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Gesundheitsschäden: Umweltbundesamt fordert Nachtflugverbot

Fluglärm schadet der Gesundheit: Der Chef des Umweltbundesamts fordert im SPIEGEL nun ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Die Experten rechnen andernfalls mit 400 Millionen Euro Behandlungskosten in den nächsten zehn Jahren - allein in Frankfurt.

Landung in Frankfurt am Main: Start- und Landeverbot von 22 bis 6 Uhr gefordert Zur Großansicht
dapd

Landung in Frankfurt am Main: Start- und Landeverbot von 22 bis 6 Uhr gefordert

Hamburg - Um Menschen in der Nähe von Verkehrsflughäfen vor gesundheitsschädlichem Lärm zu schützen, verlangt das Umweltbundesamt eine Ausweitung von Nachtflugverboten und eine bundesweite Planung des Flugverkehrs.

Für stadtnahe Flughäfen wie in Frankfurt am Main oder Berlin-Brandenburg sei ein Start- und Landeverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr notwendig, sagte Umweltamts-Präsident Jochen Flasbarth im Interview mit dem SPIEGEL. Unvermeidbarer Flugverkehr solle in den Nachtstunden nur noch dort abgewickelt werden, wo er weniger Probleme bereite, so Flasbarth.

"Lärm ist das am stärksten unterschätzte Umweltproblem in Deutschland", sagte der Umweltbundesamt-Chef. Die gesetzlichen Grenzwerte für Fluglärm reichten nicht aus, die Belastung sei "deutlich zu hoch". Vor allem in den Nachtstunden schädige der Lärm eindeutig die Gesundheit.

Nach einer Schätzung des Umweltbundesamtes entstünden allein im Raum Frankfurt am Main durch Fluglärm in den nächsten zehn Jahren zusätzliche Kosten von 400 Millionen Euro nur für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Patienten.

"Derzeit wird ein unseliger Standortwettbewerb zwischen den Flughäfen auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen", kritisierte Flasbarth. Nötig sei eine "nationale Flugverkehrsplanung", um die betroffene Bevölkerung zu schützen.

In Frankfurt gilt seit Ende Oktober 2011 ein gerichtlich verfügtes Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr. Anwohner hatten wegen der der neuen Start- und Landebahn Nordwest auf ein komplettes Nachtflugverbot geklagt. Im März wird ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts dazu erwartet.

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1. Etwas fordern
KlausErmecke 11.03.2012
Zitat von sysopdapdFluglärm schadet der Gesundheit: Der Chef des Umweltbundesamts fordert im SPIEGEL nun ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Die Experten rechnen andernfalls mit 400 Millionen Euro Behandlungskosten in den nächsten zehn Jahren - allein in Frankfurt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820678,00.html
Die "Experten"? Als jemand, der ein Jahr in der Einflugschneide des Flughafens am Westrand von Neu-Isenburg gewohnt hat, weiß ich, wovon ich spreche. Ich spreche von ernsten Zweifeln an der Existenzberechtigung einer Behörde, die sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zur ideologischen Speerspitze gegen die Wirtschaft des eigenen Landes entwickelt hat. Das Umweltbundesamt ist verzichtbar. Man sollte darüber nachdenken, es per Gesetz aufzulösen.
2.
ogs 11.03.2012
Zitat von sysopdapdFluglärm schadet der Gesundheit: Der Chef des Umweltbundesamts fordert im SPIEGEL nun ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Die Experten rechnen andernfalls mit 400 Millionen Euro Behandlungskosten in den nächsten zehn Jahren - allein in Frankfurt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820678,00.html
Antwort 1: Lärm stört beim Schlafen. Schlafstörungen machen krank. Erstaunlich. Antwort 2: 400 Mio in 10 Jahren machen 40 Mio pro Jahr. Frankfurter Flughafen: "Umsatz 2.194,6 Mio € (2010)". (Quelle: Wiki)
3. Beileid
exilant64 11.03.2012
Zitat von KlausErmeckeDie "Experten"? Als jemand, der ein Jahr in der Einflugschneide des Flughafens am Westrand von Neu-Isenburg gewohnt hat, weiß ich, wovon ich spreche. Ich spreche von ernsten Zweifeln an der Existenzberechtigung einer Behörde, die sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zur ideologischen Speerspitze gegen die Wirtschaft des eigenen Landes entwickelt hat. Das Umweltbundesamt ist verzichtbar. Man sollte darüber nachdenken, es per Gesetz aufzulösen.
Das hat aber sehr schnell zu Hirnschäden geführt.
4. Bundesweit kein Nachtflug!
iriru 12.03.2012
Zitat von sysopdapdFluglärm schadet der Gesundheit: Der Chef des Umweltbundesamts fordert im SPIEGEL nun ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Die Experten rechnen andernfalls mit 400 Millionen Euro Behandlungskosten in den nächsten zehn Jahren - allein in Frankfurt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820678,00.html
Wir wohnen zwischen den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf, beide ca. 25km entfernt. Tagsüber starten ständig Maschinen Richtung Osten / Süden fast über unser Haus hinweg. Reichlich Schub im Steigflug, gibt unüberhörbaren Lärm, ganztags. Nachts dann die Frachtflieger im Landeanflug nach Köln/Bonn. Wir brauchen hier keine Ausweichfrachtflieger die in Frankfurt nicht mehr starten dürfen. Es reicht! Wenn Deutschlandweit, besser Europaweit Nachtflüge verboten würden, gäbe es zumindest dann Ruhe für Alle. Und das dämliche Ausspielen der Standorte gegeneinander wäre vorbei.
5. Richtig
messfuzzi 12.03.2012
Zitat von KlausErmeckeDie "Experten"? Als jemand, der ein Jahr in der Einflugschneide des Flughafens am Westrand von Neu-Isenburg gewohnt hat, weiß ich, wovon ich spreche. Ich spreche von ernsten Zweifeln an der Existenzberechtigung einer Behörde, die sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zur ideologischen Speerspitze gegen die Wirtschaft des eigenen Landes entwickelt hat. Das Umweltbundesamt ist verzichtbar. Man sollte darüber nachdenken, es per Gesetz aufzulösen.
Vollkommen richtig. Das Umweltbundesamt kommt immer dann bzw. nur noch in die Schlagzeilen, wenn es ideologische Verbote fordert. Nennt sich auch Verhinderungsladen und ist eine grüne Speerspitze.
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