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Gasstreit: Russland stellt Ukraine neues Ultimatum

Pipelines in der Ukraine: Neuer Kampf ums Gas Zur Großansicht
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Pipelines in der Ukraine: Neuer Kampf ums Gas

Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland steht vor einer neuen Eskalation. Russland schätzt, die Ukraine brauche bis Ende März zwei Milliarden Kubikmeter Gas. Doch zunächst muss Kiew in Vorkasse gehen.

Moskau - Russland hat der Ukraine im Streit um ungezahlte Rechnungen ein Ultimatum bis Montag gestellt. Sollte Kiew bis dahin keine Vorauszahlung für März leisten, werde am Dienstag der Gashahn zugedreht, warnte Energieminister Alexander Nowak am Freitag.

Nowak warnte, das zuletzt bezahlte Gas reiche nur noch bis Anfang der kommenden Woche. Der ukrainische Staatskonzern Naftogas überwies dem russischen Monopolisten Gazprom am Freitag zwar eine weitere Vorauszahlung von 15 Millionen Dollar. Dieser Betrag decke allerdings lediglich die Kosten für gut einen Tag, meinte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow.

Naftogaz-Chef Andrij Kobolew warf Gazprom vor, ukrainische Gasbestellungen nicht fristgerecht zu erfüllen. Er betonte, die Versorgung der EU sei von dem Streit nicht bedroht.

Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas nach Westen. Bei früheren Lieferstopps hatte Moskau Kiew vorgeworfen, für Westeuropa bestimmtes Gas für eigene Zwecke abzuzweigen.

Die EU-Kommission lud die Konfliktparteien derweil für kommenden Montag nach Brüssel ein, um über die Umsetzung des Ende Oktober vereinbarten "Winterpakets" zu sprechen. Beide Seiten sagten ihre Teilnahme zu.

Bei den Gesprächen in Brüssel solle es auch um die Probleme bei der Gasversorgung der von prorussischen Aufständischen kontrollierten ostukrainischen Gebiete gehen, sagte Nowak. Derzeit streiten Russland und die Ukraine darum, wer die Kosten für die Belieferung des Donbass trägt. Moskau wirft der Führung in Kiew vor, die Region absichtlich zu blockieren und die humanitäre Lage im Krisengebiet zu verschärfen. Die Ukraine spricht von Problemen wegen Kriegsschäden an Leitungen.

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ssu/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Ukraine
grool 27.02.2015
Wer seine Rechnungen nicht bezahlt ... der muss eben mit den Konsequenzen rechnen. Oder bezahlt wieder die EU oder Deutschland die Rechnung?
2. @grool
poseidon1966 27.02.2015
Wenn es hilft die Ukraine hin zur freien (!) Welt zu bringen und um Russland zu zeigen dass die EU und auch Deutschland die Ukraine nicht alleine lässt, warum nicht? Sie bezahlen dass bestimmt nicht da Sie sicher keine Steuern in Deutschland zahlen also besteht für Sie kein Grund sich aufzuregen.
3.
hg400 27.02.2015
Wenn man lieber Waffen bei den Scheichs kauft, wozu man ja die großzügigen Hilfen der EU verwenden kann, hat man wohl kein Geld mehr für die Gaslieferungen. Frieren müssen die Oberdemokraten Poroschenko und Jazenjuk ja nicht, das müssen andere. Hier könnten doch die auf die freie westliche Wertegemeinschaft so viel Wert legenden Amerikaner einspringen. Na ja, dass wäre dann doch zuviel des Guten. Die Sache ist ziemlich daneben gegangen, ob da Waffenlieferungen wirklich weiterhelfen, die Erfahrungen der Vergangenheit sprechen jedenfalls nicht unbedingt dafür.
4. @Poseidon1966
grool 27.02.2015
Ich muss Sie leider enttäuschen. .. ich bezahle wohl Steuern in Deutschland. Sie können gerne das korrupte Regime dort mit Ihrem Geld unterstützen. Aber auch für Sie trifft wohl eher zu. Die Toleranz wächst mit der Entfernung zum Problem. .. oder besser gesagt weg von meinem Geld.
5.
james-100, 28.02.2015
Zitat von poseidon1966Wenn es hilft die Ukraine hin zur freien (!) Welt zu bringen und um Russland zu zeigen dass die EU und auch Deutschland die Ukraine nicht alleine lässt, warum nicht? Sie bezahlen dass bestimmt nicht da Sie sicher keine Steuern in Deutschland zahlen also besteht für Sie kein Grund sich aufzuregen.
Ach, wenn man nicht die Gasrechnungen der Ukraine übernehmen möchte, zahlt man hier also keine Steuern.
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