Binnennachfrage Finanzministerium erwartet Boom bei öffentlichen Investitionen

Kritiker bemängeln, dass der deutsche Staat zu wenig investiere. Das wird sich nach SPIEGEL-Informationen bald ändern - vor allem beim Straßenbau.

Straßenbauarbeiten auf der A20 bei Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern)
DPA

Straßenbauarbeiten auf der A20 bei Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern)

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Das Bundesfinanzministerium (BMF) sagt für die kommenden Jahre einen Boom bei den öffentlichen Investitionen voraus. "Der Auftragseingang für den öffentlichen Hoch- und Tiefbau bewegt sich auf einem Niveau, das zuletzt zur Jahrtausendwende erreicht wurde", heißt es im neuen BMF-Monatsbericht, der nächste Woche veröffentlicht wird. Der Auftragseingang im Straßenbau sei sogar "ohne Beispiel seit der Wiedervereinigung" (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier).

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Bis 2021 werden die Investitionen von Bund, Ländern und Gemeinden dem Bericht zufolge jedes Jahr um durchschnittlich fünf Prozent zulegen. Darin heben die Fachleute von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auch hervor, dass die öffentlichen Investitionen auch schon in der Vergangenheit viel stärker gestiegen seien als in anderen europäischen Staaten. Danach legten sie zwischen 2005 bis 2016 jährlich um 3,8 Prozent zu, während sie in Frankreich nur um 0,6 Prozent stiegen und in Italien und Spanien sogar sanken.

Deutschland steht international häufig am Pranger, weil es nach Ansicht von Kritikern zu wenig investiert, um seine hohen Leistungsbilanzüberschüsse abzubauen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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