Aufschwung im globalen Handel Deutsche Exporte steigen auf Rekordhoch

Der deutsche Außenhandel hat im März neue Rekorde aufgestellt. Die Exporteure haben so gute Geschäfte gemacht wie noch nie in einem Monat. Die guten Zahlen könnten Spannungen mit den USA verschärfen.

Container im Hamburger Hafen
DPA

Container im Hamburger Hafen


Der Boom im deutschen Außenhandel geht weiter. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, stiegen die Exporte auf 118,2 Milliarden Euro, die Importe auf 92,9 Milliarden Euro. Das sind jeweils monatliche Rekordwerte.

Im Vergleich zu Februar ergibt sich auf der Ausfuhrseite ein Anstieg um 0,4 Prozent, die Einfuhren erhöhten sich um 2,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Wachstumsraten zweistellig. Unter dem Strich ergibt sich ein Überschuss der Exporte über die Importe von 25,4 Milliarden Euro.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hält für das Gesamtjahr 2017 ein Exportplus von drei Prozent für möglich. Die Weltkonjunktur hat sich zuletzt deutlich belebt. Es bleiben aber Risiken wie eine Abschottung des US-Marktes unter Präsident Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens.

Der Internationale Währungsfonds kritisiert die hohen deutschen Exportüberschüsse schon lange. Die daraus resultierenden Ungleichgewichte seien ein Problem für die Weltwirtschaft, argumentiert der IWF. Trump hatte das Thema mehrfach aufgegriffen. Ihn stört vor allem, dass die Deutschen mehr in den USA verkaufen als die Amerikaner in Deutschland. Der US-Präsident hat mehrfach mit Strafzöllen zum Schutz der US-Wirtschaft gedroht.

ssu/dpa/Reuters



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