Nabu gegen Nord Stream 2 Gericht lehnt Antrag gegen Bau von Gaspipeline ab

Mitte Mai haben die Bauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 begonnen. Mit einem Eilverfahren wollte der Umweltverband Nabu den Bau kurzfristig stoppen - nun hat ein Gericht den Antrag abgelehnt.

Bauarbeiten an der Nord Stream 2 in Mecklenburg-Vorpommern
DPA

Bauarbeiten an der Nord Stream 2 in Mecklenburg-Vorpommern


Die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 kann in den deutschen Ostsee-Gewässern vorerst weitergebaut werden. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hat einen Eilantrag des Umweltverbands Nabu gegen das Projekt abgelehnt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Die Entscheidung sei unanfechtbar. Mit dem Antrag wollte der Nabu einen Baustopp erzwingen.

Das Gericht könne aufgrund der schwierigen Tatsachen und Rechtsfragen im Eilverfahren nicht klären, ob die Genehmigung für den Bau in den küstennahen deutschen Ostsee-Gewässern rechtswidrig sei. Nach der Abwägung sei der Senat aber überzeugt gewesen, dass das öffentliche Interesse der Versorgungssicherheit überwiege. Wann es weitere Entscheidungen in dem Streit geben wird, konnte das Gericht noch nicht sagen.

DER SPIEGEL

Der Umweltverband Nabu hatte Anfang März Klage und Eilantrag gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht, um den Baustart Mitte Mai zu verhindern. Weil das Gericht nicht über den Antrag entschied, beantragte der Nabu Anfang Mai eine weitere Zwischenverfügung. Nord Stream 2 begann am 15. Mai mit den Arbeiten - hat sie aufgrund von Schmierfett-Ablagerungen aber zwischenzeitlich eingestellt.

ans/dpa



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aurichter 01.06.2018
1. Die NABU
kann doch in Kontakt treten mit der US Regierung und sich für den Kauf von Flüssiggas aus deren Produktion einsetzen bei unseren Volksvertretern! Irgendwie muss es doch zu schaffen sein, dass Geschäfte mit den Russen unterbunden werden. Scheinbar hat die NABU gute Kontakte zu Gegner von NS2. / Gute Entscheidung des Gerichts.
taglöhner 01.06.2018
2. Auffälliges Deutsch
Zitat von aurichterkann doch in Kontakt treten mit der US Regierung und sich für den Kauf von Flüssiggas aus deren Produktion einsetzen bei unseren Volksvertretern! Irgendwie muss es doch zu schaffen sein, dass Geschäfte mit den Russen unterbunden werden. Scheinbar hat die NABU gute Kontakte zu Gegner von NS2. / Gute Entscheidung des Gerichts.
Wer sind denn Ihre Volksvertreter ;)?
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