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Geldnot der Vereine: Griechische Fußballer werben für Bestatter und Bordell

Deutsche Fußballfans regen sich über den Geflügelproduzenten Wiesenhof als Sponsor auf, doch in Griechenland gibt es weitaus groteskere Trikotwerbung. Zwei klamme Vereine schicken ihre Spieler mit Reklame für einen Bestatter und ein Bordell aufs Feld.

Griechische Fußballfans in Athen: Vereine auf der Suche nach Sponsoren Zur Großansicht
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Griechische Fußballfans in Athen: Vereine auf der Suche nach Sponsoren

Athen - Griechische Fußballvereine können angesichts der Wirtschaftskrise in dem Land kaum noch auf spendable Sponsoren zählen. Darum haben nun zwei kleine Clubs ungewöhnliche Geldgeber für ihre Trikotwerbung gewählt.

Die Spieler von Paliopyrgos laufen seit Anfang der Saison mit der Aufschrift "Bestattungsunternehmen Karaiskaki 53" und einem hellblauen Kreuz auf schwarzem Dress auf. Der Verein aus der Nähe der mittelgriechischen Stadt Trikala spielt in der Lokalliga.

Die Athener Zeitung "Ta Nea" fand noch einen weiteren Club mit einem kuriosen Sponsor. Der Verein Voukefalas, der in der Lokalliga der Stadt Larissa spielt, hat auf den Trikots Werbung eines Bordells mit dem Namen "Freudenhaus Soula".

"Wir sind gezwungen so zu spielen, weil der griechische Fußballverband uns nicht mehr unterstützt", sagte Ioannis Batziolas, der Präsident von Voukefalas. Seine Mannschaft habe schon ein Freundschaftsspiel in den Trikots bestritten und warte nun auf grünes Licht vom Verband, um auch bei offiziellen Spielen so auflaufen zu können.

Die Idee, für ein Bordell zu werben, hatte allerdings auch ein deutscher Sportverein. Die Eishockeyspieler von den Landshut Cannibals sollen künftig beim Aufwärmen pinkfarbene Trikots tragen, auf denen für ein Freudenhaus geworben wird. Allerdings handelte der Verein nicht aus Geldnot. "Wir wollten durch einen neuen Sponsor auffallen", sagte Vereinssprecher Jürgen Eichbauer gegenüber sueddeutsche.de.

mmq/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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1. naja
ziegenzuechter 27.09.2012
wiesenhof laesst fuer den eigenen profit tiere leiden. (freiwillige) prostitution und bestatter sind ehrenwerte berufe.
2. Was ist daran verwerflich?
BettyB. 27.09.2012
So wie die Fans auf den Sieg warten, warten sie auf den Bestatter. Und Freude wollen auch die Bordellbesucher haben, oder? Da finde ich Hühnerbatterienleerkäufer schon unangemessener, denn wer wollte so wie die Hühner untergebracht sein?
3.
realist10 27.09.2012
Das ist doch mal Kreativität. Aus der Not eine Tugend machen... Vielleicht wird das Trikot sogar ein Verkaufsschlager!
4. Unnötig
rohri93 27.09.2012
Was für ein unglaublich überflüssiger Artikel? Warum soll man nicht für einen Bestatter werben und in welcher Relation steht das zu einem Sponsor wie Wiesenhof? Ist das der Versuch einen unsinnigen Vertragsabschluss eines Bundesligisten in den Medien zu rechtfertigen?
5. wäre beim DFB
htg-12 27.09.2012
wohl ein Tabu. So wie einst der schwarze Balken auf der Brust der Homburger...
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