40-Milliarden-Dollar-Projekt: Finanzierung des Nicaragua-Kanals ist angeblich perfekt

Möglicher Kanalbau-Fluss Río San Juan: 40 Milliarden für den Bau sind zusammen Zur Großansicht
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Möglicher Kanalbau-Fluss Río San Juan: 40 Milliarden für den Bau sind zusammen

40 Milliarden Dollar sind für das Mega-Projekt nötig: Die Hongkonger HKND Group baut den Kanal durch Nicaragua und meldet jetzt, die Finanzierung sei sicher. Die Machbarkeitsstudie zu der umstrittenen Verbindung von Atlantik und Pazifik steht jedoch noch aus.

Peking - Sechs Wochen nach Erhalt der Konzession für den Bau des geplanten Nicaragua-Kanals hat die Hongkonger HKND Group die Finanzierung des Mega-Projekts nach eigenen Angaben sichergestellt. "Unsere Investoren sind Großbanken und andere große institutionelle Anleger", sagte der Vorstandsvorsitzende Wang Jing in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der britischen Zeitung "The Telegraph". Für den Bau der Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik werden 40 Milliarden US-Dollar (30,3 Mrd Euro) veranschlagt.

Innerhalb der kommenden zwei Monate werde er die Investoren aus China, Europa und den USA bekanntgeben, kündigte Wang an. "Das sind erstklassige Investoren." Erst am Dienstag hatte der Staatssekretär im Washingtoner Wirtschaftsministerium, Walter Bastian, das Interesse von US-Firmen an dem Projekt angemeldet.

Das Bauvorhaben ist im In- und Ausland jedoch umstritten. Kritiker bezweifeln, dass die in Infrastrukturprojekten unerfahrene HKND Group den Bau stemmen kann. Zudem wirft die Opposition der nicaraguanischen Regierung vor, HKND zu weitreichende Rechte eingeräumt zu haben. Indigene Gruppen haben wegen der Verletzung ihrer Landrechte bereits Verfassungsbeschwerde gegen die Pläne eingelegt.

Geplanter Verlauf schon vor Machbarkeitsstudie fertig

Wang zeigte sich von der Kritik indes unbeeindruckt und legte ein beachtliches Tempo vor. "Ich bin hundertprozentig sicher, dass der Bau im Dezember 2014 beginnen kann und wir 2019 fertig sein werden", sagte er.

Schon vor Abschluss der Machbarkeitsstudie hat sich der Unternehmer nun offenbar auf eine Route festgelegt. Der Kanal solle von der Hafenstadt Brito am Pazifik durch den Nicaragua-See nach Bluefields an der Karibikküste führen, sagte Wang im Gespräch mit "The Telegraph".

Der Verlauf dürfte Umweltschützer auf den Plan rufen, die argumentieren, der Nicaragua-See sei bereits jetzt durch Abwässer stark verschmutzt und werde nach dem Bau des Kanals durch Supertanker noch weiter belastet.

Der Nicaragua-See ist der größte See Mittelamerikas und gilt als wichtiger Süßwasserspeicher in der Region. "Der Schutz dieses Sees steht im Fokus unserer Machbarkeitsstudie", sagte Wang. "Ich übernehme die Verantwortung für alle Umweltschäden. Ich habe meinen Mitarbeitern gesagt: Wenn wir in dem Bereich einen Fehler machen, werden wir mit Schimpf und Schande in die Geschichtsbücher Nicaraguas eingehen."

mia/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Klasse
ranger463 31.07.2013
Das ist ein Klasse Projekt das dort angegriffen werden soll. Solche Programme sind für weltweites Wirtschaftswachstum sehr wichtig. Zum Glück gibt es Unternehmen die den Mum haben so etwas zu realisieren.
2. Nicaragua-Kanal. Korruption hoch 3
raber 01.08.2013
Die Kosten werden fast ein Sechsfaches des Bruttoinlandproduktes Nicaraguas ausmachen wobei das Meiste direkt im Ausland bezahlt würde. Der Managua-See mit 1.042 km2 wird dadurch bestimmt verunreinigt, die von den Japanern finanzierte Säuberungsaktion zunichte machen und damit wieder Wirtschaft vor Umwelt bedienen. Herrn Wangs Aussage, dass er die Verantwortung diesbezüglich übernimmt ist zum lachen. Er sitzt weit weg und im schlimsten Fall sind es nur Sorry, sorry! Die Amerikaner werden bestimmt auch nicht einfach zusehen wie in ihrem Hinterhof so eine wichtige Schnittstelle von Chinesen kontrolliert wird. Die Drogen-Schmuggler freuen sich bestimmt schon auf diese neue Route und viele Behördenchefs Nicaraguas reiben sich die Hände über die Schmiererei die es allzeit und überall geben wird.
3. Ja, sicher
panameño 01.08.2013
Umweltschutz ist in der chinesischen Wirtschaft ja traditionell ganz weit oben auf der Agenda ...
4. Könnte, genau wie der Ausbau des Panama-Kanals,
zeitmax 01.08.2013
zu spät kommen. Bekanntlich wird die zunehmende Eisfreiheit der Nordost-Passage für eine rund 4000 km kürzere Verbindung sorgen.
5. 30,3 Milliarden Euro - Wunschdenken der Investoren
ulli7 01.08.2013
Wie bei fast allen Großprojekten dürften sich die geschätzten Baukosten vermutlich verdoppeln. Trotzdem scheint der Bau der gigantischen Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik machbar zu sein. Wenn gleichzeitig verhindert würde, dass die Abwässer in den Nicaragua-See durch funktionierende Kläranlagen gereinigt würden, dann könnte das Schlimmste verhindert werden. Davon ist jedoch bei chinesischen Investoren kaum auszugehen. Die werden eher Politiker und leitende Verwaltungsbeamte durch Schmiergelder ruhig stellen als nachhaltig in gesunde Umwelt investieren.
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