Berlin - Der Alarmruf bei den obersten europäischen Notenbankern zeigt Wirkung: Die Europäische Zentralbank (EZB) bekommt zusätzliche Mitarbeiter für ihren Kampf gegen die Euro-Krise. Der Zentralbankrat hat 40 zusätzliche Stellen für das Jahr 2013 genehmigt. Entsprechende Informationen der "Welt" aus Notenbankkreisen wurden von der EZB bestätigt.
Notenbank-Präsident Mario Draghi löst damit eine Zusage von Anfang Juli ein, die Kapazitäten der Notenbank auszubauen. Zuvor hatten sich die Mitarbeiter der Zentralbank über eine zu hohe Arbeitsbelastung beklagt. Allein auf die in der Krise stark geforderte Abteilung für volkswirtschaftliche Analyse solle rund die Hälfte der neuen Kräfte entfallen. In Belegschaftskreisen sei allerdings von einem "Tropfen auf den heißen Stein" die Rede, schreibt die Zeitung.
Das Direktorium hatte dem Bericht zufolge zunächst Personalplanungen vorgestellt, die deutlich über die nun beschlossenen 40 Stellen hinausgingen. Doch im Rat habe es dafür erst einmal keine Zustimmung gegeben. Genehmigt worden seien nur Kurzfristmaßnahmen.
yes/dapd
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