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FDP knickt ein Koalition beschließt Mindestlohn für Müllmänner

Müllmänner in Berlin: Selbst die Arbeitgeber haben einen Mindestlohn gefordertZur Großansicht
ddp

Müllmänner in Berlin: Selbst die Arbeitgeber haben einen Mindestlohn gefordert

Wochenlang haben Union und FDP gestritten - jetzt setzen sich die Konservativen durch: In der Abfallwirtschaft wird es künftig einen Mindestlohn von 8,02 Euro pro Stunde geben. Für die Liberalen ist das eine herbe Niederlage: Sie hatten Mindestlöhne stets abgelehnt.

Berlin - Klarer Sieg für die Union, eindeutige Niederlage für die Liberalen: Die schwarz-gelbe Koalition hat einen Mindestlohn für die Abfallwirtschaft beschlossen. Damit gibt die FDP ihren Widerstand gegen die ungeliebte Einmischung des Staates auf.

Künftig soll keiner der etwa 170.000 Müllwerker in Deutschland weniger als 8,02 Euro in der Stunde verdienen. Dies soll über eine Mindestlohn-Verordnung sichergestellt werden, die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) voranbringen will und die voraussichtlich Anfang 2010 in Kraft treten kann.

Noch Anfang Dezember hatte sich Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) im Koalitionsausschuss gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt und sich geweigert, den Mindestlohn-Regelungen für die Abfallwirtschaft zuzustimmen. Dabei hatten selbst die Arbeitgeber der Entsorgungswirtschaft den Mindestlohn immer wieder gefordert. Er war zuvor von den Tarifparteien vereinbart und vom Tarifausschuss aus Arbeitgebern und Gewerkschaften einhellig befürwortet worden.

Für andere Branchen ist ein Mindestlohn unwahrscheinlich

Im gemeinsamen Mindestlohn-Antrag von Arbeitgebern und Gewerkschaften sieht von der Leyen einen klaren Auftrag, sagte sie der "Neuen Presse". "Ich habe deshalb heute die Rechtsverordnung auf den Weg gebracht, die den Mindestlohn für die gesamte Branche als allgemeinverbindlich festschreibt."

Auch die Fraktionsvorsitzenden von Union und FDP, Volker Kauder und Birgit Homburger, begründeten ihre Zustimmung zum Mindestlohn für die Abfallwirtschaft mit dem einstimmigen Tarifausschuss-Votum.

Für andere Branchen ist ein Mindestlohn indes unwahrscheinlich. Nach dem Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz wird es weitere Mindestlöhne erst geben, wenn die im Koalitionsvertrag vorgesehene Festschreibung des Verbots sittenwidriger Löhne "nicht ausreicht, soziale Verwerfungen in Branchen mit weniger als 50 Prozent Tarifbindung zu vermeiden". Damit rücken Mindestlöhne in der Pflege, für die Leiharbeit oder im Sicherheitsgewerbe in weite Ferne.

wal/APD/dpa-AFX

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insgesamt 3090 Beiträge
marvinw 22.09.2009
Ich frage mich warum wir fürs Thema Mindestlohn einen Artikel mit vier Mal Pro und Contra brauchen? Mindestlohn gibt es in ganz Europa, die Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor verdienen am wenigsten, was für eine Debatte [...]
Ich frage mich warum wir fürs Thema Mindestlohn einen Artikel mit vier Mal Pro und Contra brauchen? Mindestlohn gibt es in ganz Europa, die Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor verdienen am wenigsten, was für eine Debatte braucht man da noch? Sollen wir noch als Drittel Welt Land enden? Dass sich die Marionetten der gierigen Kapitalisten hinter den "Konservativen" und "Neolibaralen" verstecken die Menschen für noch weniger Geld arbeiten lassen würden, ist für niemanden mehr ein Geheimnis. Deshalb: macht es endlich! Führt Mindestlohn ein!
Natürlich Mindestlohn ! Beim Bäcker und Friseur muss man auch einen Mindestpreis zahlen... Aber Mindestlohn alleine reicht noch lange nicht. Berufstätige Menschen brauchen Planungssicherheit.Will sagen-Abschaffung mit diesen [...]
Natürlich Mindestlohn ! Beim Bäcker und Friseur muss man auch einen Mindestpreis zahlen... Aber Mindestlohn alleine reicht noch lange nicht. Berufstätige Menschen brauchen Planungssicherheit.Will sagen-Abschaffung mit diesen unsäglichen Zeitarbeitsverträgen. Wofür gibt es Probezeiten,gestaffelte Löhne je nach Betriebszugehörigkeit und Leistung ? Viele 100000ende Menschen können kaum noch ruhig schlafen,weil Sie sich ständig Sorgen machen ob ihr Arbeitsvertrag verlängert wird oder auch eben nicht und oft genug ist nach 2xliger Verlängerung SCHLUß. Viele gehen krank auf Arbeit und werden dadurch krank ! Das alles belastet unsere Sozialsysteme noch mehr als flexibles Personal was eh schon mit staatlicher Hilfe gefördert wird Wenn Unternehmen wie z.B. Quelle/Karstadt schlecht gemanagt werden "gehen diese trotzdem den Bach" runter. Ob mit Mindestlohn oder ohne ! 100% Sicherheit gibt es heute so oder so nicht mehr-gab es eigentlich noch nie. Nur ist es ein Unterschied ob ich deswegen jeden Morgen mit Ängsten und Ungewissheit zur Arbeit gehe oder ob man mir wenigstens diese Sorge zu einem Großteil nehmen kann. Dafür brauchen wir keine linken Parteien nur gesunden Menschenverstand von Unternehmen.
JamesBond006 22.09.2009
Na ja, um wettbewerbsfähig zu bleiben in Europa, wird ein Mindestlohn aber nicht förderlich sein, oder ?
Na ja, um wettbewerbsfähig zu bleiben in Europa, wird ein Mindestlohn aber nicht förderlich sein, oder ?
PeteLustig 22.09.2009
Die Forderung nach der flächendeckenden Einführung eines Mindestlohnes ist nicht links - sie ist menschlich. Und zwingend notwendig.
Die Forderung nach der flächendeckenden Einführung eines Mindestlohnes ist nicht links - sie ist menschlich. Und zwingend notwendig.
GrinderFX 22.09.2009
Das löst nicht das Problem. In den 3. Welt Ländern haben die Menschen kaum Möglichkeiten sich zu bilden. Hier hat jeder die gleichen Chancen, nur nutzen sie die Meisten nicht und wollen das am Ende mit einem Mindeslohn [...]
Zitat von marvinwIch frage mich warum wir fürs Thema Mindestlohn einen Artikel mit vier Mal Pro und Contra brauchen? Mindestlohn gibt es in ganz Europa, die Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor verdienen am....
Das löst nicht das Problem. In den 3. Welt Ländern haben die Menschen kaum Möglichkeiten sich zu bilden. Hier hat jeder die gleichen Chancen, nur nutzen sie die Meisten nicht und wollen das am Ende mit einem Mindeslohn ausgleichen. Das wird so zum Glück nicht funktionieren.
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