Stabilitätspakt Frankreich drückt Neuverschuldung unter drei Prozent

Die französische Regierung kommt voran bei der Sanierung ihres Staatshaushalts. Erstmals seit 2007 blieb die Neuverschuldung unterhalb der im Stabilitätspakt geforderten drei Prozent.

Bankenviertel in Paris
REUTERS

Bankenviertel in Paris


Frankreich hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2007 die europäische Defizit-Regel eingehalten. Das Staatsdefizit betrug 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, wie die Statistikbehörde Insee am Montag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Frankreich profitierte dabei vor allem von höheren Steuereinnahmen, die stärker stiegen als die Ausgaben. 2016 war Frankreich noch 3,4 Prozent im Minus.

Die Länder der Eurozone dürfen in ihren Staatsfinanzen nicht mehr als drei Prozent Neuverschuldung ausweisen, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Frankreichs im vergangenen Mai gewählter Präsident Emmanuel Macron hatte die Einhaltung der Regel zu einer Priorität gemacht. Er will damit Glaubwürdigkeit in Brüssel und Paris zurückgewinnen, wo er um Unterstützung für seine Pläne zur EU-Reform wirbt. Die EU-Partner hatten Frankreich schon zweimal mehr Zeit gegeben, um seine Finanzen in Ordnung zu bringen.

Der Schuldenstand des Landes ist allerdings weiterhin hoch: Er kletterte von 96,6 Prozent auf 97 Prozent der Wirtschaftskraft.

mik/dpa-AFX



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.