Exportschwäche US-Außenhandelsdefizit erreicht halbe Billion

Die USA verzeichnen ein massives Minus im Außenhandel: Im vergangenen Jahr fiel das Minus der Exporte im Vergleich zu den Importen um ein Drittel größer aus als 2009. Das liegt vor allem an den rasant steigenden Einfuhren aus China.


Washington - Der Export ist stabil. Doch gestiegene Importe sorgen dafür, dass das US-Außenhandelsdefizit 2010 massiv gestiegen ist. Die Einfuhren übertrafen die Exporte um 498 Milliarden Dollar, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Damit fiel das Defizit um ein Drittel größer aus als 2009.

Das Handelsdefizit bedeutet nicht nur für die Amerikaner ein Problem: Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, drohen eine Dollar-Abwertung und Verwerfungen an den Finanzmärkten.

Hauptgrund für das Ungleichgewicht sind die stark gestiegenen Einfuhren aus China: Mit 364,9 Milliarden Dollar erreichten sie ein Rekordniveau, während sich die Ausfuhren in die Volksrepublik auf nur rund 91 Milliarden Dollar beliefen. Auch im Handel mit der Europäischen Union importieren die USA weit mehr Waren als sie exportieren - das Defizit beträgt hier fast 80 Milliarden Dollar.

Die US-Importe von Waren und Dienstleistungen stiegen 2010 um 19,7 Prozent auf 2,3 Billionen Dollar, die Exporte um 16,6 Prozent auf 1,8 Billionen Dollar. US-Präsident Barack Obama will die Exporte bis 2013 verdoppeln, um für mehr Wachstum zu sorgen.

cte/Reuters

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Ernst August 11.02.2011
1. Adam Riese und die FED/USA
Zitat von sysopDie USA verzeichnen ein massives Minus im Außenhandel: Im vergangenen Jahr fiel das Minus der Exporte im Vergleich zu den Importen um ein Drittel größer aus als 2009. Das liegt vor allem an den rasant steigenden Einfuhren aus China. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,745051,00.html
Vor Allem aber liegt das daran das sie außer Waffen und Computertechnik kaum was für den Weltmarkt anzubieten haben. Weiterhin liegt das natürlich daran das der Aufschwung in den USA trotz der investierten Falschgeldbillionen nicht stattfindet denn nach europäischer Rechung gab es letztes Jahr nur einen Zuwachs im Bereich um 0,3% (trotz der Billionen) statt der verkündeten ca. 3%. US Zahlen/Bilanzen inklusive des BIP sind Kunstzahlen die zu untersuchen Europa bald nötig haben wird bevor Adam Riese als Retter aus demn Grab steigen muß und das selbst tut. Würden die USA z.b. ihre Arbeitslosenzahlen nach europäischen Maßstäben berechnen kämen sie locker auf mindestens 18%. Da aber auch unsere Zahlen um einige Prozentpunkte geschönt sind dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in den USA aktuell bei über 22,5% liegen (sagen jedenfalls Experten die Adam Riese noch kennen und denen auch der Spruch über Statistiken bekannt ist.)
Progressor 11.02.2011
2. Einfache Lösung
Feste Wechselkurse einführen, die die Leitungsbilanz der USA zum Ausgleich bringen.
rockhudson 11.02.2011
3. .
Zitat von Ernst AugustVor Allem aber liegt das daran das sie außer Waffen und Computertechnik kaum was für den Weltmarkt anzubieten haben. Weiterhin liegt das natürlich daran das der Aufschwung in den USA trotz der investierten Falschgeldbillionen nicht stattfindet denn nach europäischer Rechung gab es letztes Jahr nur einen Zuwachs im Bereich um 0,3% (trotz der Billionen) statt der verkündeten ca. 3%. US Zahlen/Bilanzen inklusive des BIP sind Kunstzahlen die zu untersuchen Europa bald nötig haben wird bevor Adam Riese als Retter aus demn Grab steigen muß und das selbst tut. Würden die USA z.b. ihre Arbeitslosenzahlen nach europäischen Maßstäben berechnen kämen sie locker auf mindestens 18%. Da aber auch unsere Zahlen um einige Prozentpunkte geschönt sind dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in den USA aktuell bei über 22,5% liegen (sagen jedenfalls Experten die Adam Riese noch kennen und denen auch der Spruch über Statistiken bekannt ist.)
Ein riesiger Teil des Exportes Chinas sind doch gerade US-Firmen, die in China produzieren... Könnten Sie das mal vorrechnen? Im Übrigen muss man dazu schon anmerken, daß es in den USA bei den 15-25-jährigen gerade sehr starke Babyboom-Jahrgänge gibt die auf den Arbeitsmarkt drängen während Europa genau die gegenteilige Situation hat, z.b. gibt es in der Stadt Suhl 710 70-jährige und 210 17-jährige. Ähnliche Zahlenverhältnisse gibt es in fast allen ostdeutschen Städten. Auf diese Weise kann man natürlich auch die Arbeitslosigkeit senken...
bristolbay 11.02.2011
4. Entindustrialisierung
Zitat von sysopDie USA verzeichnen ein massives Minus im Außenhandel: Im vergangenen Jahr fiel das Minus der Exporte im Vergleich zu den Importen um ein Drittel größer aus als 2009. Das liegt vor allem an den rasant steigenden Einfuhren aus China. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,745051,00.html
Dies ist das klare Ergebnis einer entindustrialisierten Gesellschaft. Von nichts kann nichts mehr kommen. Nachdem man selbst Dienstleistungen nach Indien oder wohin entsorgt hat (Call-Center etc) geht es immer weiter bergab. Dies sollte uns sehr zu Denken geben.
Ernst August 11.02.2011
5. 1+1=2
Zitat von rockhudsonEin riesiger Teil des Exportes Chinas sind doch gerade US-Firmen, die in China produzieren... Könnten Sie das mal vorrechnen? Im Übrigen muss man dazu schon anmerken, daß es in den USA bei den 15-25-jährigen gerade sehr starke Babyboom-Jahrgänge gibt die auf den Arbeitsmarkt drängen während Europa genau die gegenteilige Situation hat, z.b. gibt es in der Stadt Suhl 710 70-jährige und 210 17-jährige. Ähnliche Zahlenverhältnisse gibt es in fast allen ostdeutschen Städten. Auf diese Weise kann man natürlich auch die Arbeitslosigkeit senken...
Das Rock Hudson die USA in Schutz nimmt wundert mich nicht. Wohnte der nicht in SF? Ja, und was das vorrechnen angeht müssen sie einen Landsmann fragen - ich rechne nach was die mir so vorrechnen. Ergebnis habe ich ja bekanntgegeben. Ein Land dessen BIP aus 71% Konsum besteht und nur zu 11% aus Produktion hat kein BIP sondern nur eine Kunstzahl. Die Beschäftigungsquote ist auf den tiefsten Stand seit fast 30 Jahren gesunken und trotzdem rechnet man sich die Abeitslosenzahlen schön. 54 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter zwischen 16 und 64 stehen angeblich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Insgesamt mit anderen Gruppen (Studenten u.s.w.) sind es gar fast 90 Millionen die nicht zur Verfügung stehen. Vergleich in D gibt es bei knapp 82 Millionen Einw. über 40 Millionen Arbeitsplätze. Das heit das fast 50% der Gesamtbevölkerung in Arbeit ist. In den USA gibt es (bereinigt) 139 Millionen (unbereinigt - also echt - 137 Millionen) Arbeitsplätze. Bei 310 Millionen und jüngerer Bevölkerung können sie ganz ohne Adam Riese erahnen wie hoch die Arbeitslosigkeit tatsächlich ist. 43,6 Millionen leben von Foodstamps. Das ist als Zahl, eingedenkt der harten Bedingungen, und der Gewissheit dass sie nur die Spitze des Eisbergs ist, die einzige echte Behördenzahl weil diese Schecks z.b. über JP. Morgan (die verdienen prima daran) tatsächlich sind. Alle anderen Zahlen/Werte sind eher kreativ bis getürkt. rausgehen.
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