Wirtschaft


ThemaElternzeitRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Familie und Beruf Karrierekiller Kind

Mutter mit Kind (am Bodensee): Die direkten Vorgesetzten entscheiden über die Karriere Zur Großansicht
DDP

Mutter mit Kind (am Bodensee): Die direkten Vorgesetzten entscheiden über die Karriere

"Den Dienstwagen musste ich abgeben"

Nora G., Facility-Managerin:

"Mein Arbeitgeber ist ein Immobilienverwaltungsunternehmen. Insgesamt kann ich mit den Möglichkeiten, die mir geboten wurden, zufrieden sein. Sechs Monate nach der Geburt bin ich mit 20 Wochenstunden wieder eingestiegen, mein ursprüngliches Gehalt wurde dafür einfach um 50 Prozent reduziert. Eine Gehaltserhöhung und die jährliche Bonuszahlung habe ich ebenfalls bekommen. Im Augenblick arbeite ich zwölf Stunden im Büro und die restliche Zeit von zu Hause aus.

Den Firmenwagen musste ich allerdings abgeben, obwohl man mir vor der Geburt zugesichert hatte, dass ich ihn auf jeden Fall behalten könne. Auch mein Arbeitsgebiet unterscheidet sich deutlich von dem vor der Geburt. Ein Stück weit habe ich dafür Verständnis. Manche Aufgaben lassen sich nun mal schwer teilen und erfordern deshalb eine Vollzeitstelle."

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 429 Beiträge
gsm900 01.07.2010
Einige Kollegen machen Elternteilzeit, eine arbeitet an einzelnen Tagen von zu Hause, und befördert wurde sie auch.
Zitat von sysopIn Umfragen geben sich Deutschlands Unternehmen familienfreundlich, preisen Betriebskitas und Teilzeitangebote an. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Erfahrungsberichte berufstätiger Frauen. Deren Fazit: Kindererziehung bedeutet oft das Ende der Karriere. Familienfreundlichkeit - nur vorgeschoben bei Unternehmen?
Einige Kollegen machen Elternteilzeit, eine arbeitet an einzelnen Tagen von zu Hause, und befördert wurde sie auch.
lemming51 01.07.2010
Es kann doch nicht ernsthaft erwartet werde, dass die Firmen, sofern renditeorientiert, sich mit den Bedürnissen ihrer weiblichen/männlichen Angestellten und deren Kinderversorgung abgibt. Ja, wo sind wir denn ??? Dem(r) [...]
Es kann doch nicht ernsthaft erwartet werde, dass die Firmen, sofern renditeorientiert, sich mit den Bedürnissen ihrer weiblichen/männlichen Angestellten und deren Kinderversorgung abgibt. Ja, wo sind wir denn ??? Dem(r) tüchtigen Mehrleister(in) eine Chance - am besten/selbstverständlich kinderlos !!!
geishapunk 01.07.2010
Nora G. schreibt es doch selbst so treffend: ---Zitat--- Ein Stück weit habe ich dafür Verständnis. Manche Aufgaben lassen sich nun mal schwer teilen und erfordern deshalb eine Vollzeitstelle. ---Zitatende---
Nora G. schreibt es doch selbst so treffend: ---Zitat--- Ein Stück weit habe ich dafür Verständnis. Manche Aufgaben lassen sich nun mal schwer teilen und erfordern deshalb eine Vollzeitstelle. ---Zitatende---
Julsoe 01.07.2010
Das sind ja schon sehr krasse Beispiele, soviel zu unserem "familienfreundlichen Deutschland". Da braucht man sich nicht wundern, dass so wenige Kinder geboren werden. Ich zumindest werde mir das sehr gut überlegen... [...]
Das sind ja schon sehr krasse Beispiele, soviel zu unserem "familienfreundlichen Deutschland". Da braucht man sich nicht wundern, dass so wenige Kinder geboren werden. Ich zumindest werde mir das sehr gut überlegen... Besonders schlimm finde ich, dass andere Frauen den jungen Müttern noch so übel "reingrätschen". Ich wünschen den anonymen Müttern jedenfalls alls Gute und hoffe, dass sie wieder eine Arbeit finden, die ihnen Spaß macht und wo es nettere Kollegen und Chefs gibt.
ralfW 01.07.2010
Ich finde es schon befremdlich, Karriere und Kinder auf eine Stufe zu stellen. Natürlich ist es absolut ärmlich für eine Gesellschaft, dass sie für die Kindererziehung keine Räume mehr schafft. Ich glaube als Vater von drei [...]
Ich finde es schon befremdlich, Karriere und Kinder auf eine Stufe zu stellen. Natürlich ist es absolut ärmlich für eine Gesellschaft, dass sie für die Kindererziehung keine Räume mehr schafft. Ich glaube als Vater von drei Kindern aber auch, dass der Wert, Kinder groß zu ziehen, deutlich höher einzuschätzen ist, als Karriere zu machen. Wenn man es durch "beruflich vorankommen" ersetzt, halte ich das für angemessen. Mir nähern sich die Frauen zu schnell an das "keinen Bock auf Kinder", was die Männerwelt ihnen aber auch lang genug vorgelebt hat.
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
alles zum Thema Elternzeit

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Elterngeld
Anfang 2007 führte die damalige schwarz-rote Bundesregierung das sogenannte Elterngeld ein. Es richtet sich besonders an berufstätige Eltern und garantiert diesen zwölf Monate lang 67 Prozent ihres letzten Nettogehaltes. Wenn auch der Vater mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt, verlängert sich diese Zeit sogar auf 14 Monate.
Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Väter, die seit der Einführung des Elterngeldes auch Elternzeit genommen haben, von rund 3,5 Prozent im Jahr 2007 auf 20,7 Prozent im 3. Quartal 2009 gestiegen. Allerdings hatten nur 16,7 Prozent der Väter, die Elterngeld bezogen, vor der Geburt ein Einkommen von 2700 Euro netto oder mehr - was darauf hindeutet, dass sich gerade Männer in höheren Positionen seltener eine Auszeit nehmen.
Im Gegensatz zum Elterngeld ist die Elternzeit bis zu drei Jahren möglich - beide Elternteile können dabei bis zu 30 Wochenstunden arbeiten.

Mehr auf SPIEGEL ONLINE




TOP



TOP