Flughafen Frankfurt: Vorfeldmitarbeiter bekommen Tarifvertrag

Flugreisende können aufatmen: Der Tarifstreit am Frankfurter Airport ist beigelegt. Die Gewerkschaft GdF und der Flughafen-Betreiber Fraport haben sich auf einen Tarifvertrag für die rund 200 betroffenen Vorfeldmitarbeiter geeinigt.

"Follow me"-Fahrzeug: Die Vorfeldmitarbeiter sind wieder im Einsatz Zur Großansicht
dapd

"Follow me"-Fahrzeug: Die Vorfeldmitarbeiter sind wieder im Einsatz

Frankfurt am Main - Für den Frankfurter Flughafen ist das Thema Streik vorerst abgehakt. Man habe sich mit dem Flughafenbetreiber Fraport auf einen Tarifvertrag für die rund 200 betroffenen Beschäftigten auf dem Vorfeld geeinigt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF). Diese hatte unter anderem höhere Einkommen für die Vorfeldmitarbeiter gefordert.

Nähere Einzelheiten zu den Vertragsdetails sollten erst später mitgeteilt werden. Vom Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Laut GdF erhalten alle drei Berufsgruppen auf dem Vorfeld Tarifverträge. Dabei handelt es sich um die Mitarbeiter in der Vorfeldkontrolle, der Vorfeldaufsicht und der Verkehrszentrale.

Im Februar hatten Streiks des Vorfeldpersonals an neun Tagen immer wieder zu Verspätungen und rund 1700 Flugausfällen am größten deutschen Flughafen geführt. Das befürchtete Chaos blieb aber aus, weil es Fraport gelang, mit Ersatzmannschaften den Großteil des Flugverkehrs aufrecht zu erhalten.

Schließlich hatte das Arbeitsgericht den Streik aus formalen Gründen verboten. Zu einem Solidarstreik der Fluglotsen war es wegen eines gerichtlichen Verbots ebenfalls nicht gekommen. Der GdF drohen wegen des Streiks am Frankfurter Flughafen millionenschwere Schadenersatzforderungen.

Umstritten war in dem Tarifkonflikt insbesondere die Einbeziehung der Flugzeugeinweiser, die nach Überzeugung der Flughafengesellschaft bereits besser verdienten als ihre Kollegen in München. Laut GdF wurde auch für sie ein Tarifvertrag abgeschlossen.

mmq/dpa/AFP

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1. Tariefvertrag
Pandora0611 21.03.2012
Zitat von sysopFlugreisende können aufatmen: Der Tarifstreit am Frankfurter Airport ist beigelegt. Die Gewerkschaft GdF und der Flughafen-Betreiber Fraport haben sich auf einen Tarifvertrag für die rund 200 betroffenen Vorfeldmitarbeiter geeinigt. Flughafen Frankfurt: Vorfeldmitarbeiter bekommen Tarifvertrag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,822874,00.html)
Die Hilfsarbeiter erhalten also einen Tariefvertrag. Fraport hätte sie rausschmeißen sollen, dann wäre Ruhe gewesen. Lufthansa und Fraport hätten ebenfalls die GdF auf Schadenersatz verklagen sollen. Das hätte diese nicht überlebt.
2. Der Blinde redet von der Farbe
larkenschaper 21.03.2012
Zitat von Pandora0611Die Hilfsarbeiter erhalten also einen Tariefvertrag. Fraport hätte sie rausschmeißen sollen, dann wäre Ruhe gewesen. Lufthansa und Fraport hätten ebenfalls die GdF auf Schadenersatz verklagen sollen. Das hätte diese nicht überlebt.
Lieber Herr oder Frau Hilfsarbeiter Pandora! Zunächst: Den "Tariefvertrag" schreibt man ohne "e" Das ist aber nur ein Schönheitsfehler. Wenn man sich zu einer Sache äußert, dann sollte man auch wenigstens etwas Ahnung von der Materie haben, um die es geht. Sie haben keine, denn Sie bezeichnen diesen Personenkreis als "Hilfsarbeiter". Diese Leute regeln den Verkehr auf dem Vorfeld, auf dem sich nicht nur rollende Flugzeuge, sondern auch eine Unmenge von Abfertigungsgeräten tummeln. Sie tragen die Verantwortung für sicheres Rollen nach Landung und vor dem Start für Flugzeuge, die keine Knautschzone haben und in denen ein paar hundert Leute sitzen. Fließendes Englisch ist für diese "Hilfsarbeiter" auch Bedingung und sie arbeiten rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres. Die Forderung nach einer angemessenen Bezehlung ist daher legitim.
3. Bitte auf dem Boden bleiben
juanth 21.03.2012
Zitat von larkenschaperLieber Herr oder Frau Hilfsarbeiter Pandora! Zunächst: Den "Tariefvertrag" schreibt man ohne "e" Das ist aber nur ein Schönheitsfehler. Wenn man sich zu einer Sache äußert, dann sollte man auch wenigstens etwas Ahnung von der Materie haben, um die es geht. Sie haben keine, denn Sie bezeichnen diesen Personenkreis als "Hilfsarbeiter". Diese Leute regeln den Verkehr auf dem Vorfeld, auf dem sich nicht nur rollende Flugzeuge, sondern auch eine Unmenge von Abfertigungsgeräten tummeln. Sie tragen die Verantwortung für sicheres Rollen nach Landung und vor dem Start für Flugzeuge, die keine Knautschzone haben und in denen ein paar hundert Leute sitzen. Fließendes Englisch ist für diese "Hilfsarbeiter" auch Bedingung und sie arbeiten rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres. Die Forderung nach einer angemessenen Bezehlung ist daher legitim.
Hilfsarbeiter ist sicherlich etwas uebertrieben, aber wir sprechen hier von einem Anlernberuf, der je nach FH in 3-9 Monaten beigebracht ist. Auch "fliessendes" Englisch sollte heute bei jedem normalem Realschueler zu erwarten sein. Diese "hoch" qualifizierten (noch nichtmals Abi) wollten immerhin echte Akademikergehaelter kassieren und das ist nun wirklich uebertrieben fuer diese "Arbeit". P.S. Ich arbeite auf einem FH
4.
pwbaumann 22.03.2012
Zitat von juanthHilfsarbeiter ist sicherlich etwas uebertrieben, aber wir sprechen hier von einem Anlernberuf, der je nach FH in 3-9 Monaten beigebracht ist. Auch "fliessendes" Englisch sollte heute bei jedem normalem Realschueler zu erwarten sein. Diese "hoch" qualifizierten (noch nichtmals Abi) wollten immerhin echte Akademikergehaelter kassieren und das ist nun wirklich uebertrieben fuer diese "Arbeit". P.S. Ich arbeite *auf* einem FH
dies neiddiskussionen hatten wir doch schon vor wochen (fraport) und monaten (dfs). jetzt kommen sie etwas zu spät. ps: sind sie dachdecker?
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