Folgen der Finanzkrise US-Rettungspaket war günstiger als gedacht

Das Rettungspaket für Banken und Unternehmen wird die USA weitaus weniger kosten als zunächst angenommen. Laut neuer Schätzung summieren sich die Staatshilfen auf 87 statt 500 Milliarden Dollar.

Freddie-Mac-Hauptquartier: Kostete die USA Milliarden Dollar
Reuters

Freddie-Mac-Hauptquartier: Kostete die USA Milliarden Dollar


Washington - Die Kosten für das Rettungspaket der USA für ins Wanken geratene Finanzinstitute und Industrieunternehmen werden voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen als ursprünglich angenommen. Wie aus einem der Nachrichtenagentur AP vorliegenden Schreiben von Finanzminister Timothy Geithner an den Kongress hervorgeht, werden die Kosten jetzt auf 87 Milliarden Dollar geschätzt. Vor einem Jahr lag die Prognose noch bei 500 Milliarden Dollar.

Größte Ausgabeposten sind demnach die Hilfen für die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac (85 Milliarden), für die von der Zwangspfändung bedrohten Hausbesitzer (49 Milliarden) sowie den Versicherungsgiganten AIG (48 Milliarden). Für die angeschlagenen Autokonzerne General Motors und Chrysler und deren Finanzeinrichtungen mussten noch einmal 28 Milliarden Dollar ausgegeben werden.

Demgegenüber stehen jedoch geschätzte 115 Milliarden Sondereinnahmen aus Rückflüssen der US-Notenbank, die zusätzliche Liquidität in die Märkte gepumpt hatte. Wegen der niedrigeren Ausgaben werden sich auch die Belastungen für den Bundeshaushalt verringern.

can/apn



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