Fukushima-Entschädigung Regierung und Tepco gründen Milliarden-Hilfsfonds

Die Opfer der Fukushima-Katastrophe sollen mit einem milliardenschweren Fonds entschädigt werden. Das Geld stellt zunächst die japanische Regierung zur Verfügung. Später soll es der Kraftwerksbetreiber Tepco zurückzahlen.


Tokio - Die japanische Regierung will die Betreiberfirma des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima stärker kontrollieren. Im Gegenzug stellt die Regierung mehrere Billionen Yen in öffentlichen Fonds zur Verfügung. Aus denen soll die Firma Tepco die Entschädigungszahlungen für die Opfer der Atom-Katastrophe begleichen können.

Eine Verstaatlichung des Stromkonzerns, bei der dem Staat mehr als 50 Prozent des Konzerns gehören würden, plant die Regierung nicht. Tepco solle eigenständig bleiben - auch wenn das Unternehmen gigantische Entschädigungszahlungen leisten muss. Der Plan der Regierung soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden.

Die Aktienkurse des Konzerns haben seit dem Erdbeben und dem Tsunami März Analysten zufolge fast 80 Prozent an Wert verloren. Es wird erwartet, dass auf Tepco Schadensersatzforderungen in Höhe von zehn Billionen Yen (rund 84 Milliarden Euro) zukommen. Als Folge der Naturkatastrophe war die Atomanlage Fukushima schwer beschädigt worden, es traten große Mengen an Radioaktivität aus.

Die öffentlichen Fonds sollen als zinslose Anleihen eingerichtet haben, die von einer gemeinsam von Tepco und der Regierung eingerichteten Institution in Bargeld umgewandelt werden können. Der Konzern soll das Geld dann später zurückzahlen. Tepco wurde verpflichtet, ein Konzept für den Wiederaufbau der Firma vorzulegen.

cte/Reuters/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
fritz_64 21.04.2011
1. durch die hintertür..
und wie nicht anders zu erwarten wird die regulierung der entstanden schäden (die man ja eigentlich gar nicht regulieren kann) der allgemeinheit überlassen, oder glaubt tatsächlich jemand daran das tepco dazu in der lage wäre oder es je ernsthaft in erwägung gezogen hat?? durch diverse umfirmierungen in verbindung mit der einen oder anderen kleinen pleite wird sich der konzern in den nächsten jahren klammheimlich aus der verantwortung stehlen und neu aufstellen, gesünder und stärker als je zuvor, eben nicht mehr tepco sondern von mir aus kepco, oder so..aber dazu ist er sicherlich verpflichtet, würde er bei einem anderen verhalten doch die dividenden der aktionäre gefährden..und es soll niemand glauben das es in einem zufällig ausgewähltem westlichen industrieland (deutschland?) anders laufen würde...
naranael 21.04.2011
2. TEPCO wird nie zahlen
Ich denke man kann mit absoluter Sicherhiet davon ausgehen, dass TEPCO keinen müden Yen an die Opfer zahlen werden muss. Irgendwann geht der Konzern im Notfall halt pleite, und tja, das war des dann, kein Geld mehr zu holen. Egal ob die Firmenbosse in Wahrheit noch in Saus und Braus leben. Aber das geschieht natürlich erst mit einiger Zeitverzögerung, wenn das Thema (fast) vergessen ist und sich niemand mehr wirklich darüber aufregt, außer die armen Japaner, die alles verloren haben. Läuft doch immer gleich, so etwas!
idealist100 21.04.2011
3. Toll
Zitat von sysopDie Opfer der Fukushima-Katastrophe sollen mit einem milliardenschweren Fonds entschädigt werden. Das Geld stellt zunächst die japanische Regierung zur Verfügung. Später soll es der Kraftwerksbetreiber Tepco zurückzahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,758452,00.html
Tepco zahlt zurück wenn der Laden dem japanischen Steuerzahler gehört. Gewinne privatisieren Verluste sozialisieren. Alles immer dasselbe Spielchen.
PaulBiwer 21.04.2011
4. latest news
NHK berichtet eben,dass Tepco wegen Schadenersatz-Zahlungen die Gehälter aller Mitarbeiter um 20% kürzen will. Hoffe die Jungs vor Ort sind eine Ausnahme.
naranael 21.04.2011
5. Ohne Worte
Zitat von PaulBiwerNHK berichtet eben,dass Tepco wegen Schadenersatz-Zahlungen die Gehälter aller Mitarbeiter um 20% kürzen will. Hoffe die Jungs vor Ort sind eine Ausnahme.
Unglaublich! Langsam bleibt einem da doch echt die Spucke weg!
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