Export China ist wichtigster Lieferant Deutschlands

China findet zu alter Stärke zurück. Die Wirtschaft dürfte Prognosen zufolge in diesem Jahr um bis zu elf Prozent zulegen. Auch Deutschland trägt zu der rasanten Entwicklung bei: Laut "Bild" exportiert die Volksrepublik so viel in die Bundesrepublik wie sonst kein anderes Land.

Hafen im chinesischen Yangshan: DVD-Spieler und Laptops für Deutschland
AP

Hafen im chinesischen Yangshan: DVD-Spieler und Laptops für Deutschland


Peking - Droht Chinas Wirtschaftswachstum doch kein Rückschlag? Nach Meinung eines Experten dürfte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zumindest doch nicht so sehr abkühlen wie bisher befürchtet. Im Gegenteil: Dank einer stabilen Entwicklung im zweiten Halbjahr rechne er für das Gesamtjahr mit einem Plus von zehn bis elf Prozent, sagte Zhang Yutai, der das staatliche Development Research Centre leitet.

Der Chef der Expertenkommission ist damit wesentlich zuversichtlicher als viele andere Volkswirte. Diese hatten ihre Prognosen zuletzt meist auf ein Wirtschaftswachstum zwischen neun und zehn Prozent gesenkt. Ihren Pessimismus begründeten sie damit, dass die jüngsten Konjunkturprogramme auslaufen werden und weniger Geld in den Immobilienmarkt gesteckt wird.

Auch offizielle Stellen sind konservativer in ihren Schätzungen: So erwartet die Volksrepublik ein Wachstum von rund 9,5 Prozent. Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft um 10,3 Prozent und zu Jahresanfang um 11,9 Prozent.

Deutschland kauft Waren im Wert von 65 Milliarden Euro aus China

Einen entscheidenden Anteil an dem starken Wachstum des neuen Exportweltmeisters hat Deutschland. So kauft die Bundesrepublik laut "Bild" in diesem Jahr Waren im Wert von rund 65 Milliarden Euro aus der Volksrepublik. Peking ist damit zum wichtigsten Lieferanten Deutschlands aufgestiegen, heißt es in dem Bericht, der sich auf Daten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beruft.

Längst geht es nach DIHK-Angaben nicht mehr nur um billige Textilien und Spielzeug, die China nach Deutschland liefert. Hauptartikel seien zunehmend Elektrogeräte wie Handys, Laptops und DVD-Spieler.

China lässt wegen seiner schlechten Energiebilanz 2000 Fabriken schließen

Der Preis für das rasante Wachstum Chinas ist allerdings hoch. Die Regierung in Peking hat angesichts der energieintensiven Produktion im Land mit großen Umweltproblemen zu kämpfen. Jetzt will sie bis Ende September mehr als 2000 veraltete Fabriken mit schlechter Energiebilanz schließen lassen. Betroffen sind unter anderem die Stahl-, Zement- und Aluminiumindustrie, wie das Industrieministerium mitteilte. Ein Fünfjahresplan zur Verbesserung der Energieeffizienz war nach Behördenangaben nicht erfolgreich.

Die betroffenen Fabriken verlieren bis Ende kommenden Monats ihre Zertifikate für den Schadstoffausstoß, erhalten keinen Strom mehr und Banken dürfen mit ihnen keine Geschäfte mehr machen, wie das Ministerium am Sonntag mitteilte. Betroffen sind mit jeweils mehr als 200 Produktionsstätten vor allem die Provinzen Henan in Zentralchina und Shaanxi im Norden des Landes.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur hat China die USA im vergangenen Jahr als größten Energieverbraucher der Welt überholt. Wegen seiner großen Bevölkerungszahl liegt die Volksrepublik beim Pro-Kopf-Verbrauch aber weiter hinter den USA.

yes/Reuters/apn



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
androgyn 09.08.2010
1. Denn Geiz Ist Geil!
Ich habe in keinem Land wo ich jemals gearbeitet habe so etwas gesehen wie in Deutschland. Hier wohnt der Geiz ist Geil Kunde. Und da Alle immer alles billiger haben wollen-> Her damit aus China. Das Deutschland da ganz vorne ist, ist unschwer in den Ramschläden zu erkennen. (Mein Sommerzelt für 39,- Euro ist übrigens einfach zusammengeklappt. Der 7 Euro Ratschkasten hat bereits die 10er Nuß in Verlust weil gebrochen). Macht nix. Geiz macht Geil?!
offenes Auge 09.08.2010
2. Klar wir können das runtermachen...
doch gehe durch Spielzeugläden. Nenn mir ein Teil was nicht aus China kommt. Ich selbst bin selbstständig in der Automobilbranche, habe eine Tischlerei, Dreherei... Viele Maschinen sind Österreichisches Gedankengut. Gefertigt alles China. Man kann das nicht zerreden. Wenn China und davon gehe ich aus. Genug Innovationen hat, machen die Ihr Land zu, die Firmen fliegen raus und dann steigen die auf ganz hohen Level ein und kippen jeden Preis. Vorhersehbar ist dies schon lange. Wollen wir es sehen?? Nein! Wir schauen nur noch auf Lifestyle… und selbst diese Eifone kommen von denen. Wirtschaftsmacht hin oder her. Wir könnten eine Sein. Denn wir bezahlen 9 Millionen Menschen, dass sie nichts machen. Erfahrungen von Menschen die über 50 sind werden nicht mehr genutzt… Wir haben einfach vergessen was der Ursprung Made in Germany war. Qualität, Langlebigkeit, Präzision…. Am innovativsten war unser Land, als es mit dem Rücken zur Wand stand. Vielleicht müssen wir erst dort wieder hin um uns nicht klein zu reden. Aber unsere Mitbewerber steht’s im Auge behalten. Und deren Erfolge würdigen. Das ist der erste Schritt. Dann neue Wege zu gehen ist der 2te. Nur der wird oft durch unsere legale Korruption (Handwerkskammern…) zugestellt. Der Mut zur Tat, der fehlt uns. Ich selbst streiche in einem Jahr hier in Deutschland die Segel und wandere aus. Denn es gibt noch Länder, wo wenn man etwas kann, dies auch ausüben darf. Ohne zich Meisterbriefe zu haben. Zu handeln, dass ist der Weg. Auf Worte müssen Taten folgen. Nur so geht es voran.
offenes Auge 09.08.2010
3. Klar wir können das runtermachen...
doch gehe durch Spielzeugläden. Nenn mir ein Teil was nicht aus China kommt. Ich selbst bin selbstständig in der Automobilbranche, habe eine Tischlerei, Dreherei... Viele Maschinen sind Österreichisches Gedankengut. Gefertigt alles China. Man kann das nicht zerreden. Wenn China und davon gehe ich aus. Genug Innovationen hat, machen die Ihr Land zu, die Firmen fliegen raus und dann steigen die auf ganz hohen Level ein und kippen jeden Preis. Vorhersehbar ist dies schon lange. Wollen wir es sehen?? Nein! Wir schauen nur noch auf Lifestyle… und selbst diese Eifone kommen von denen. Wirtschaftsmacht hin oder her. Wir könnten eine Sein. Denn wir bezahlen 9 Millionen Menschen, dass sie nichts machen. Erfahrungen von Menschen die über 50 sind werden nicht mehr genutzt… Wir haben einfach vergessen was der Ursprung Made in Germany war. Qualität, Langlebigkeit, Präzision…. Am innovativsten war unser Land, als es mit dem Rücken zur Wand stand. Vielleicht müssen wir erst dort wieder hin um uns nicht klein zu reden. Aber unsere Mitbewerber steht’s im Auge behalten. Und deren Erfolge würdigen. Das ist der erste Schritt. Dann neue Wege zu gehen ist der 2te. Nur der wird oft durch unsere legale Korruption (Handwerkskammern…) zugestellt. Der Mut zur Tat, der fehlt uns. Ich selbst streiche in einem Jahr hier in Deutschland die Segel und wandere aus. Denn es gibt noch Länder, wo wenn man etwas kann, dies auch ausüben darf. Ohne zich Meisterbriefe zu haben. Zu handeln, dass ist der Weg. Auf Worte müssen Taten folgen. Nur so geht es voran.
tubaner 09.08.2010
4. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf: Bitte geben Sie einen Tit
Zitat von androgynIch habe in keinem Land wo ich jemals gearbeitet habe so etwas gesehen wie in Deutschland. Hier wohnt der Geiz ist Geil Kunde. Und da Alle immer alles billiger haben wollen-> Her damit aus China. Das Deutschland da ganz vorne ist, ist unschwer in den Ramschläden zu erkennen. (Mein Sommerzelt für 39,- Euro ist übrigens einfach zusammengeklappt. Der 7 Euro Ratschkasten hat bereits die 10er Nuß in Verlust weil gebrochen). Macht nix. Geiz macht Geil?!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Warum kaufen Sie sich denn nicht ein qualitativ hochwertiges Zelt und einen Ratschkasten aus dem Fachmarkt? Lieber sich selbstgefällig über die anderen aufregen, die es genau so machen.
R Panning, 09.08.2010
5. x
Zitat von offenes Augedoch gehe durch Spielzeugläden. Nenn mir ein Teil was nicht aus China kommt. Ich selbst bin selbstständig in der Automobilbranche, habe eine Tischlerei, Dreherei... Viele Maschinen sind Österreichisches Gedankengut. Gefertigt alles China. Man kann das nicht zerreden. Wenn China und davon gehe ich aus. Genug Innovationen hat, machen die Ihr Land zu, die Firmen fliegen raus und dann steigen die auf ganz hohen Level ein und kippen jeden Preis. Vorhersehbar ist dies schon lange. Wollen wir es sehen?? Nein! Wir schauen nur noch auf Lifestyle… und selbst diese Eifone kommen von denen. Wirtschaftsmacht hin oder her. Wir könnten eine Sein. Denn wir bezahlen 9 Millionen Menschen, dass sie nichts machen. Erfahrungen von Menschen die über 50 sind werden nicht mehr genutzt… Wir haben einfach vergessen was der Ursprung Made in Germany war. Qualität, Langlebigkeit, Präzision…. Am innovativsten war unser Land, als es mit dem Rücken zur Wand stand. Vielleicht müssen wir erst dort wieder hin um uns nicht klein zu reden. Aber unsere Mitbewerber steht’s im Auge behalten. Und deren Erfolge würdigen. Das ist der erste Schritt. Dann neue Wege zu gehen ist der 2te. Nur der wird oft durch unsere legale Korruption (Handwerkskammern…) zugestellt. Der Mut zur Tat, der fehlt uns. Ich selbst streiche in einem Jahr hier in Deutschland die Segel und wandere aus. Denn es gibt noch Länder, wo wenn man etwas kann, dies auch ausüben darf. Ohne zich Meisterbriefe zu haben. Zu handeln, dass ist der Weg. Auf Worte müssen Taten folgen. Nur so geht es voran.
Gerade die Automobilbranche hat die letzten 10-20 Jahre im Grunde verpennt. Was da als "innovation" gefeiert wurde war in meinen Augen in der Regel allenfalls Design. Wo sind denn die neuen Antriebskonzepte? Dümpeln fast alle noch vor sich hin. Wenn man irgendwann "genug" innovation haben könnte, müsste es Deutschland doch blendend gehen. Wir waren doch angeblich mal hoch innovativ. China kann nicht irgendwann "zu" machen und dann sind sie "innovativ". Das ist ein fortlaufender Prozess und sie sind es auf einigen Gebieten jetzt schon. Ja aber nicht, weil China innovativ ist, sondern weil man dort mit den preiswerten Arbeitskräften und den laxen Umweltauflagen so schön produzieren kann. Wollen wir das hier auch wieder? Ist DAS "innovativ"? Tja, da kann sich unsere ach so flexible Industrie mal dran setzen. Aber da kommt nix bei raus. Da wird nach dem Staat geschrien, daß er entweder die Leute für die Unternehmen qualifizieren soll, oder aber gefälligst Menschenmaterial aus anderen Länder heranzuschaffen hat. Zumindest tröten das die Herren und Damen vom BDI und anderer "Interessenvertretungen" der Industrie. Daß denen das nicht peinlich ist. naja, auch der Bürger kauft ja anders, bzw die ganze Werbung ist auch nicht mehr darauf ausgelegt. Will ja auch keiner die Schrankwand 20 Jahre behalten, oder das Spielzeug, oder den Computer. Das wäre ja auch ...pst.... Innovationsfeindlich. Welches ist denn das gelobte Land in diesem Fall? Daß hier zu viel auf Papiere gestarrt wird, da stimme ich ja völlig zu. Sowohl bei den Behörden als auch(!) bei den Unternehmen. Aber jedes Land hat seinen Problemmix. Es ist anderswo halt nur ein anderer.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.