Gipfel in Nordirland: G-8-Staaten wollen Steuertricksereien verhindern

Regierungschefs Obama, Cameron und Merkel: Beschluss gegen Steueroasen Zur Großansicht
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Regierungschefs Obama, Cameron und Merkel: Beschluss gegen Steueroasen

Viele Vorhaben, wenig Konkretes: Die G-8-Staaten wollen Steuerbetrügern auf die Schliche kommen und Schlupflöcher schließen. Ein Register der Besitzer von Briefkastenfirmen wird es aber nicht geben. Nichtregierungsorganisationen sind von dem Beschluss enttäuscht.

Enniskillen - Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8) will den Kampf gegen Steuerflucht und Steuerbetrug weltweit verschärfen. Die Staats- und Regierungschefs der acht Länder verständigten sich bei ihrem Gipfel in Nordirland auf einen automatischen Informationsaustausch zwischen den Behörden über Steuern. Dies solle global Standard werden.

Zudem sollen weltweit Steuerschlupflöcher geschlossen werden, damit internationale Großkonzerne nicht so leicht ihrer Steuerpflicht durch Kapitalverschiebungen in Steueroasen entfliehen können. Wie der Beschluss umgesetzt werden soll, blieb aber unklar. Zunächst werde die OECD hierzu Ende Juni einen Bericht vorlegen, der in die G20 der wichtigsten Schwellen- und Industrieländer eingebracht werden soll, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Zusammen mit der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) soll dem G-8-Beschluss zufolge rasch ein multinationales Modell erarbeitet werden, dass es den Behörden leichter macht, Steuerbetrügern auf die Spur zu kommen und sie zu bestrafen. Außerdem soll international ein Verfahren erstellt werden, wie die Nutzung von Steuerschlupflöchern und die damit einhergehende Aufweichung der Steuerbasis in vielen Ländern verhindert werden kann.

Nichtregierungsorganisationen sind enttäuscht

Die G-8-Staaten USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Kanada, Japan und Russland wollen des Weiteren nationale Aktionspläne veröffentlichen, um mit Informationen klar zu machen, "wer wirklich hinter bestimmten Unternehmen und Trusts steht und wer von ihnen profitiert". Die USA, denen in diesem Punkt von Kritikern mangelnde Transparenz vorgehalten wird, kündigten am Rande des G-8-Treffens umgehend entsprechende Gesetzesvorhaben an.

Einen klaren Beschluss, ein Eigentümerregister für Briefkastenfirmen zu erstellen, enthielt das Kommuniqué aber nicht. Dafür hatte sich Gastgeber Großbritannien noch am Wochenende eingesetzt. Nichtregierungsorganisation wie Oxfam und Avaaz zeigten sich deswegen von dem Abschlussbericht enttäuscht.

ade/Reuters/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Alles wie gehabt:
Werder 18.06.2013
Außer Spesen nichts gewesen ........
2. "Viele Vorhaben, wenig Konkretes"
Worldwatch 18.06.2013
Sie wuerden sich nicht treffen, wenn sich etwas, fuer den Plebs, bzgl. Freiheit, Demokratie und Souveraenitaet, zum wesentlich Besseren wenden koennte. Es ging, geht und wird nur um Macht-erhalt-interessen gehen. Der Rest ist show-buis, fuer das dumme Publikum!
3. Was soll's ....
Worldwatch 18.06.2013
Zitat von WerderAußer Spesen nichts gewesen ........
... zahlt ja das Zwangsabgabenvieh. Wieviele Millionen Oironen werden am Ende fuer den "G8"-Kaffee&Tee-Entertainment-Kranz im *****-Ambiente nun genau sinnbefreit rausgehauen?
4. @Werder
wibo2 18.06.2013
Zitat von WerderAußer Spesen nichts gewesen ........
Der G8-Gipfel geht mit schmalen Ergebnissen zu Ende. Show statt Substanz kennzeichnen die jährlichen Treffen der G8. Allerdings gibt es von G8-Treffen auch keine offiziellen Ergebnisse, Protokolle, oder ähnliches. Es spricht auch viel dafür, dass sehr bald China alternativlos G1 sein wird, womit diese G8 und G20 Treffen stark an Bedeutung verlieren werden. Weil Peking dann der Mittelpunkt sein wird und dem Rest der Welt systemrelevant sagen wird, wo es lang geht. siehe Bild "Su Zhou under the reign of Emperor Qian Long" http://www.china-history.net/images/qing_painting_left3.jpg Qing Dynasty (http://www.china-history.net/qing_d.htm)
5. Geld regiert die Welt
global player 18.06.2013
Zitat von sysopAFPViele Vorhaben, wenig Konkretes: Die G8-Staaten wollen Steuerbetrügern auf die Schliche kommen und Schlupflöcher schließen. Einen Register der Besitzer von Briefkastenfirmen wird es aber nicht geben. Nichtregierungsorganisationen sind von dem Beschluss enttäuscht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/g8-beschliessen-auf-gipfel-in-nordirland-schritte-gegen-steueroasen-a-906524.html
Hierüber hätte ich gerne mehr erfahren. Warum nicht? Wer hat ein Interesse daran, diese großkalibrigen Betrüger zu decken? Vielleicht weil diese sehr größzügige Parteienspender sind oder den einen oder anderen Politiker auf der Gehaltsliste haben? Beim Verbraucherschutz werden immer nur halbe Sachen auf den Weg gebracht mit genügend Schlupflöchern, um das Volk weiter abzuzocken. Siehe auch die neuen Gesetze zu geschlossenen Immobilienfonds. Es regiert das Kapital, die Politiker sind nur dessen Marionetten.
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