkaufen.

Der Wert des Pakets: rund 1,8 Milliarden Euro. Der Name: Excalibur. Deutschlands Notenbank habe zugestimmt, die Hälfte des Excalibur-Portfolios an den Finanzinvestor Lone Star zu veräußern, berichtet die Zeitung am Donnerstag. Sie beruft sich auf anonyme Quellen und auf einen Bericht des Informationsdienstes CoStar News. Der Deal werde als Zeichen gesehen, dass Investoren wieder bereits seine, größere Risiken einzugehen.

Es sei allerdings noch unklar, wie viel Lone Star für die Darlehen auf den Tisch legen werde. Die beiden Parteien seien aber bereits einer Einigung über den Verkauf des restlichen Portfolios nahe. Lehman war 2008 auf dem Gipfel der Finanzkrise zusammengebrochen. Die Bank nutzte laut "FT" das Excalibur-Portfolio als Pfand, um von der Europäischen Zentralbank Liquidität zu erhalten.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es: "Die Bundesbank nutzte laut "FT" das Excalibur-Portfolio als Pfand, um von der Europäischen Zentralbank Liquidität zu erhalten." Tatsächlich aber hatte Lehman das Portfolio als Pfand hinterlegt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

ssu/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
bmehrens 19.01.2012
Welcher Wert soll das sein? Der aktuelle Wert? - Falls ja, wie war denn der Ankaufswert? Interessanter ist die Information, welcher VERLUST der Bundesbank aus diesem "DEAL" entsteht.
Zitat von sysopEin möglicher Deal der Bundesbank sorgt für Aufsehen: Laut "Financial Times" verkauft will Institut im großen Stil Immobilienpapiere der insolventen US-Bank Lehman Brothers abstoßen, auf denen es noch immer sitzt. Das Geschäft wird als Zeichen gewertet, dass Investoren wieder mehr Risiken eingehen. Excalibur-Deal: Bundesbank will Lehman-Papiere an Finanzriesen verkaufen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,809991,00.html)
Welcher Wert soll das sein? Der aktuelle Wert? - Falls ja, wie war denn der Ankaufswert? Interessanter ist die Information, welcher VERLUST der Bundesbank aus diesem "DEAL" entsteht.
plemplem 19.01.2012
"Der Crash von Lehman Brothers hat viele betroffen - sogar die grundsolide Deutsche Bundesbank." Liebe Spiegelredaktion, hier findet ja eine ganz klare Verwischung zwischen redaktionellem Teil und Werbung statt. Ich [...]
"Der Crash von Lehman Brothers hat viele betroffen - sogar die grundsolide Deutsche Bundesbank." Liebe Spiegelredaktion, hier findet ja eine ganz klare Verwischung zwischen redaktionellem Teil und Werbung statt. Ich hoffe die o.g. Krisengewinnlerbank hat Euch angemessen für Eure Servilität entlohnt.
karlo 19.01.2012
Dieser Artikel (bzw. Meldung) wirft gleich einen ganzen Batzen an Fragen auf: 1. Wenn Lehman das Portofolio als Pfand hinterlegt hat, um von der EZB Geld zu leihen - wie kommt dann die Bundesbank in Besitz dieses [...]
Dieser Artikel (bzw. Meldung) wirft gleich einen ganzen Batzen an Fragen auf: 1. Wenn Lehman das Portofolio als Pfand hinterlegt hat, um von der EZB Geld zu leihen - wie kommt dann die Bundesbank in Besitz dieses "Pfands"? 2. War das eine einmalige Aktion oder nach welchem internen Regelwerk kommt sowas zustande? 3. Oder fungierte/fungiert die Bundesbank etwa zusätzlich als "Bad Bank", in die stillschweigend toxische Assets von Geschäfts-/Investmentbanken verschoben wurden - oder noch werden? 4. Welche weiteren Schrottpapiere schlummern noch in der Bundesbank-Bilanz? 5. Mit der Herabsetzung der Sicherheitsleistung für klamme Banken seitens der EZB im Dezember 2011: welche und in welcher Höhe muß die Bundesbank ggf. derartige Hinterlegungen (noch, wieder) einlagern? Oder anders gefragt: finden sich demnächst z.B. etwa notleidende spanische Immobilienkredit-Bündel bei der Bundesbank, die der EZB eventuell ebenfalls als Sicherheit hinterlegt wurden? 6. Darf der geneigte Leser darauf hoffen, daß SPON derartigen Fragen nachspürt?
die Wirtschaftsnachrichten nicht verfolgt. Die EZB ist inzwischen eine BAD BANK und die Bundesbank ist an dieser BAD BANK zu einem großem Anteil beteiligt. Der Schrott der EZB ist der Schrott der Bundesbank und damit der Schrott [...]
Zitat von karloDieser Artikel (bzw. Meldung) wirft gleich einen ganzen Batzen an Fragen auf: 1. Wenn Lehman das Portofolio als Pfand hinterlegt hat, um von der EZB Geld zu leihen - wie kommt dann die Bundesbank in Besitz dieses "Pfands"? 2. War das eine einmalige Aktion oder nach ....
die Wirtschaftsnachrichten nicht verfolgt. Die EZB ist inzwischen eine BAD BANK und die Bundesbank ist an dieser BAD BANK zu einem großem Anteil beteiligt. Der Schrott der EZB ist der Schrott der Bundesbank und damit der Schrott des Steuerzahlers/Bundesbürgers.
karlo 19.01.2012
meinen Sie denn jetzt? In der deutschsprachigen Presse war das Excalibur-Projekt jedenfalls bis zum heutigen Tag kein Thema, schon gar kein spektakuläres, auch nicht bei SPON. Verständlich irgendwo, geht es bei dem Deal ja [...]
Zitat von geistigmoralischewendedie Wirtschaftsnachrichten nicht verfolgt. Die EZB ist inzwischen eine BAD BANK und die Bundesbank ist an dieser BAD BANK zu einem großem Anteil beteiligt. Der Schrott der EZB ist der Schrott der Bundesbank und damit der Schrott des Steuerzahlers/Bundesbürgers.
meinen Sie denn jetzt? In der deutschsprachigen Presse war das Excalibur-Projekt jedenfalls bis zum heutigen Tag kein Thema, schon gar kein spektakuläres, auch nicht bei SPON. Verständlich irgendwo, geht es bei dem Deal ja doch nur um "peanuts" und inzwischen werden andernorts ganz andere Summen gedreht. Im hektischen Nachrichtenkarussell der vergangenen Monate kann so was schon mal leicht untergehen. Aber verstehe ich Sie richtig, daß Sie die Informationslücken eines Artikels dem Leser eines solchen zuschreiben möchten? Da Sie anscheinend so eifrig die Wirtschaftsnachrichten verfolgen und daher überaus informiert sein müssten - bitte, lassen Sie uns nicht dumm sterben, teilen Sie Ihr Wissen mit uns anderen, klären Sie uns auf! So Sie denn wissen und nicht nur den Anschein erheben, es zu tun, sondern statt dessen eher nur irgendetwas meinen. Im Zweifelsfall, irgendetwas zu wissen ;-) MfG Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber was ich weiß, kann ich im Zweifelsfall auch belegen. Und nicht nur behaupten.
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