Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

G-20-Treffen: China und Russland einigen sich auf Gasdeal

Ein Megadeal auf dem Gasmarkt bahnt sich an: Der russische Konzern Gazprom will China jedes Jahr mindestens 38 Milliarden Kubikmeter Gas liefern. Beide Länder wollen so unabhängiger von den Märkten in den USA werden.

Gaspipelines in Russland: Bis zu 60 Milliarden Kubikmeter Gas nach China Zur Großansicht
DPA

Gaspipelines in Russland: Bis zu 60 Milliarden Kubikmeter Gas nach China

St. Petersburg - Nach jahrelangen Verhandlungen sind Russland und China russischen Gaslieferungen einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Auf dem Gipfel der Industrie- und Schwellenländer (G20) in St. Petersburg unterzeichneten der Ölkonzern China National Petroleum (CNPC) und der russische Energieriese Gazprom in Gegenwart von Staats- und Parteichef Xi Jinping und Präsident Wladimir Putin ein entsprechendes Rahmenabkommen.

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach am Freitag von einem "Durchbruch", der den Weg für einen abschließenden Vertrag ebnen werde, der bis Ende des Jahres geschlossen werden soll. Beide Seiten hatten sich bereits im März grundsätzlich geeinigt und im Juni eine Preisformel vereinbart, die sich nicht am US-Spotmarkt orientieren wird.

Gazprom will von 2018 an mindestens 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr liefern und stellt auch eine Erhöhung auf bis zu 60 Milliarden Kubikmeter in Aussicht. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2012 laut Bundeswirtschaftsministerium 93 Milliarden Kubikmeter Erdgas verbraucht.

ade/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Chinas Sieg scheint durch das Bündnis mit Rußland unabwendbar zu sein
edmond_d._berggraf-christ 06.09.2013
Der Entscheidungskampf zwischen China und den VSA scheint langsam aber sicher heraufzudämmern (sofern die VS-Amerikaner denn überhaupt gewillt sind ihre Vorherrschaft zu verteidigen): Denn China gab beim Gezänk über Syrien, im schwarzen Rat der Fünf bei den VN, dem Bündnis mit Rußland den Vorzug zur Freundschaft mit den VSA. Was nicht weiter verwundert, denn die staatsklugen Chinesen warben seit dem Sturz des russischen Weltreiches 1991 immerzu um den russischen Rumpfstaat und verzichteten (vorläufig) auf ihre Gebietsansprüche in Sibirien. Kommt es nämlich zum Entscheidungskampf mit den VSA, so sind die Rohstoffe und das Ackerland Rußlands sowie dessen Atomwaffenarsenal und seine günstige Lage als Sprungbrett nach Europa und in das Morgenland für China von unschätzbarem Wert. Während Rußland, dank seiner Atomwaffenberge, es sich leisten könnte in diesem Kampf neutral zu bleiben, womit China all dies entzogen wäre; daher scheint China nun Rußland auf der Weltbühne zu folgen.
2. Unser Friedensengel Obama..
couprevers 07.09.2013
Zitat von sysopDPAEin Megadeal auf dem Gasmarkt bahnt sich an: Der russische Konzern Gazprom will China jedes Jahr mindestens 38 Milliarden Kubikmeter Gas liefern. Beide Länder wollen so unabhängiger von den Märkten in den USA werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/g-20-treffen-china-und-russland-einigen-sich-auf-gazprom-cnpc-deal-a-920905.html
... nutzte die Zeit in St. Petersburg besser indem er sich, anstatt internationale Politik zu betreiben oder die Syrienfrage mit Putin zu besprechen, lieber mit homosexuellen Aktivisten trifft.
3.
SchneiderG 07.09.2013
Zitat von edmond_d._berggraf-christDer Entscheidungskampf zwischen China und den VSA scheint langsam aber sicher heraufzudämmern (sofern die VS-Amerikaner denn überhaupt gewillt sind ihre Vorherrschaft zu verteidigen): Denn China gab beim Gezänk über Syrien, im schwarzen Rat der Fünf bei den VN, dem Bündnis mit Rußland den Vorzug zur Freundschaft mit den VSA. Was nicht weiter verwundert, denn die staatsklugen Chinesen warben seit dem Sturz des russischen Weltreiches 1991 immerzu um den russischen Rumpfstaat und verzichteten (vorläufig) auf ihre Gebietsansprüche in Sibirien. Kommt es nämlich zum Entscheidungskampf mit den VSA, so sind die Rohstoffe und das Ackerland Rußlands sowie dessen Atomwaffenarsenal und seine günstige Lage als Sprungbrett nach Europa und in das Morgenland für China von unschätzbarem Wert. Während Rußland, dank seiner Atomwaffenberge, es sich leisten könnte in diesem Kampf neutral zu bleiben, womit China all dies entzogen wäre; daher scheint China nun Rußland auf der Weltbühne zu folgen.
Ihre Aussage wundert mich etwas. Meinem Wissensstand nach wurde ein schriftliches Abkommen im July 2008 getroffen, das die Grenzen zwischen den beiden Staaten endgültig regelt. Unterzeichner waren: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der chinesischer Außenminister Jang Jiechi.
4. @edmond_.....
pacificwanderer 07.09.2013
Es wird nicht zum militaerischen Entscheidungskampf kommen, sondern zum wirtschaftlichen Abgraben/Abnehmen des Einkommens der USA und damit zu deren Abstieg.
5.
a.krill.msk 07.09.2013
ich sehe hier in Komments über Russland so viel Feindseligkeit. Woher kommt sie, vielleicht, Propaganda?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Energieträger Erdgas
Erdgas ist nach Mineralöl der zweitwichtigste Bestandteil des deutschen Energiemix. Fast jede zweite Wohnung in Deutschland wird nach Angaben des BDEW inzwischen damit beheizt. Insgesamt sind es mehr als 18 Millionen Haushalte - Tendenz steigend. Zudem wird mit Erdgas Strom erzeugt, und umweltfreundliche Autos werden mit Erdgas angetrieben. Die Erdgas-Lagerstätten sind auf wenige Regionen begrenzt - mehr als die Hälfte der globalen Vorkommen befinden sich in den Ländern Russland, Iran und Katar.

Erdgas ist der am wenigsten klimaschädliche aller fossilen Brennstoffe. Bei seiner Verbrennung werden etwa 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt. Dies ist im Vergleich zu Erdöl (270 g/kWh) und Kohle (je nach Qualität 330 bis 400 g/kWh) gering.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: