Wirtschaft


Gesundheitssystem: Kassen können mit neuem Milliarden-Plus rechnen

Die früher mal klammen Krankenkassen horten inzwischen Geldreserven in Milliardenhöhe - in den kommenden Jahren dürften sie noch mehr Gewinne erzielen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet bis 2013 weitere Überschüsse von 7,5 Milliarden Euro. Kommt auch eine Beitragssenkung?

Krankenversicherungskarten: 20 Milliarden Euro Überschüsse bis 2013Zur Großansicht
DPA

Krankenversicherungskarten: 20 Milliarden Euro Überschüsse bis 2013

Düsseldorf - Die Nachricht dürfte den Streit in der schwarz-gelben Regierungskoalition über die die Milliardenreserven im Gesundheitssystem noch verschärfen: Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hat laut "Handelsblatt" ausgerechnet, dass die gesetzlichen Krankenkassen und der Gesundheitsfonds auch 2012 und 2013 hohe Überschüsse erzielen dürften. Allein in diesem Jahr sollen es 5,7 Milliarden Euro sein, im kommenden weitere 1,8 Milliarden Euro schreibt die Zeitung.

Zusammen mit den 10 Milliarden Euro aus diesem Jahr und den 3,8 Milliarden aus 2010 summierten sich die Rücklagen im Gesundheitssystem dann auf deutlich über 20 Milliarden Euro, sagte der IfW-Finanzexperte Alfred Boss der Zeitung. Damit sei im kommenden Jahr eine Beitragssenkung um einen halben Prozentpunkt auf 15 Prozent "ohne weiteres möglich".

Wirtschaft fordert Beitragssenkung

Die Wirtschaft unterstützte diese Forderung: "Die gute finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenversicherung sollte sich in Entlastungen für Betriebe und ihre Beschäftigten widerspiegeln", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK, Achim Dercks der Zeitung. "In Zeiten steigender Einnahmen müssen daher Beitragssatzsenkungen in Betracht gezogen werden."

In der schwarz-gelben Koalition gibt es aber schon wegen der aktuellen Milliardenreserven Streit: Die Unionsfraktion fordert eine Überprüfung des Steuerzuschusses für den Gesundheitsfonds. Experten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) denken einem Zeitungsbericht zufolge über eine einmalige Kürzung um zwei Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach. Doch das Ministerium von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und die Krankenkassen wehren sich.

Den "Lübecker Nachrichten" sagte Finanzminister Schäuble: "Der Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung hat sich in den vergangenen Jahren in einem Maße entwickelt, der ordnungspolitisch schwer zu vertreten ist." In der Koalition bestehe Konsens darüber, den Staatsanteil des Gesundheitsfonds nicht weiter zu erhöhen.

nck/dapd/dpa

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insgesamt 41 Beiträge
und jagt Bahr zum Teufel! Die FDP kann einfach nicht mit Steuergeld umgehen! Den Kassen das Geld zu lassen, wiegt diese in dem Glauben gut zu wirtschaften und evtl. sogar ihre Gehälter zu erhöhen, die jetzt schon, für die [...]
Zitat von sysopSchon jetzt horten die gesetzlichen Krankenkassen Geldreserven in Milliardenhöhe - in den kommenden Jahren dürften sie noch mehr Gewinne erzielen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet bis 2013 weitere Überschüsse von 7,5 Milliarden Euro. Gesundheitssystem: Kassen*können mit neuem Milliarden-Plus rechnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,815348,00.html)
und jagt Bahr zum Teufel! Die FDP kann einfach nicht mit Steuergeld umgehen! Den Kassen das Geld zu lassen, wiegt diese in dem Glauben gut zu wirtschaften und evtl. sogar ihre Gehälter zu erhöhen, die jetzt schon, für die erbrachte Leistung viel zu hoch sind.
Fritze_1955 15.02.2012
Und die Vorstände dürfen sich bestimmt wieder gute Bonis ausschütten......
Zitat von sysopSchon jetzt horten die gesetzlichen Krankenkassen Geldreserven in Milliardenhöhe - in den kommenden Jahren dürften sie noch mehr Gewinne erzielen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet bis 2013 weitere Überschüsse von 7,5 Milliarden Euro. Gesundheitssystem: Kassen*können mit neuem Milliarden-Plus rechnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,815348,00.html)
Und die Vorstände dürfen sich bestimmt wieder gute Bonis ausschütten......
Meckerliese 15.02.2012
Na dann können die Herrschaften neue Glaspaläse bauen und ihren Chefs noch mehr Kohle in den Hintern schieben. Die versicherten haben jedenfalls nichts davon. Pfui
Na dann können die Herrschaften neue Glaspaläse bauen und ihren Chefs noch mehr Kohle in den Hintern schieben. Die versicherten haben jedenfalls nichts davon. Pfui
juleswdd 15.02.2012
Vielleicht mag es mir jemand erklären: Es werden doch jedes Jahr Milliarden aus dem Bundeshaushalt an die gesetzlichen Krankenkassen bzw an den Gesundheitsfonds bezahlt; wer kommt denn dann auf die Idee, die Beitragssätze zur [...]
Zitat von sysopSchon jetzt horten die gesetzlichen Krankenkassen Geldreserven in Milliardenhöhe - in den kommenden Jahren dürften sie noch mehr Gewinne erzielen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet bis 2013 weitere Überschüsse von 7,5 Milliarden Euro. Gesundheitssystem: Kassen*können mit neuem Milliarden-Plus rechnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,815348,00.html)
Vielleicht mag es mir jemand erklären: Es werden doch jedes Jahr Milliarden aus dem Bundeshaushalt an die gesetzlichen Krankenkassen bzw an den Gesundheitsfonds bezahlt; wer kommt denn dann auf die Idee, die Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenkasse zu senken? Richtigerweise müßte doch dieser Zuschuß zurück gefüjhrt bzw verkleinert werden. Oder um es anders zu formulieren: Es gibt doch gar keinen Überschuß bei den gesetzlichen Krankenkassen!
Als erstes sollten wohl mal die Schulden zurückgezahlt werden, das spart Ausgaben. Dann sollten die staatlichen Zuschüsse reduziert werden. Erst dann gibt es wirklich Überschüsse, die auch verteilt werden können. Dann [...]
Als erstes sollten wohl mal die Schulden zurückgezahlt werden, das spart Ausgaben. Dann sollten die staatlichen Zuschüsse reduziert werden. Erst dann gibt es wirklich Überschüsse, die auch verteilt werden können. Dann sicherlich als erstes an die Beitragszahler in der Form das zuerst der 50/50 Status erreicht wird und danach zu beiden Teilen AG und AN., Wobei Rücklagen für schlechte Zeiten wohl auch mal ganz gut wären, oder bleibt es nun bei der guten Wirtschaftslage?
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  • Mittwoch, 15.02.2012 – 08:32 Uhr
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