Frankreich Arbeitslosenquote steigt auf höchsten Stand seit 15 Jahren

Die Krise auf Frankreichs Jobmarkt verschärft sich: Nach Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation ist die Arbeitslosenquote inzwischen so hoch wie seit 1998 nicht mehr. Experten rechnen erst im kommenden Jahr mit einer Entspannung.

Frankreichs Präsident Hollande: Krise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU
DPA

Frankreichs Präsident Hollande: Krise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU


Paris - In Frankreich spitzt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu. Die Arbeitslosenquote in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone hat im ersten Quartal den höchsten Wert seit 1998 erreicht.

In den Monaten Januar bis März sei die Quote nach Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation um 0,3 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent gestiegen, teilte die nationale Statistikbehörde Insee mit. Mit Einbeziehung der französischen Überseegebiete lag die französische Arbeitslosenquote im ersten Quartal sogar bei 10,8 Prozent.

Frankreich leidet unter einer Wirtschaftsflaute und war im ersten Quartal erstmals seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 wieder in die Rezession gerutscht. Zuletzt hatte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Internationale Währungsfonds einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Frankreich prognostiziert. Demnach dürfte sich die Lage frühestens ab dem kommenden Jahr wieder entspannen.

ssu/dpa



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Klaus100 06.06.2013
1. Falsche Politik
Und das schon seit Jahrzehnten. In Frankreich führen viele den deutschen Erfolg auf Niedriglöhne zurück und sind stolz auf den SMIC, den Mindestlohn. Die reale Arbeitslosigkeit spricht eine andere Sprache. Wann fangen die Franzosen endlich mit wirklichen Reformen an? Es fehlt an Solidarität mit den anderen EU-Ländern. Frankreich macht sich unbeliebt, wie man es auch an den ausbleibenden Direktinvestitionen aus dem Ausland sehen kann.
guentherprien, 06.06.2013
2. Herr President Hollande,
das haben sie ganz grossartig gemacht ! Ich freue mich für sie und ihre Nation. Hoffentlich haben sie Herrn Steinbrück bei seinem Besuch in ihrem Palast ein paar Tips gegeben, so das er es dann hier genauso macht und wir das Recht erwerben, wieder ihre Freunde zu sein. Mit den besten Grüssen aus Berlin, Ihr Guenther Prien !
dapmr75 06.06.2013
3. Experten rechnen im kommenden Jahr mit einer Entspannung?
Woher soll die Entspannung denn kommen? Eurobonds, mehr EZB, mehr beten?
Worldwatch 06.06.2013
4. Und nun auch das noch - Oh la la!
Allein Frankreich exportierte 170 Millionen Liter Wein letztes Jahr in China. Weine und Schaumweine im Wert von 788 Millionen US$. Frankreich ist das groesste einzelne Land der "EU", das Wein nach China liefert. Und nun werden diese bald sehr viel teurer in China, wg. sinnloser Handelstreitigkeiten zw. "EU" und China, und damit zu "Ladenhuetern". Hinzu kommen die stark anwachsenden Weinimportmengen aus dem Ausland nach F.. Trotz der milliarden "Euro" schweren Subventionierung der teils schoenen Weine aus F., wird's nun enger und enger fuer die 85.000 franz. Winzer. Aber Ms.Hollande hat sicher wieder perfekte Loesungen parat. Wenn auch nichts waechst in F., dafuer aber die Arbeitslosenquote. Vorwaerts, immer!
si tacuisses 06.06.2013
5. Ein paar Kriege mehr und die
Zitat von guentherpriendas haben sie ganz grossartig gemacht ! Ich freue mich für sie und ihre Nation. Hoffentlich haben sie Herrn Steinbrück bei seinem Besuch in ihrem Palast ein paar Tips gegeben, so das er es dann hier genauso macht und wir das Recht erwerben, wieder ihre Freunde zu sein. Mit den besten Grüssen aus Berlin, Ihr Guenther Prien !
Grande Nation unter Hollande braucht wieder hunderttausende Soldaten. Damit ist die Arbeitslosigkeit dann erstmal vorbei. Durch die Anwerbung der Einwanderer aus dem Maghreb ist dann auch das Problem der Banlieus gelöst. Die Pleite ist sowieso unabwendbar.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.