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Finanzbranche: Regierung plant Milliardenprogramm gegen Kreditklemme

Schwarz-Gelb fürchtet um die Kreditvergabe durch Banken: Um die Geldvergabe durch die Finanzbranche anzukurbeln, will die Regierung nach SPIEGEL-Informationen nun ein milliardenschweres Hilfspaket auf den Weg bringen.

Banken in Frankfurt am Main: Regierung plant Programm gegen Kreditklemme Zur Großansicht
Reuters

Banken in Frankfurt am Main: Regierung plant Programm gegen Kreditklemme

Hamburg - Die Bundesregierung plant nach SPIEGEL-Informationen ein großangelegtes Maßnahmenpaket, um die drohende Kreditklemme abzuwenden. Zentrale Maßnahme soll ein Programm sein, mit dem die Regierung den Banken in großem Stil Risiken abnimmt.

Die Planungen von Finanz- und Wirtschaftsministerium sehen vor, dass der Bund den Banken Forderungen im Umfang von zehn Milliarden Euro abkauft und diese verbürgt. Das Geld soll aus dem Deutschlandsfonds kommen, mit dem die Regierung während der Wirtschaftskrise Unternehmen hilft.

Mit dem Verkaufserlös sollen die Banken neue Kredite an die Wirtschaft unterlegen. Mit der Summe lässt sich nach Berechnungen der Regierungsexperten ein Kreditvolumen von über hundert Milliarden Euro generieren.

Zusätzlich will die Regierung den Kreditinstituten weitere Globaldarlehen zur Verfügung stellen. Dabei wird den Banken Staatsgeld zur Verfügung gestellt, das sie als Kredite an Unternehmen weiterreichen sollen.

Bei dem neuen Vorhaben will der Bund zudem weitgehend die Haftung für das Ausfallrisiko übernehmen. Die Mittel von ebenfalls rund zehn Milliarden Euro sollen wiederum aus dem Deutschlandfonds stammen.

Merkel warnt vor Kreditklemme

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich besorgt, dass eine Kreditklemme die wirtschaftliche Erholung abwürgen könnte. Mittelständische und auch große Firmen befänden sich "in einer sehr kritischen Situation", sagte die CDU-Chefin am Samstag in ihrem Video-Podcast. Sie kündigte an, dass sie am Mittwoch auf dem Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt mit den Banken-Vertretern besprechen werde, "was wir unternehmen können, um eine Kreditklemme zu verhindern, die den Aufschwung bremsen würde".

Eindringlich appellierte Merkel an die Banken, bei der Kreditvergabe nicht zu zögerlich zu sein. Natürlich sei es einerseits richtig, dass Banken verantwortlich handeln, das sei ja gerade die Lehre aus der Krise. "Aber auf der anderen Seite haben die Banken eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Sie sind Dienstleister für die Wirtschaft. Und deshalb werden wir sehr klar sagen, dass wir diese Aufgabenerfüllung von den Finanzinstituten auch einfordern", sagte die Regierungschefin.

suc/AP

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Forum - Haben die Banken aus der Krise gelernt?
insgesamt 1528 Beiträge
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1. Nein,
saul7 16.11.2009
Zitat von sysopEin Jahr nach dem Beinahe-Kollaps der Finanzbranche fassen die Banker wieder Mut: Bei einem Gipfeltreffen in Frankfurt debattierten Ackermann und Co. die Lehren aus der Krise - und mokierten sich vor allem über die Regulierungswut der Regierungen. Haben die Banken Ihrer Meinung nach eigentlich etwas aus der Krise gelernt? Diskutieren Sie mit!
die Banken haben nichts aus der Krise gelernt, weil die Politik ihnen nicht längst überfällige Regularien verpasst hat. Die Zockerei darf also weitergehen. Auf eine Entschuldigung der Banken darf noch gewartet werden!!
2. warum auch?
hajott59, 16.11.2009
Nein, die haben nichts gelernt. Warum sollten sie auch? Wenn es eng wird, kommt das große Füllhorn über sie und gut ist!
3. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
yato, 16.11.2009
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
4. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
yato, 16.11.2009
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
5. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
yato, 16.11.2009
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
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