London - Der Crash von Lehman Brothers hat viele betroffen - sogar die grundsolide Deutsche Bundesbank. Jetzt aber hat die deutsche Notenbank offenbar eine Möglichkeit gefunden, Altlasten abzustoßen. Laut einem Bericht der "Financial Times" will die Bundesbank Immobiliendarlehen der zusammengebrochenen US-Investmentbank verkaufen.
Der Wert des Pakets: rund 1,8 Milliarden Euro. Der Name: Excalibur. Deutschlands Notenbank habe zugestimmt, die Hälfte des Excalibur-Portfolios an den Finanzinvestor Lone Star zu veräußern, berichtet die Zeitung am Donnerstag. Sie beruft sich auf anonyme Quellen und auf einen Bericht des Informationsdienstes CoStar News. Der Deal werde als Zeichen gesehen, dass Investoren wieder bereits seine, größere Risiken einzugehen.
Es sei allerdings noch unklar, wie viel Lone Star für die Darlehen auf den Tisch legen werde. Die beiden Parteien seien aber bereits einer Einigung über den Verkauf des restlichen Portfolios nahe. Lehman war 2008 auf dem Gipfel der Finanzkrise zusammengebrochen. Die Bank nutzte laut "FT" das Excalibur-Portfolio als Pfand, um von der Europäischen Zentralbank Liquidität zu erhalten.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es: "Die Bundesbank nutzte laut "FT" das Excalibur-Portfolio als Pfand, um von der Europäischen Zentralbank Liquidität zu erhalten." Tatsächlich aber hatte Lehman das Portfolio als Pfand hinterlegt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
ssu/Reuters
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