Finanzkrise Elite-Unis Harvard und Yale verlieren ein Drittel ihres Vermögens

Die Manager der Stiftungsvermögen gehören zu den besten Anlageprofis der Welt - doch auch sie haben sich schwer verzockt: Die Elite-Unis Harvard und Yale haben durch die Finanzkrise so viel Geld verloren wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Cambridge: Die Harvard University gilt als eine der besten Hochschulen der Welt
AFP

Cambridge: Die Harvard University gilt als eine der besten Hochschulen der Welt


Boston - Die Finanzkrise hat den Elite-Unis Harvard und Yale massiv zugesetzt: Das milliardenschwere Stiftungsvermögen beider Hochschulen schmolz im vergangenen Geschäftsjahr um jeweils fast ein Drittel zusammen, wie die Universitäten am Donnerstag mitteilten.

Bei der in Cambridge in Massachusetts ansässigen Harvard-Universität war der Rückgang um gut 27 Prozent - also elf Milliarden Dollar - auf 26 Milliarden Dollar der größte in vier Jahrzehnten. Die mehr als 370 Jahre alte Hochschule entließ bereits Mitarbeiter und legte einen prestigeträchtigen Campus-Ausbau auf Eis.

Noch härter traf es die Universität Yale in New Haven im Bundesstaat Connecticut: Sie büßte in dem am 30. Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 30 Prozent ihres Anlagevermögens ein und verfügt jetzt noch über 16 Milliarden Dollar. Bis 2014 muss sich die Hochschule allerdings auf jährliche Haushaltsdefizite einstellen. Auch Yale hat die Belegschaft bereits verkleinert und kündigte jetzt weitere Sparmaßnahmen an.

In den USA sind Spenden für viele Universitäten eine der wichtigsten Einnahmequellen. Harvard und Yale gehören zu den reichsten Universitäten der Welt, die jahrelang für Top-Renditen ihrer Stiftungen bekannt waren. In den vergangenen Jahren hatten beide stark in alternative Anlagen wie Hedgefonds und private Beteiligungsgesellschaften investiert - die sich im Zuge der Finanzkrise aber vielfach nicht auszahlten.

böl/Reuters



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