Paris - Die französische Regierung schließt eine Senkung der Wachstumsprognose für das kommende Jahr nicht aus. Die Prognose müsse möglicherweise "ein wenig" nach unten korrigiert werden, sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault dem Fernsehsender France 2. Eine Zahl wollte er nicht nennen. Ayrault versprach aber einen "ehrlichen" und "zielbewussten" Haushalt.
Derzeit rechnet die Regierung offiziell noch mit 1,2 Prozent Wachstum. Die meisten Wirtschaftsexperten halten dies jedoch inzwischen nicht mehr für erreichbar. Sie trauen der französischen Wirtschaft 2013 nach einer Stagnation in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von 0,5 bis 1,0 Prozent zu.
Ein weiterer schlechter Indikator für die wirtschaftliche Lage Frankreichs ist die Zahl der Arbeitssuchenden. Sie erreichte im Juli den höchsten Stand seit drei Jahren. Wie am Montag bekannt gegeben wurde, waren 2,99 Millionen Menschen als arbeitssuchend gemeldet.
Die schlechte wirtschaftliche Lage belastet auch das Ansehen von Präsident François Hollande. Eine Senkung der Wachstumsprognose könnte ihm weitere Popularität kosten. Viele Franzosen sind der Ansicht, dass die Regierung nicht genug gegen die steigende Arbeitslosigkeit unternimmt.
ssu/AFP/Reuters
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