Klima-Demonstration vor dem Wirtschaftsministerium Altmaier will mit streikenden Schülern reden

In ganz Deutschland wollen Schüler am Freitag für mehr Klimaschutz demonstrieren - auch vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin. Minister Altmaier hat nun angekündigt, mit den Schülern zu reden.

Protestierende Schüler Mitte Januar in Bonn
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Protestierende Schüler Mitte Januar in Bonn

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigt Verständnis für streikende Schüler, die an diesem Freitag vor seinem Ministerium in Berlin demonstrieren wollen. "Ich freue mich immer, wenn gerade junge Menschen vom Demonstrationsrecht Gebrauch machen. Ob sie das während der Schulzeit tun müssen, sollen sie mit ihren Lehrern klären", sagte Altmaier dem SPIEGEL am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Ich werde mit den Beteiligten reden und auf sie zu gehen."

Im Rahmen des Aktionsnetzwerks "Fridays for Future" demonstrierten bereits in der vergangenen Woche Tausende Schüler in verschiedenen Städten für mehr Klimaschutz. Angestoßen wurden die Aktionen von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag die Schule schwänzt und vor dem Parlament in Stockholm demonstriert.

Am Freitag soll es eine zentrale große Demonstration vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin geben. Anlass ist die letzte Sitzung der sogenannten Kohlekommission, die über die Zukunft der Kohleverstromung in Deutschland beraten soll (mehr dazu lesen Sie hier).

Angesichts gesenkter Wachstumsprognosen plädierte Altmaier zudem erneut für baldige Steuersenkungen in Deutschland - und setzte dabei Finanzminister Olaf Scholz vom Koalitionspartner SPD unter Druck. "Wir brauchen eine Einigung auf eine steuerliche Entlastung und zwar vor einem möglichen konjunkturellen Abschwung", sagte Altmaier. "Auch Olaf Scholz muss ein finanzielles Interesse daran haben, dass es in Deutschland gar nicht erst nicht zu einem Abschwung kommt, weil er sonst viel mehr Geld aufwenden müsste."

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udo l 25.01.2019
1. Ich habe großen Respekt
vor diesen jungen Leuten, die für ihre Zunkunft die Stimme erheben. Und selbstverständlich ist es sinnvoll dies an einem Schultag zu machen, denn erst dadurch, dass sich alle genau darüber als erstes aufregen, bekommen sie die Aufmerksamkeit, die für dieses Thema angemessen ist. Danke dafür Udo L. Jahrgang 1958
manni0815 25.01.2019
2. Kein Klimaschutz keine Rente
...da zerstört man die Lebensgrundlage der kommenden Generation und erwägt sie mit Zwang vom Demonstrieren abzuhalten. Liebe Junge Leute, wisst Ihr wie man die deutschen Klimasuender schnell und nachhaltig zur Vernunft bringt? Null-Bock-Generation 2.0. Einfach mal länger den Gang raus, auf Kosten der anderen leben und keine Rente zahlen. Da sind die Deutschen sehr empfindlich, denn hier zahlen die Jungen die Zeche der Alten. Es gibt viele Gruende, warum sie das gar nicht verdient haben. Ihr habt nur eine Zukunft, lasst Euch nicht veraltmaiern.
Onkel Drops 25.01.2019
3. Oberlehrer Altmeier : in der Schulzeit demonstrieren ist
garnicht sein Bier! es geht um Umweltschutz, dazu sagt er dann lieber nix... tja liebe Schüler so sind sie halt: Frage etwas und bereite dich auf irgend was vor das keinerlei Antwort ist! klingt zwar komisch, ist aber so ! ganz tolle Show Herr Altmeier, so entsteht Wähler Verdruss bereits vor der Wahl Fähigkeit ab 18. hätten sie sich mal lieber um ihren Aufgabenbereich ordentlich gekümmert, dann hätten die Schüler weniger Grund den Unterricht gegen Demonstrationsrecht zu tauschen. die stehen da nicht ohne Grund!!! müsste der nicht in Davos sein zum wirtschaften ...
migampe 25.01.2019
4. Klimaschutz: Bei sich selbst anfangen!
Meine Fragen an die Jugendlichen wären ja: Wie alt ist Dein Smartphone? Das wievielte ist es? Wie hoch ist der Energieverbrauch einer Suchanfrage im Internet? Hast Du schon einmal bei amazon bestellt? Achtest Du beim Kauf von neuen Geräten auf den Energieverbrauch? Wie hoch ist der CO2-Ausstoß Deines Autos (des/der Autos in der Familie)? Wie oft nutzt Du den ÖPNV? und und und
jemde 25.01.2019
5. Das Problem nicht verstanden
Das offensichtliche Problem ist doch, dass die Politiker, die heute die notwendigen Maßnahmen beschließen, morgen nicht mehr gewählt werden. Jede Andeutung des notwendigen Verzichts (5 DM für einen Liter Benzin, oder Veggie-Day in den Kantinen, Absenkung der Raumtemperaturen, radikale Absenkung des CO2-Fußabdrucks) wird mit einem Shitstorm beantwortet. Das ist leider ein Konstruktionsfehler der Demokratie. Die Wirtschaft sind nicht die Konzerne, sondern jeder einzelne von uns. Und hier ist die Bereitschaft für eine Umkehr doch sehr gering. Darum kann sich nicht wirklich schnell etwas ändern. An der zunehmenden Vermüllung der Landschaft glaube ich zu erkennen, dass das Umweltbewusstsein der Allgemeinheit sich eher verschlechtert hat.
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