Umfrage: EZB verliert das Vertrauen der Anleger

Von den manager-magazin-Redakteuren Mark Böschen und Dietmar Palan

Die Europäische Zentralbank hat bei Anlegern an Vertrauen eingebüßt. Weniger als ein Drittel der europäischen Investoren traut der Notenbank noch zu, die Inflation zu kontrollieren. Laut einer Umfrage glauben sie nur noch an Immobilien, Betriebsrenten und Gold.

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REUTERS

Börse: Die Skepsis gegenüber der Zentralbank wächst

Hamburg - 72 Prozent der deutschen Anleger erwarten einen Preisanstieg von mehr als zwei Prozent pro Jahr bis 2018. Auch in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Großbritannien, Spanien und Portugal glauben weniger als ein Drittel der Investoren, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Ziel von maximal zwei Prozent Inflation pro Jahr erreichen kann. Das zeigt das GfK-Investmentbarometer 2013 des Marktforschungsinstituts GfK Verein, das dem manager magazin vorliegt. Für die Umfrage wurden insgesamt 11.000 Anleger interviewt, darunter 2000 aus Deutschland sowie jeweils 1000 aus acht weiteren europäischen Staaten (Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden und Spanien) und den USA.

Nicht nur die EZB hat Ansehen eingebüßt: Mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland, Spanien und Portugal trauen weder der staatlichen noch der privaten Altersvorsorge.

In nahezu allen Ländern gilt die selbstgenutzte Immobilie als die attraktivste Form der Geldanlage. Lediglich in den Niederlanden steht das Eigenheim erst an dritter Stelle, nach Bankkonten und Termineinlagen. Die Mehrheit der Deutschen hält außer den eigenen vier Wänden nur noch Betriebsrenten, Bausparverträge und Gold für attraktiv. Sparbuch und Lebensversicherungen werden demnach genauso wie Aktien und Fonds überwiegend als unattraktiv bewertet.

Der Verlust des Vertrauens in die Finanzbranche wirkt sich offenbar auch direkt auf das Sparverhalten aus: 30 Prozent der in Deutschland Befragten geben an, dass sie 2013 weniger Geld zurücklegen werden als im Vorjahr. Nur sechs Prozent wollen mehr sparen.

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1. Muttidämmerung
rabenkrähe 14.02.2013
Zitat von sysopDie Europäische Zentralbank hat bei Anlegern an Vertrauen eingebüßt. Weniger als ein Drittel der europäischen Investoren traut der Notenbank noch zu, die Inflation zu kontrollieren. Laut einer Umfrage glauben sie nur noch an Immobilien, Betriebsrenten und Gold. EZB verliert das Vertrauen der Europäer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-verliert-das-vertrauen-der-europaeer-a-883489.html)
....... Es ist die Bankrotterklärung der deutschen Opposition, daß sie den größten Skandal innerhalb der Schuldenkrise nicht mal benennt, geschweige denn ausschlachtet: Daß nämlich unsere Bundeskanzlerin Mutti es zugelassen hat, daß ausgerechnet ein ausgewiesener italienischer Geldverschwender EZB-Präsident geworden ist, obwohl dieser Posten Deutschland zugestanden hätte und er ja auch schon ausgelobt war. Eine derart unsolide wie die Draghi-Politik, der sich zudem noch anmaßt für das politische Europa zu sprechen, ohne in seine Grenzen gewiesen zu werden, wird die Steuerzahler noch verdannt teuer kommen! rabenkrähe
2. Halali zum Bankrun!
kantundco 14.02.2013
Das Vertrauen ist also weg. Die Bürger wachen auf. Als nächstes werden wir eventuell noch einen kurzfristigen Strohfeuerkonsum und eine Immobilienblase sehen. Und dann gibt's den Bankrun. Richtig so! Nehmt den Banken und dem Staat das Geld weg, beide können offensichtlich nicht damit umgehen.
3. denke schon,
RudiLeuchtenbrink 14.02.2013
Zitat von sysopDie Europäische Zentralbank hat bei Anlegern an Vertrauen eingebüßt. Weniger als ein Drittel der europäischen Investoren traut der Notenbank noch zu, die Inflation zu kontrollieren. Laut einer Umfrage glauben sie nur noch an Immobilien, Betriebsrenten und Gold. EZB verliert das Vertrauen der Europäer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-verliert-das-vertrauen-der-europaeer-a-883489.html)
das unsere Regierung alles versucht das Land über Wasser zu halten. Das Problem ist nur das der Rest der Welt mit Hurra in Richtung Abgrund steuern möchte. Letztes Beispiel sind die Japaner die Geld drucken wollen. Wenn am nächsten Wochenende die Italiener den symbolischen Mittelfinger heben dann wird es richtig eng.
4. Was soll dieser Artikel? In der EZB legt kein Anleger sein Geld an, die EZB ist.....
prologo1 14.02.2013
Zitat von sysopDie Europäische Zentralbank hat bei Anlegern an Vertrauen eingebüßt. Weniger als ein Drittel der europäischen Investoren traut der Notenbank noch zu, die Inflation zu kontrollieren. Laut einer Umfrage glauben sie nur noch an Immobilien, Betriebsrenten und Gold. EZB verliert das Vertrauen der Europäer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-verliert-das-vertrauen-der-europaeer-a-883489.html)
....ist eine Euröpäische Buchhalterbank, welche lediglich den Zahlungsverkehr der EU für Exportwaren der EU Länder untereinander regelt, und eine Schuldenbuchhalterbank, die alle offenen Rechnungen der EU Länder, welche die gelieferten Waren nicht bezahlen können aufsummiert. Das sind zur Zeit 1,1 Billionen unbezahlte offene Forderungen. Und Deutschland hat davon in der EZB 751 Milliarden offene Forderungen an die EU Länder. Allerdings hat Merkel und Schäuble diese von der deutschen Bundesbank an die deutschen Exportfirmen bezahlen lassen. Darum sind wir ja Exportweltmeister, weil wir unsere gelieferten Waren selbst bezahlen. Oh mein Gott, falls ich da falsch liege, bitte ich um Aufklärung. prologo
5.
marcaurel1957 14.02.2013
Zitat von rabenkrähe....... Es ist die Bankrotterklärung der deutschen Opposition, daß sie den größten Skandal innerhalb der Schuldenkrise nicht mal benennt, geschweige denn ausschlachtet: Daß nämlich unsere Bundeskanzlerin Mutti es zugelassen hat, daß ausgerechnet ein ausgewiesener italienischer Geldverschwender EZB-Präsident geworden ist, obwohl dieser Posten Deutschland zugestanden hätte und er ja auch schon ausgelobt war. Eine derart unsolide wie die Draghi-Politik, der sich zudem noch anmaßt für das politische Europa zu sprechen, ohne in seine Grenzen gewiesen zu werden, wird die Steuerzahler noch verdannt teuer kommen! rabenkrähe
SPD und grüne machen in diesem Fall einen sehr guten Job, indem sie die richtige Politik der Regierung unterstützen. Eigentlich sollte man davon ausgehen, daß heute nur noch hartgesottene Dummbratze sich über die Nationalität eines Zentralbankchefs auslassen, leider scheint es noch mehr Menschen zu geben, denen Nationalität wichtiger ist als Können. Unstreitig ist Mario Draghi ein exzellenter Fachmann, der unter den gegebenen Umständen eine angemessen Politik betreibt, die uns allen nützt. Wir sollten froh sein, einen so guten EZB Chef zu haben!
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